In den 50er Jahren des letzten Jahrtausends, als Kochen noch weitgehend als "häusliche Pflicht" und noch nicht als Hobby betrachtet wurde, kam es irgendwie länderübergreifend zeitgleich zu einer Art Wende. Vermutlich lag dies sehr stark an der flächenbrandartigen Verbreitung von TV-Geräten, denn dort wurden ja auch Kochshows gezeigt. Sei es Clemens Wilmenrod in Deutschland oder Julia Childs in den USA, das Rühren in Kochtöpfen wurde langsam zu etwas, das Freude bereiten konnte. Dabei war der Blick irgendwie immer nach Frankreich gerichtet und man versuchte lokale Hausmannskost und traditionelle Gerichte in einem schicken, für die damilge Zeit moderneren Gewand zu präsentieren. Während Childs und Wilmenrod aber nach wie vor eher die weibliche Bevölkerung als Zielgruppe ansprachen, hatte es sich der schwedische Spitzenkoch, erfolgreiche Restaurateur und letzlich auch Radio- und Fernsehmoderator Tore Wretman (1916 - 2003) schon früh zum Ziel gemacht, auch Männer für die Küche zu begeistern. Neben dem heute thematisierten "Toast Skagen" verdankt ihm die moderne schwedsche Küchen den Sprung ins 20ste Jahrhundert. Darüber sollten wir glücklich sein.
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Mittwoch, 31. Juli 2024
Mittwoch, 3. August 2022
Smørrebrød
Wer kennt ihn nicht, den dänischen Koch der Muppetshow, der "Smørrebrød, Smørrebrød, røm pøm pøm pøm" singt? Da muss ich euch gleich mal zu Beginn enttäuschen, denn den gibt es eigentlich gar nicht. Im Original ist er nämlich ein schwedischer Koch, der in irgendeiner leicht skandinavisch anmutenden Fantasiesprache singt und da wo es bei uns "røm pøm pøm pøm" heißt, erklingt nur ein nicht identifizierbares "borg borg borg borg". Nun haben die Schweden ihr Smörgås und das ist gar nicht mal so verschiedenen vom dänischen Smørrebrød, aber da wir gerade ein paar Tage in Dänemark waren, möchte ich euch heute die dänische Variante des belegten Butterbrotes vorstellen. Es ist sicher hier auch bekannter, als seine schwedische Variante.
Mittwoch, 15. Februar 2017
Ofenkartoffel mit Kräuterquark
Es gibt Tage, da fühlen wir uns so übersättigt, dass wir keine Lust auf großes Tamtam haben. Da darf es ruhig auch mal eine bescheidene Kartoffel mit Kräuterquark sein. Hatten wir zwar auch schon mal hier, aber das ist jetzt fast drei Jahr eher, da darf man sich gerne wiederholen. Außerdem sind diesmal Lachs und Nordseekrabben dabei. Kann man natürlich auch weglassen, deshalb ist das Klassifizierung "vegetarisch" gerechtfertigt. Behaupte ich mal so einfach. Beweis mir doch einer das Gegenteil.
Montag, 1. August 2016
En dreng
Keine falsche Freude, ich lebe noch. Ich hatte nur, wie erwähnt, die Woche einen lieben alten Freund aus Dänemark zu Besuch, den ich zehn Jahre nicht gesehen habe. Es gab viel zu besprechen, zum Beispiel das Thema "Larsenschwäche", die wichtige Aufforderung "Achtung! Bockwurstwerfer, volle Deckung!", die ordentliche Reihenfolge im deutschen Haushalt ("smutzikmachen - zaubermachen) und nicht zuletzt die Erkenntnis, dass in Schweden Parkautomaten trasig sein können. Natürlich wurde auch gekocht und gegessen, aber meine - in diesem Fall äußerst erfreulichen - Pflichten als Gastgeber haben mich vom Schreiben abgehalten. Trotzdem habe ich viel über dänische Kultur gelernt und werde mich demnächst ausführlich mit dem "Kultfilm" Firmaskovturen (1978) beschäftigen (Skål, bror lort). Unser Gast hat dafür sein Deutsch verbessern können, da ihm die Gattin und besonders die Sous-Chefin auf charmante Art und Weise Unterricht gegeben haben.
Montag, 11. Juli 2016
Schweden 2016: Smörgås
Das Konzept, zum Abendbrot Brot zu essen, ist mir zwar ein gänzlich fremdes, scheint aber durchaus Potential zu haben. In Schweden isst man gerne kleine Happen als offene Sandwiches, das sogenannte Smörgås (das Pendant zum dänischen Smørrebrød). Üblicherweise ist das mit Krabben oder Räucherfisch belegt, aber auch Schinken ist nicht selten. Die Grundlage ist meist Weißbrot, Knäcke oder ein, oft mit Malzsirup gesüßtes Schwarzbrot. Das kennt man bestimmt aus dem bekannten schwedischen Möbelhaus.
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