Mittwoch, 10. Juni 2026

Dou Hua Mian - Nudeln mit Tofu


So, dann wollen wir hier mal kochtechnisch in den Juni starten. Ich hätte noch mal ein Nudelgericht aus Sichuan im Angebot, dass nicht nur lecker, sondern auch vegan ist. Letzteres hat bei mir zwar nicht oberste Priorität, schaden kann es aber auch nicht. Die Rede ist von 豆花面 (dòu huā miàn), was mit Tofu-Nudeln übersetzt wird. Das Rezept stammt einmal mehr aus Fuchsia Dunlops fantastischen Kochbuch "Sichuan - Land of Plenty", das es mittlerweile, wenn auch nicht gerade günstig, auf Deutsch unter dem Titel "Chinesisches Kochbuch - Die Küche Sichuans" zu kaufen gibt. Dunlop spricht fließend Mandarin und war die erste westliche Person, die am renomierten Sicguan Higher Institute of Cuisine eine Ausbildung absolvierte. Eine wahre Expertin also und eine meiner großen Orientierungspunkte, wenn es um die von mir heiß geliebte Küche dieser Region geht. 


Wir brauchen für vier Portionen:
  • 600 g Tofu
  • 600 g chinesische Weizennudeln
Sauce:
  • 2 EL Sesampaste
  • 8 EL rotes Chiliöl
  • 8 TL EL helle chinesische Sojasauce
  • 1/2 TL Sichuanpfeffer
Topping:
  • 6 EL eingelegte Senfknolle 
  • 榨菜 (zhà cài)
  • 8 Stängel Frühlingszwiebelgrün
  • Bombay-Mix
Hier muss jetzt erst mal einiges erklärt werden. Das Rezept verlangt nach Seidentofu, also dòu huā, aber jeder andere tut es auch, es sollte nur kein Räuchertofu sein. Obwohl ... könnte interessant sein. 

Dunlop möchte, dass wir breite chinesische Weizennudeln verwenden, aber ihr nehmt, was ihr bekomnt.

Chinesische Sesampaste kann man durch Tahini ersetzen. Wenn man den Estraweg gehen möchte, röstet man das etwas an, bis die Paste dunkler wird. Das kommt dem Original dann noch näher. 

Zhà cài ist eine eingelegte Senfknolle. Man bekommt sie im asiatischen Markt oder online. Man kann statt dessen aber auch 芽菜 (yá cài), also eingelegten Pak Choi nehmen. Hatte ich beides nicht, deshalb habe ich  菜脯 (cài pú) - eingelegten Rettich - genommen.

Bombay-Mix ist Knabberei, die ursprünglich aus aus der indischen Küche stammt. Es handelt sich hierbei um frittierte Kichererbsennudeln, manchmal noch mit anderen knusprigen Dingen erweitert, Das Rezept verlangt zwar auch nach frittierten Erdnüssen, aber die waren bei mir im Mix schon drin. Man bekommt den Snack im Asialaden, kann ihn aber auch durch andere Dinge mit Crunch ersetzen.


Sichuanpfeffer trocken anrösten und fein mahlen oder mörsern. Senfknolle fein hacken, Frühlingszwiebelgrün in Ringe schneiden. Nudeln nach Packungsanweisung kochen.  


Einen Topf mit Wasser füllen und den Tofu hineinbröckeln. Aufkochen lassen und vom Herd nehmen. Dann das Wasser abgießen.


Die Saucenzutaten auf vier Schalen verteilen.


Nudeln und Tofu ebenso verteilen und mit dem Topping garnieren.  


So darf das dann serviert werden. 


Gut durchmischen und genießen. Ich mag diese Kombination aus Sesam und Sojasauce, gepaart mit einem Anflug von Schärfe und dem Prickeln des Sichuanpfeffers. Das Gericht zeigt auch mal wieder, das in China neben Geschmack und Optik auch die Textur sehr wichtig ist. Von weich bis knusprig ist hier wieder alles vertreten. Fleisch vermisst man dabei gar nicht.
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Flashback:



Heute vor 12 Jahren: Pikante Bruschetta mit Gemüse

1 Kommentar:

  1. Aaaaah, da isser ja wieder...
    Ich hatte doch tatsächlich schon begonnen mich besorgt zu fragen ob bei dir / euch alles ok ist.
    Eingelegten Senfkohl habe ich da, aber die Knolle sieht ja anders aus - macht das einen Unterschied?
    Ich mag den Geschmack gerne, aber die Blätter und Stängel finde ich oft so unangenehm gnätschig
    also verwende ich den eher selten -schade eigentlich. Da steht mir Kimchi irgendwie näher, aber das schmeckt
    halt dann auch anders.
    Der Bombay mix sieht ja irgendwie lustig aus - hab ich noch nie gesehen. Aber ist arg appetitlich anzuschauen.
    Da mag ich mal die Augen offen halten.

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