Mittwoch, 4. Februar 2026

Pastinaken-Cremesuppe

 
"Ich hätte gerne mal wieder eine schöne Suppe", so die Holde gestern Abend mit honigsüßer Stimme zu mir, als wir am Esstisch das Mahl von heute besprachen. "Dein Wunsch sei mir ein Befehl, oh du Königin meines Herzens", erwiderte ich flugs und fügte fragend hinzu: "Dürfte ich gnädigst  erfahren, an was  für ein Süppchen du gedacht hast, mein Augenstern?" "Pastinakensuppe", kam die Antwort wie aus der Pistole geschossen. "Ich hätte gern eine cremige Pastinakensuppe, die hatten wir nämlich noch nicht." "Mach besser erst mal nur ein bisschen und vielleicht ein zweites Gericht, damit wir etwas zu essen haben, falls die Suppe uns nicht schmecken sollte", fügte die Sous-Chefin weise hinzu. "Naturellement! Ich werde morgen auf dem Nachhauseweg von der Zuchtanstalt den Kutscher anweisen, bei einem Spezereiwarenhändler anzuhalten, damit das Nötigste für die Suppe besorgt werden kann. Johann, Sie dürfen jetzt abräumen und dann die Kandelaber im Kaminzimmer im Westflügel entzünden."
 

Wir brauchen:
  • 350 g Pastinaken
  • 1 Zwiebel
  • 1 Stück Lauch
  • 2 Möhren
  • 2 Stängel Sellerie
  • 1/2 TL Pimentkörner
  • 1/2 TL schwarze Pfefferkörner
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 EL frischer Oreganoblättchen
  • Salz
  • 200 ml Sahne
  • Olivenöl
Optional
  • 1 Schuss Weißwein
Man kann natürlich auch die entsprechende Menge  an (geschältem) Knollensellerie nehmen.

Oregano ist nicht zwingend erforderlich, aber der war noch von den griechischen Kartoffeln über, also dachte ich mir: "Rein damit!". Ich hätte sonst stattdessen ein paar Zweige frischen Thymian dazugegeben.

Für eine vegane Version nimmt man ein Sahneersatzprodukt. Ich hab da mit Sojaprodukten sehr gute Erfahrungen gemacht.


Piment, Pfeffer und Lorbeer gebe ich in einen Teefilter. Die Fachkraft nennt das sachet.  Ein Teeei oder ähnliches geht natürlich auch..


Nun stellen wir uns ein Mire Poix her. Dazu schälen wir Pastinaken, Karotten und Zwiebeln und schneiden sie zusammen mit dem Lauch und Sellerie in fingernagelgroße Würfel. 

Gemüse in Olivenöl kurz anbraten. Man sollte hier auch schon mal etwas salzen. Die Würfel müssen hier nicht wie beim Saucenansatz kräftig braun werden, es reicht, wenn die zarten Lauchstücke - wie hier zu sehen - etwas Frabe haben und das Gemüse weich wird. Dann ist nämlich die natürliche Stärke darin in Zucker umgewandelt worden und das ist unser Ziel. Verwenden wir Wein, wäre nun die Zeit, das Gemüse damit abzulöschen und die Flüssigkeit dann etwas reduzieren zu lassen.  


Einen Liter Wasser angießen aufkochen und dreißig Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen.


Das Kräutersäckchen entfernen, Oregano und Sahne hinzufügen, dann alles fein pürieren.


Zurück in den Topf geben und schmecken, ob noch Salz hinzugefügt werden muss.


Nach Wunsch mit etwas gehackter Petersilie oder Schnittlauch für die Optik servieren. Was soll ich sagen? Die Suppe war ein voller Erfolg und ich muss heute Nacht nicht im Kerker des Westerhausenschens Schloss auf einer Steinpritsche schlafen. Croutons wären noch gut, aber da es im zweiten Gang Pasta gab, habe ich darauf verzichtet.


Eins meiner Lieblingsnudelgerichte wenn es um Italien geht: Pasta alla puttanesca. Traditionell mit Spaghetti, hier mit Ziti. Ich weiß, das ist nicht die ideale Sorte für dieses Gericht, aber die Packung stand mir jetzt schon seit einiger Zeit im Weg und musste endlich weg.
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Flashback:



Heute vor drei Jahren: Mercimek Çorbası - türkische Linsensuppe

8 Kommentare:

  1. Zur Zeit esse ich mein Kichererbsenbrot.
    Erstaunlich lecker, der Fladen.

    Ich hatte so ein seltsames Mehl im Schrank,
    ein undefinierbarer Rest in der Dose.
    Dran riechen - könnte wegen
    säuerlicher Geruch Kichererbse sein?
    Wasser dran, ist eh zu trocken,
    wenns so lang steht, dass ich nicht mehr weiss, was drinnen ist.

    JA, es war Kichererbse.
    Also was jetzt mit dem Brei?
    Genau. Fladen backen.

    Ich weiss nicht mehr, wozu ich das gekauft hatte.
    Sicher nicht zum Brot- oder Kuchenbacken.
    Aber das Ergebnis als Fladen ist erstaunlich lecker.

    Nun, prima. Dose leer,
    Inhalt zugeordnet und verbraucht.

    Wenn der Fladen alle ist,
    schau ich mal,
    ob ich Pastinaken auch mal mache.
    So ein Gemüsebrei ist ja oft sehr lecker.

    Allerdings werde ich 1 Zwiebel verarbeiten.
    Auch wenn im Rezept 2 x 1 Zwiebel gefordert wird. ;-)
    Auch wenn im Re

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    1. Danke für den Hinweis. Ich habe die überschüssige Zwiebel wieder zurück in den Gemüsekorb gelegt.

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  2. Nun war die Jagd erfolgreich,
    die erbeuteten Pastinaken
    zucken schon, wenn sie mich sehen.
    Freiwillig springen die doch nicht in den Topf.

    Anscheinend ist grade Pastinaken-Zeit,
    alle Supermärkte überbieten sich grade
    mit Pastinaken - Sonderangeboten.

    Das wird eine schöne Sache.
    Gemütlich schnippeln und morgen essen.
    Heute mag ich nicht mehr.

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    1. Bei uns gibt es das ganze Jahr Pastinaken. Die habe ich immer da, weil unsere Meerschweine (die Haifischeim Gemüse- und Kräutersegment) die lieben.

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  3. Rückmeldung zur Suppe:
    Ich mag das sehr.
    Pastinaken waren bisher Babyfutter.
    Jetzt habe ich die für mich entdeckt.
    Da ich keine Lust zum Schälen hatte,
    wurde meine Suppe etwas dunkler,
    etwas gräulicher. Vielleicht etwas herber.

    Die Gewürzmischung ist sehr lecker.
    Ich hab den Oregano weggelassen,
    das passte für mich nicht so recht.
    Aber der Piment gibt eine besondere Note.

    Ist in meinem Rezeptordner gelandet.
    Dort kommen nur ausprobierte und lecker gefundene Sachen rein :-)

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    1. Das freut mich. Der Oregano war auch nur drin, weil der gehackt da war und ich ihn nicht umkommen lassen wollte. Ich hätte sonst Thymian genommen. Piment an Brühen ist genial.

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