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Dienstag, 27. Juni 2017

Neues vom Spießer


Es war mal wieder an der Zeit, die Gattin ist wieder ein Jahr schöner geworden. Wie es sich für den zeitgleich stattfindenden Sieberschläfertag so geziemt, hat es natürlich nach einem schönen Nachmittag pünktlich zum Entzünden der Grillkohle begonnen zu regnen. Das stört mich aber nicht, da bin ich eisenhart. Momentan bin ich in Schaschliklaune, also habe ich auch heute dieses Thema weiter verfolgt. Zunächst einmal die Lieblingsspieße der Gerburtstagsfrau: Hähnchenspieße nach japanischer Art.

Sonntag, 25. Juni 2017

Schaschlik in tomatiger Marinade


Heute war ich mal wieder Spießer, aber auf eine leckere Art und Weise. Ich liebe ja Schaschlik auf russische oder kaukasische Art. Schöne saftige Fleischstücke, außen knusprig, innen zart und vollem Geschmack. Diesmal habe ich mich für eine tomatige Marinade entschieden. Ich habe außerdem einen Tipp ausprobiert, den ich im irgendwo mal gelesen habe, nämlich der Marinade eine pürierte Kiwi beizufügen. Das hat weniger geschmackliche Gründe, sondern eher chemische. Die Frucht enthält nämlich, ähnlich wie Ananas und Papaya, ein Enzym, das Fleisch zart machen soll. Fazit vorweg: ob das nun im Endeffekt etwas gebracht hat, kann ich nicht wirklich sagen. Das Fleisch war tatsächlich zart, aber auch Essig und Zwiebel wirken ähnlich und in wie weit das Enzym einen drei Zentimeter Würfel in vierundzwanzig Stunden durchdringen kann, weiß ich nicht. Geschadet hat es jedenfalls nicht, aber ich denke, es geht auch ohne Kiwi.

Samstag, 16. April 2016

Russisches Schaschlik


Schaschlik kennen wir ja hierzulande meist aus Imbissbuden, wo gegrillte Spieße mit Fleisch, Paprika und Zwiebel, obskurer Sauce und pappigen Brötchen serviert werden. Da hat man meist länger etwas von, denn entweder kaut man tagelang auf den Dingern herum oder sie liegen wie Steine im Magen. Das hat aber mit dem eigentlichen Schaschlik nicht viel zu tun. Dieses stammt ursprünglich aus der Region des Kaukasus, ist aber auch in Tundra und Taiga beliebt. Deshalb begeben wir uns heute, zumindest geschmacklich, in das Land, in dem der Bär Kasatschok tanzt und der Elch dazu die Balalaika spielt: Russland. Dort wird gegrillt und zwar - na klar, Herr Zar - Fleisch, auf Spießen mit etwas Zwiebel und sonst nichts. Gemüse scheint da etwas zu sein, das grundsätzlich eher anderen passiert, was mir eigentlich gar nicht mal so unsympathisch ist. Und wenn wir hier von Spießen reden, meinen wir keine hölzernen Zahnstocher, sondern SPIEßE. Aus Metall geschmiedet und geeignet, eine Armee von Säbelkämpfern damit auszurüsten. Das Schaschlik wird dann meist ohne Rost in Kästen mit glühendem Birkenholz eingehängt und gegrillt.