Donnerstag, 5. März 2026

Bratreis mit Schweinebauch und Bohnen


In Schloss Westerhausen wird oft Reis gegessen. Meist koche ich dann absichtlich mehr, als ich brauche, denn Reste lassen sich dann am nächsten Tag wunderbar für Bratreis verwenden. Den gibt es hier deshalb  in irgendeiner Form mindestens einmal die Woche, oft kombiniert mit anderen Resten, in diesem Falle Schweinebauch von unserem Suàn ní bái ròu neulich. Bratreis ist also nicht nur lecker, sondern auch nachhaltig.


Den vorgegarten Schweinebauch hatte ich schon erwähnt. Dann waren da noch:
  • 1/2 Dose Kidneybohnen
  • 1 Handvoll Bohnenkeimlinge
Das ist aber kein Muss. Habt ihr andere Reste, nehmt ihr die.

Wichtig sind eigentlich nur:
  • 1 Knoblauchzehe
  • 4 Frühlingszwiebeln
Schweinebauch in kleine Stücke schneiden, etwas größer, als Speck für Bratkartoffeln. Knoblauch abziehen und zusammen mit den weißen Frühlingszwiebelteilen hacken. Mit den Zwiebelgrün ebenso, aber separat verfahren. 
 

  • 2 Kaffeebecher gekochter Reis vom Vortag
  • 2 Eier
  • 1 EL helle chinesische Sojasauce
  • 1 EL dunkle chinesische Sojasauce
  • 1 EL chinesischer Reiswein (Shaoxin)
  • 1/2 EL Doubanjian
Des Weiteren:
  • Prise Zucker
  • Salz
  • Pfeffer
  • Öl
Eier verquirlen.

Warum Reis vom Vortag? Durch das Abkühlen festigt sich die Stärke wieder und der Reis verliert zudem an Feuchtigkeit. Dadurch brät er besser ohne zu klumpen oder matschig zu werden, wie es bei frisch gekochtem der Fall wäre. Aus meiner Erfahrung wird der Bratreis sogar noch besser, wenn man das gekochte Korn vorher eingefroren hat. Beim Auftauen lassen sich die Körner alle sehr gut separieren und alles wird fluffiger. Alternativ dämpfen wir den Reis anstatt ihn zu kochen, dann ist er sofort einsatzbereit.

Ist unser Doubanjiang stückig, hacken wir es kurz ein wenig feiner.


Etwas Öl in einem Wok bei mittlerer Temperatur erhitzen und den Schweinebauch darin auslassen. Ein Spritzschutz ist hier nicht verkehrt.


Beginnt das Fleisch knusprig zu werden, drehen wir die Hitze voll auf, geben weiße Frühlingszwiebeln und Knoblauch dazu und schwenken alles eine halbe Minute gut durch.


Doubanjiang hinzufügen und rühren, bis sich das Öl rot färbt.


Bohnen und Sprossen dazugeben, eine weitere Minute bei hoher Hitze  rühren.


Mit Reiswein ablöschen, helle Sojsauce vom Rand her einträufeln, dann mit Zucker, Salz, und Pfeffer würzen, aus dem Wok nehmen und beiseite stellen.


Wok auswischen, rauchheiß werden lassen, vom Feuer nehmen, Öl hineingeben, herum,schwenken und wieder auf das Maximum erhitzen. So haben wir die Oberfläche versiegelt und nichts haftet an. Das funktioniert allerdings nur in Karbonstalwoks. Ei hinzufügen und mit dem Wokspatel zerpflücken und zu 80 % stocken lassen.


Reis dazugeben und alles gut vermischen. Klumpen auflösen. Drei Minuten bei hoher Hitze und ständigem Rühren braten, bis die Körner trockener werden.


Dunkle Sojasauce und Schweinebauch-Mischung hinzufügen.


Durchmischen und noch weitere drei Minuten unter Rühren braten. Abschmecken.


Wie man sieht, klebt nichts.


Bratreis mit Schweinebauch und Bohnen. Ein leckerer Snack und auch ohne die Einlagen eine gute Alternative für alle, denen weißer Reis zu langweilig ist.
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Flashback:



Heute vor vier Jahren: Tang Cu Pai Gu - Rippchen süß-sauer

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