Da wären wir also. In Italien. Genauer gesagt in Vicenza, Provinz Veneto. Ich sitze hier um 21.00 Uhr bei immer noch gefühlten 30°C auf der Terrasse unserer Ferienwohnung, trinke einen eiskalten Rosè und wünsche allen Zikaden und Grillen in den umliegenden Zedern und Büschen einen schnellen Tod. Wie kann man nur so einen Lärm veranstalten? Ich muss tatsächlich mal nach einem Rezept für geröstete Schrecke suchen. Obwohl es ja schon feige Viecher sind - den ganzen Tag einen auf laut machen und kaum schleicht die Eidechse über die Äste oder die Taube landet im Baum, ist von den Orthopteren nichts mehr zu hören. Aber so ist die Natur.
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Sonntag, 15. Juli 2018
Sonntag, 24. Juli 2016
Schweden 2016: Nachlese
Vierzehn Tage wie im Flug - Urlaub ist eigentlich immer eins: zu kurz. Aber wir wollen nicht undankbar sein, denn es war eine unvergessliche Zeit, die nach einem arbeitsreichen Jahr für viel Entspannung und Ausgleich sorgte. Klar kann man die schönste Zeit des Jahres auch in Luxushotels oder Ferienhäusern mit Whirlpool, Sauna und was weiß ich noch verbringen, aber uns reicht ein Platz zum Schlafen, die Möglichkeit hygienisch auf dem Laufenden zu bleiben und natürlich ein Kochgelegenheit. Die meiste Zeit sind wir ohnehin auf Achse, sei es um zu Schwimmen oder Land und Leute zu erkunden und in die Sauna gehe ich auch zu Hause nicht. Deshalb waren wir ja auch jahrelang mit Zelturlauben zufrieden. Gut, auch hier wurde es immer luxuriöser und wir waren zuletzt mit einem 34 Quadratmeter Zelt, Kühlschrank, Kaffeemaschine und Wok unterwegs, aber es hat immer Spaß gemacht. Wenn ich bedenke, dass dieses Haus, das für 8 bis 10 Personen ausgewiesen war und auf zwei Etagen über vier Schlafräume, zwei Badezimmer, eine Küche und ein Wohnzimmer verfügte für zwei Wochen gerade einmal 1000,- Euro gekostet hat, ist das schon der umgangssprachliche Hammer. Es war, wie gesagt, keine Luxusvilla, sondern eher zweckmäßig eingerichtet - aus jedem Dorf ein Köter - aber das ist mir ehrlich gesagt egal. Ich erinnere mich an Ferienhäuser in Schweden vor fünfundzwanzig Jahren, wo man zur Toilette in einen Holzverschlag mit Donnerbalken musste, der ein paar Schritte vom Haus entfernt im Wald stand. Insofern ist ein WC im Haus (hier sogar zwei) tatsächlich Luxus.
Freitag, 22. Juli 2016
Schweden 2016: Time to say Goodbye
Letzter Abend und wir waren essen. An "unserem Haussee", dem Ragnerudssjön, liegt ein netter Campingplatz - einer der ruhigsten, den ich kenne - und dort gibt es ein Restaurant, das uns wärmstens empfohlen wurde. Es wird von der Tochter des Platzbesitzers geführt. In den Wintermonaten leitet sie auch einen Gastronomiebetrieb in einem Skigebiet in Nordschweden. An unserem letzten Abend wollten wir das Restaurant am See einmal testen. Freitags gibt es dort nicht à la carte, sondern ein Grillbüffet, aber das stört mich nicht. In Sachen Fleisch habe ich definitiv Nachholbedarf, also habe ich heute so richtig zugeschlagen.
Mittwoch, 20. Juli 2016
Schweden 2016 - Flygande Jacob
Wenn man nach dem schwedischen Lieblingsgericht befragt wird, ist die Antwort vermutlich Köttbullar. Oder meinetwegen auch Elchschinken. Aber auf etwas mit Chilisauce, Huhn, Erdnüssen und Bananen werden wohl nur Schweden-Kenner oder Liebhaber von Nischen-Kochrezepten kommen. Der "fliegende Jakob" ist retro as it gets, vermutlich also das schwedische Pendant zu unserem Toast Hawaii. Es wurde von einem Frachtflugmittarbeiter namens Ove Jacobsson erfunden und 1976 von der Zeitschrift All om Mat veröffentlicht. Wer möchte, kann sich das Originalrezept hier ansehen.
Dienstag, 19. Juli 2016
Schweden 2016: Ägirs Früchte
Ägir - auch Hlér oder Gymir - ist der Gott der Meere in der germanisch / nordischen Mythologie. Wir sind hier in Wikingerland, also ist alles, was im Meer kreucht und fleucht zumindest symbolisch seinem Reich zuzuordnen. Und davon ist einiges extrem lecker. Aber irgendwie schient Essen hier in den Hintergrund zu geraten. Das wird, so verspreche ich, zu Hause wieder anders werden. Einstweilen genießen wir mehr das Betrachten der Natur denn das, des gedeckten Tisches.
Samstag, 16. Juli 2016
Schweden 2016: Köttbullar mit Rahmsauce
Man war nicht in Schweden, ohne Köttbullar gegessen zu haben. Ich habe hier schon ein Rezept für diese kleinen, schwedischen Hackbällchen, die hierzulande durch Urlaube, Astrid Lindgren und eine große Möbelhauskette bekannt geworden sind, aber dieses hier, das ich auf einer schwedischen Webseite gefunden habe, erscheint mir um Längen besser, also teile ich es mit der deutschsprachigen Welt.
Freitag, 15. Juli 2016
Donnerstag, 14. Juli 2016
Schweden 2016: Janssons Frestelse
Die großen französischen Kartoffelgratin-Klassiker hatten wir schon, heute kommt eine Variante aus Schweden dazu. Janssons frestelse, zu deutsch Janssons Versuchung, ist schnell zubereitet, sättigend und ungemein lecker. Eigentlich wird dieser Auflauf als Beilage zu Fleisch gereicht, ich könnte den aber auch einfach so ohne alles andere essen.
Mittwoch, 13. Juli 2016
Schweden 2016: Pizza vom Blech
Wusstet ihr, dass der dänische Koch in der Muppetshow im Original Schwede ist? Die Devise ist also nicht Smørrebrød - im schwedischen gibt es kein "ø" - sondern heute Pizza. Das geht immer und überall. Gut, ich habe meinen Pizzastein nicht mitgenommen und musste auf dem Backblech backen, aber zumindest das Teigrezept und das der Sauce ist dasselbe wie immer. Für das Blech habe ich den Teig etwas dicker gelassen. Das Ganze ist dann eher ein Pizzakuchen, aber nicht minder lecker.
Dienstag, 12. Juli 2016
Schweden 2016: Wir Smögen es!
Letztes Jahr beim Zelten schien hier kochtechnisch schon mehr los zu sein. Dieses Mal läuft das alles etwas langsamer an und fällt auch insgesamt einfacher aus. Wer sich wundert, warum es in diesem Urlaub noch keine Steaks von Weiderind gab, kennt vermutlich die Fleischpreise hier noch nicht. Umgerechnet zehn Euro für 400 Gramm eingeschweißte Schnitzel sind in Supermärkten keine Seltenheit. Aber keine Angst, das geht hier schon noch los. Außerdem ist der Sommer noch lang und spätestens zu Hause wird dann wieder losgelegt.
Montag, 11. Juli 2016
Schweden 2016: Smörgås
Das Konzept, zum Abendbrot Brot zu essen, ist mir zwar ein gänzlich fremdes, scheint aber durchaus Potential zu haben. In Schweden isst man gerne kleine Happen als offene Sandwiches, das sogenannte Smörgås (das Pendant zum dänischen Smørrebrød). Üblicherweise ist das mit Krabben oder Räucherfisch belegt, aber auch Schinken ist nicht selten. Die Grundlage ist meist Weißbrot, Knäcke oder ein, oft mit Malzsirup gesüßtes Schwarzbrot. Das kennt man bestimmt aus dem bekannten schwedischen Möbelhaus.
Sonntag, 10. Juli 2016
Schweden 2016: Day 1
Gestern morgen, in aller Frühe, begann unsere diesjährige Urlaubsreise mit dem Ziel Westschweden. Den Staus scheinbar immer eine Nasenlänge voraus, kamen wir eigentlich gut durch und auch die leider wieder stattfindenen Grenzkontrollen verzögerten die Reise nicht signifikant, obwohl ich lieber darauf verzichten würde. Ein Europa der offenen Grenzen war mir schon sympathischer. Damit man nicht in Zeitdruck gerät, entschieden wir uns gegen die Benutzung von Fähren, und passierten Storebælt und Øresund über die Brücken.
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