Samstag, 13. Dezember 2014

Ravioli mit Ei


Kochen ist die beste Medizin. Gestern ging es mir noch vergleichsweise dreckig, heute habe ich mich so ins Kochen vertieft, dass ich gar keine Zeit mehr zum Husten oder Niesen hatte. 

Wir sind ja noch immer in der Planung des Weihnachtsessens, beziehungsweise Büffets. Hier eine mögliche Vorspeise, die viel hermacht aber kinderleicht hergestellt ist, wenn man in der Lage ist, Nudelteig anzufertigen.

Das interessante an diesen Ravioli ist, dass sie nicht in einer Sauce kommen, sondern durch das Eigelb die Sauce in sich selbst haben.


Die Kleine schläft bei ihrer Freundin, also haben für die Gattin und mich als Vorspeise je ein Raviolo gereicht. Wir brauchen lediglich:
Bei meinem Nudelteig ist es wie bei meinen Pizzateigen. Ich setzte sie immer etwas feuchter an, durch das Ausrollen kommt schon noch genug Mehl in den Teig.

Dieser Teig besteht aus:
  • 400 g Mehl
  • 4 Volleiern
  • 2 Eigelben
  • 1/4 TL Salz
  • 1 EL Olivenöl
Die Teigzutaten schön vermengen und zu einer Kugel geschmeidigen Kugel formen. In Klarsichtfolie wickeln und eine halbe Stunde in den Kühlschrank geben. Wir werden natürlich nicht den gesamten Teig aufbrauchen.



Nachdem der Teig eine halbe Stunde in Folie gewickelt im Kühlschrank gewartet hat, wird er nun mit ordentlich Mehl ausgerollt. Zunächst rolle ich eine Bahn aus, lege diese dann dreifach übereinander, drehe den Teig um neunzig Grad und rolle wieder eine Bahn aus. Dies wiederhole ich solange, bis der Teig die gewünschte Konsistenz hat und nicht mehr klebt. 

Dann wird er hauchdünn gerollt. Die Nudelmaschine ist zwar kaputt, aber es geht auch so.


Nun stechen wir vier Kreise von je 15 Zentimetern Durchmesser aus. Den restlichen Nudelteig frieren wir ein oder verwenden ihn am nächsten Tag.


Eine Spritztülle mit etwas Kartoffelbrei füllen und einen Kranz auf zwei der Kreise spritzen. 


In jeden Kranz geben wir nun ein Eigelb. Das Teigstück wird mit dem Eiweiß bepinselt.


Dann kommt die andere Teigscheibe als Deckel darauf. Schön vorsichtig die Luft herausdrücken und die Ränder gut zusammenkleben. Nicht zu fest drücken, damit das Eigelb nicht beschädigt wird. Wer möchte oder in der Sternegastronomie arbeitet, schneidet die Ränder noch einmal schön sauber ab.


In Salzwasser etwa zwei, aber nicht länger als drei Minuten kochen. Das Eigelb sollte natürlich noch flüssig sein. Servieren und genießen.

Kommentare:

  1. große kunst mit herzinfarkt ravioli ;-) ist bei dir die kreativität ausgebrochen. was haust du denn so am stück raus? ganz schön krasses pensum. hut ab!

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    1. Auch das ist keine wirkliche Eigenerfindung. Ich habe das irgendwann einmal vor Jahren irgendwo gesehen, weiß aber nicht mehr wo. Ich habe mich nur kürzlich,auf der Suche nach einer guten Vorspeise daran erinnert und gedacht, das probierst du jetzt einfach mal.

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    2. habe ich nachts gleich für die mutti nachgebaut. hatte eine frische gemüsebrühe eingekocht, die dafür als basis herhalten konnte.

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    3. Nett, dass du mich so subtil darauf hinweist: es sind natürlich Raviloi und keine Tortellini. Hast du die Teigtaschen in der Gemüsebrühe gegart oder auch darin serviert?

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    4. ich habe die brühe, in der ich die ravioli gekocht habe, dann noch weiter reduziert und mit tomatenmark gebunden. kommt auch noch im blog.

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