Montag, 16. September 2019

Gegrillte Thunfischkebabs "Pinchito moruno de atún"


Morunos - ein spanisches Wort, das bis heute nachhallt. Gemeint sind hier die Mauren, ein nordafrikanisches Berbervolk, das vor gut 1200 Jahren unter die islamische Herrschaft Arabiens fiel und bei den Eroberungen der iberischen Halbinsel und Teilen Europas tatkräftig dabei war. Wer jetzt aber wieder schreit: "Sag ich doch, die Muslime wollten schon immer Europa überrennen" sollte danach auch rufen: "Und schau dir die Skandinavier an, die waren schon als Wikinger Räuber, Piraten und grausame Eroberer". Kulinarisch haben die Mauren - von denen der heute politisch eher inkorrekte Begriff "Mohr" abstammt - sicherlich mehr hinterlassen als unsere nördlichen Nachbarn. Sehr viel mehr. In Spanien - und auch Sizilien - ist in in einigen Gegenden der arabische Einfluss unverkennbar, auch in der Küche.



Wir machen heute Thunfischspieße "maurischer Art". Dazu brauchen wir:
  • 200 g Thunfisch
Für die Marinade:
  • 1 rote Peperoni
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Limettenabrieb
  • 1 EL Orangenabrieb
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1/2 TL Koriandersaat, gemahlen
  • 1/4 TL Paprika de la vera (geräuchertes Paprikapulver)
  • Salz
  • Pfeffer
  • Olivenöl
Zum Bepinseln:
  • Marinade
  • Saft einer Orange
  • Saft einer Limette

Fisch in drei Zentimeter große Würfel schneiden. Knoblauch und Peperoni fein hacken. Marinadezutaten verrühren, Fisch dazugeben und 2 Stunden stehen lassen.

Ich habe hier noch einen Esslöffel frisch gehackten Rosmarin dazugetan. Den hatte ich auf dem Zutatenfoto vergessen.


Fisch auf Spieße stecken. Paprika und rote Zwiebeln passen da auch gut.


Rest der Marinade mit dem Saft einer Orange und einer Limette verrühren.


Spieße mit der Marinade bepinseln und los gehts. Schnelle Hitze - bei mir zwei Minuten pro Seite - und fertig.


Noch mal mit der Marinade glasieren.


Sieht aus wie Rind.



Zart. Lecker. Wahnsinn. 
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Flashback:


Heute vor einem Jahr: Wiener Apfelstrudel

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