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Donnerstag, 5. November 2020

Auberginen-Curry mit Kokosmilch


Das es auch bei nicht immer Fleisch sein muss, habe ich ja schon mehrfach bewiesen. Im Grunde habe ich ja auch nichts gegen vegetarisches, oder wie heute sogar veganes Essen. Wenn es gut gemacht ist, schmeckt und nachhaltig sättigt, bin ich jederzeit dabei und dann fehlt mir auch nichts. Was ich absolut nicht mag, ist diese Nachbastelei, um die Illusion zu erzeugen, ein Lebensmittel sei etwas ganz anderes, als es eigentlich ist. Das hat vielleicht auch etwas mit enttäuschter Erwartungshaltung zu tun, wenn etwas als Burger angepriesen wird und dann doch nicht wirklich so schmeckt. Kochen hat für mich auch immer etwas damit zu tun, den Eigengeschmack der Zutaten hervorzuheben, nicht ihn zu unterdrücken und mit Hilfe von Lebensmittelaboren Fremdgeschmäcker hinzuzufügen. Diese Problem hat man in Indien in dieser Form nicht. Da wird weitgehend vegetarisch gekocht und keiner käme auf die Idee, ein Lammkotelett aus Linsen herzustellen.

Freitag, 10. Mai 2019

Chicken Curry sri-lankisch


Da musste ich selbst erst mal nachschauen. Heißt das Adjektiv zum östlich von Indien gelegenen Inselstaat sri-lankesisch? Oder sagt man eher nach der Mehrheit der Einwohner "singhalesisch" und verärgert damit vermutlich Minderheiten, wie die Tamilen? Das an Kolonialzeiten erinnernde "ceylonesisch" ist politisch sicher auch nicht en vogue. Tatsächlich heißt es hierzulande wohl "sri-lankisch", womit der heute Exkurs in die Linguistik abgehandelt sein dürfte. 

Von mir aus könnte da auch "Chicken Curry wahnsinnig lecker" stehen, das wäre dann ehrlich, jedoch nicht wirklich zielführend. Zum einen habe ich selten ein Curry Chicken vom indischen Subkontinent gegessen, das nicht "wahnsinnig lecker" war und zum anderen sind die regionalen Unterschiede so erheblich, dass eine Herkunfstbezeichnung hilft, die Übersicht zu bewahren.

Currypulver aus Sri Lanka


Currypulver sind hierzulande sehr beliebt, bieten sie doch auf einfachstem Weg die Gelegenheit, sonst eher komplexe Würzmischungen des indischen Subkontinents zu Hause nachzustellen. Die ehemaligen Kolonialherren (und -damen) im regnerischen London konnten sich so in die Tropen zurückversetzen und in Erinnerungen schwelgen. Aus dem selben Grund ist übrigens die von mir heiß geliebte Worcestershire-Sauce entstanden. Sie ist der Versuch, indische Würzsaucen zu imitieren.