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Dienstag, 29. Dezember 2020

Zum 7. Blog-Geburtstag: Jakobsmuscheln mit Trüffel und Scholle auf Tomatensalat


Vor genau sieben Jahren habe ich mich abends aus einer spontanen Laune heraus hingesetzt und die ersten Zeilen für diesen Blog geschrieben. Ich war mir noch beim Tippen gar nicht mal sicher, ob ich das überhaupt online stellen würde. Letztlich habe ich es dann doch gemacht und es freut mich, dass die Kombination meiner Liebe zum Kochen, Knipsen und Schreiben scheinbar Anklang findet. Das ist mehr, als zu erwarten war, denn eigentlich ist das hier ja ein privates Vergnügen und nicht der Versuch, reich und berühmt zu werden. Wenn dann auch noch Generationen nach mir hier nachlesen können und nicht, wie ich, bedauern müssen, die Altvorderen nie nach Rezepten gefragt zu haben, um so besser. Ich mache jedenfalls so weiter, wie bisher.  Wenn ihr mir dann auch in Zukunft gewogen bliebt, ist das ein Plus. Heute habe ich dem Blog erst mal ein paar Jakobsmuscheln à la Gordon Ramsay als Vorspeise spendiert.

Mittwoch, 3. Juni 2020

Potted shrimps auf Toast Melba


Ein böser Witz behauptet, dass neben "1000 Jahre deutscher Humor" der Titel "Die Geheimnisse der britischen Kochkunst" zu den noch zu schreibenen Büchern gehört. Damit tut man sowohl unserer lustigen Volksseele (schunkel, schunkel, Narrhallamarsch!) als auch den kulinarischen Gepflogenheiten auf der Insel Unrecht. Man entdeckt doch immer wieder britische Klassiker die großartig sind. Manchmal sind es auch nur Kleinigkeiten, wie diese potted shrimps, die begeistern. Ich weiß aus zuverlässiger Quelle, dass diese buttrigen Garnelen auch großen Anklang bei der Queen finden und die stammt ja bekannterweise aus dem "Haus Sachen-Coburg und Gotha", das wiederum aus dem House of Hanover entstand und erst im Zuge des Ersten Weltkriegs aus Imagegründen in Windsor, dem Namen des Stammsitzes der Familie, umbenannt wurde. Man sieht, hier trifft britische Kochkunst durchaus auf deutschen Humor.

Freitag, 8. Februar 2019

Grünschalmuscheln mit Knoblauchdip


Die Gattin äußerte den Wunsch, mal wieder Grünschalmuscheln essen zu wollen. Ja, wir wissen, dass die nicht regional sind, sondern um die ganze Welt gereist kommen. Frisch bekommt man sie hier auch so gut wie gar nicht. Also muss man zu Tiefkühlware greifen. In diesem Zustand sind sie bereits blanchiert und kommen in halber Schale. Ich finde aber, für ein TK-Produkt schmecken die Dinger gar nicht mal schlecht und es lässt sich zum Beispiel ein leckeres Fingerfood nach Art spanischer Tapas aus ihnen herstellen. 

Samstag, 19. Januar 2019

Oysters Rockefeller - gratinierte Austern oder: die Farbe des Geldes


Wir befinden uns im New Orleans des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Die Mississippi-Metropole ist ein Schmelztiegel. Hier vermischen sich europäische Elemente mit kreolischen, afrikanischen und karibischen. Das spiegelt sich natürlich auch im Essen wieder. Die gehobene Küche ist natürlich deutlich französisch geprägt und so verwundert es nicht, wenn escargot, also Schnecken, ein beliebtes Mahl zu dieser Zeit sind. 1889 muss es nun zu einer Knappheit dieser Tiere gekommen sein, also kam Jules Alciatore, der das Restaurant Antoine's zwei Jahre vorher von seinem Vater und Gründer Antoine Alciatore übernommen hatte, auf die glorreiche Idee, die Gastropoden durch Austern zu ersetzen, die im nahen Golf von Mexiko zuhauf zu finden waren. 

Samstag, 15. Dezember 2018

Auberginen-Avocado-Creme


Die Idee zu diesem Dip kam mir im Fluge. Sozusagen. Wir kennen ja alle diese mediterranen Stände auf Märkten oder vor Einkaufsläden, bei denen man zwei getrocknete Tomaten und ein Stück Schafskäse kauft und es immer 23,97 Euro kostet, egal wie. Und während man sich noch fragt, wer eigentlich diese unnatürlich aussehenenden Garnelenattrappen aus Surimi kauft, steckt einem der Verkäufer schon unvermittelt ein Stück Sesamkringel mit einer Käsecreme zum Probieren in den Rachen. So auch mir geschehen neulich. Ich wollte nur ein Fladenbrot und zack kam ein Stück Auberginen-Avocado-Creme angeflogen. Ich kostete, sagte artig danke, zahlte die 23,97 Euro für das Fladenbrot und dachte mir, dass man die Creme auch selber machen kann.

Samstag, 31. März 2018

Auberginenkaviar


Kennt ihr das auch? Da steht man den ganzen Tag in der Küche und bereitet Kram für das österliche Brunch mit Büffet am Ostersonntag vor und plötzlich ist es zehn Uhr und man stellt fest, dass man den ganzen Tag keine richtige Mahlzeit zu sich genommen hat. Trotzdem hat man keinen Hunger, den das hier mal abschmecken und da mal probieren machen am Ende auch satt. Also gab es eben gerade nur ein wenig von der fantastischen Auberginencreme, die ich bis morgen schon mal im  Kühlschrank durchziehzen lassen möchte. Das Rezept ist vegan und stammt von Gordon Ramsay, der es in seinem ersten eigenen Restaurant - sinnigerweise Aubergine genannt" als Aubergine Caviar auf der Karte hatte. Aber keine Angst, auch wenn Ostern ist kommen da keine Eier und schon gar keine von Fischen rein. Ich denke, es sollte einfach vornehm klingen, also bleibe ich bei dem Namen.

Mittwoch, 7. Februar 2018

Butterflied Garlic Shrimps


Die einfachen Sachen sind oft die besten. Natürlich macht es Spaß, aus tausend Gewürzen, Pasten und Saucen ein indisches Curry zu zaubern, aber gerade in der feinen Küche gilt der Grundsatz: weniger ist mehr. Hat man gute Grundzutaten, sollte man nicht gegen sie anwürzen, sondern Kombinationen wählen, die sich gegenseitig heben. Seafood, Knoblauch und Zitrone, zum Beispiel, bilden eine delikate Menage à trois. Das weiß natürlich auch der französische Starkoch Éric Ripert, dessen Flaggschiff Le Bernardin in New York City nicht nur mit 3 Michelin-Sternen dekoriert ist, sondern auch regelmäßig in der Liste der weltbesten Restaurants zu finden ist.

Dienstag, 6. Dezember 2016

Eingelegte Pilze


Mit den Festtagen steht auch das einen oder andere Büffet ins Haus. Da machen sich kleine Antipasti-Geschichten eigentlich immer ganz gut. Hier eine schnelle Probe. Und wenn ich schnell sage, meine ich auch schnell. Da passt es gut, dass ich wegen zwei Sätzen Englischarbeiten auf meinem Schreibtisch ohnehin keine große Zeit zum Kochen habe.

Montag, 26. September 2016

Gebackene Feigen im Speckmantel


Das ist hier wirklich keine Mitleidstour oder fishing for compliments, es ist eher zum Haare ausraufen. Auch das hier hätte optisch ein Knaller sein können, sieht aber aus, wie eine verbrannte Ofenkartoffel oder ein in der Mikrowelle explodierter Schokokuss. Letztlich ist das hier aber nur halb so schlimm, denn es war nur ein Experiment, das weiter verfeinert werden muss, sowohl optisch als auch inhaltlich. Immerhin wage ich zu behaupten, auf dem richtigen Weg zu sein.

Sonntag, 21. August 2016

Tapenade provençale


Heute habe ich eine Tapenade im Angebot. Das ist so provenzalisch wie es nur geht, eben auch der Name. Dieser entstammt nämlich dem Okzitanischen, zum dem die provenzalische Sprache gehört und bezeichnet eine Zutat der würzigen Paste: tapenos, zu Deutsch: Kapern.

Sonntag, 6. März 2016

Kleine Hähnchenfrikadellen Thai-Style


Schwesterherz macht gerade "Geschenkt ist noch zu teuer" Erfahrungen. Durch einen Schaden in einem Drainagerohr ist Feuchtigkeit ins Mauerwerk des Untergeschosses gedrungen. Da musste draußen ordentlich gegraben werden und auch im Innenbereich mussten Wände geöffnet werden, so dass Verlassen und Betreten der eigenen vier Wände zu einer Art Takeshis Castle wurde. Vom Dreck, der sich im gesamten Wohnbereich breitmachte, ganz zu schweigen. Die baulichen Maßnahmen sind soweit beendet und heute war "Putz- und Ata-Tag", wie Schwiegermutter sagen würde, und wir haben ihr natürlich geholfen, dem Chaos Herr, beziehungsweise Frau zu werden. Damit uns zwischendurch nicht die Kraft ausgeht, habe ich MinifrkadellenGuacamole und Nudelsalat gemacht. Da mir danach war, habe ich auch noch eine Ladung Hähnchenfleisch in köstliche kleine Thaiklopse verwandelt. Wie? Nach einem kurzen Einschub wird es verraten.

Montag, 18. Januar 2016

Mozzarella in carrozza


Ich weiß zwar nicht, wer nun den Käse zum Bahnhof gerollt hat, aber dieser Mozzarella hier ist auf jeden Fall in der Kutsche unterwegs - in carrozza. Gut, es geht nicht zum Bahnhof, dafür aber in die Pfanne und damit uns der Käse da nicht in alle Himmelsrichtungen zerläuft, dienen Brotscheiben als Kutsche auf dem Weg durch das Bratfett und von dort zum zum Teller. Ja, die Menschen in Neapel wissen sich halt zu helfen und haben so einen leckeren Klassiker geschaffen, der die Zierde eines jeden Antipastitellers sein kann. Aber auch im angrenzenden Latium ist "Mozzarella in der Kutsche" beliebt. Ich stelle heute hier drei Varianten vor. Also, einsteigen, die Türen schließen und den Kutscher während der Fahrt nicht ansprechen.

Donnerstag, 24. Dezember 2015

Datteln im Speckmantel


Eine leckere Knabberei mit hohem Suchtfaktor: Datteln im Speckmantel. Kennt man entweder aus der Tapas-Bar oder von Siebziger-Jahre-Parties, auf denen diese kleinen Happen neben Würstchen im SchlafrockSpargel-Kochschinkenröllchen und mit Fleischsalat gefüllten Tomaten nicht fehlen durften. Schnell herzustellen und in der Kombination herzhaft-süß eigentlich trotzdem raffiniert.

Mittwoch, 17. Juni 2015

Montaditos mit Zucchini, Ziegenfrischkäse und Orangenmarmelade


Hier eine schnelle und unkomplizierte Leckerei, die ich neulich auf einem Blog entdeckt habe und mich sofort entschied, das nachzumachen. Montadito - das ist die spanische Variante des Canapés. Normalerweise handelt es sich hierbei um kleine Happen, Tapas nicht unähnlich, die auf Brotstücken serviert werden. Hier jedoch dient die Zucchini als Brotersatz. Die Häppchen sind im Handumdrehen gemacht, sehen phantastisch aus - besonders auf Büffets - und schmecken zudem auch noch lecker.

Sonntag, 17. Mai 2015

Sliders


So, gestern gab es unter anderem Burger vom Grill. Die Reste wurde heute verwurstet. Es war noch etwas Teig für Buns und ein kleiner Rest Rinderhack übrig, aber nicht genug, um uns drei zu versorgen. Also habe ich Sliders gemacht, kleine Miniburger, die mit einem Happen in den Mund "heineinrutschen "(= sliden), das perfekte Fingerfood also. Auf Partys, besonders auf Kindergeburtstagen, kommt so etwas immer gut an und die einzige wirklich "zeitraubende" Handlung, ist das Backen der Brötchen. Aber wer weiß, vielleicht gibt es die auch in dieser Größe sogar bereits fertig zu kaufen.

Montag, 16. Februar 2015

Fliegenpilze


Alle Jahre wieder feiert die Grundschule der Kleinen am Rosenmontag Karneval. Da ich ja arbeitstechnisch Nordrhein-Westfale bin, habe ich heute frei und kann etwas für das Frühstücksbüffet der Klasse vorbereiten. Auch dieses Jahr mussten es unbedingt Radieschenpilze sein, das ist fast schon so eine Art Tradition geworden. 

Montag, 19. Januar 2015

Molekularküche


Auch ich bin vor Jahren einmal dem Hype der Molekularküche erlegen. Nicht, dass ich mich intensiv damit beschäftigt hätte, aber ich war einfach neugierig. Und tatsächlich, da gibt es recht spannende Sachen.

Freitag, 16. Januar 2015

Blätterteig Knabbereien


"Jawohl, Euer Ehren, ich gestehe, den Blätterteig selbst gekauft zu haben".

Ganz ehrlich, Blätterteig habe ich noch nie selbst gemacht, kommt aber vielleicht auch irgendwann. Ich benutzte ihn selten, aber wenn, dann aus dem Kühlregal und nicht tiefgefroren, einfach weil es schneller geht und man nichts auftauen muss und gleich loslegen kann.

Montag, 12. Januar 2015

Flusskrebs-Canapés


Bevor wir zu den Flusskrebsen kommen eine kurze Vorbemerkung. Das Essen für heute ist optisch nicht so ausgefallen, wie ich es mir erwünscht hätte. Irgendwie waren die Bilder entweder verwackelt oder sahen inspirationslos aus. Geschmeckt hat es zwar, aber in dieser Form nicht als eigener Eintrag präsentabel. Was gab es überhaupt? Selbstgemachtes Pfannengyros mit Zwiebeln, Tomaten und Käse in Pizzateig zu einem "Rollo" geformt.

Dienstag, 23. Dezember 2014

Hähchenleberpastete


Crostini - knusprig getoastete Weißbrotscheiben - kennt man ja hierzulande vom Italiener meist mit Bruschetta belegt serviert. In der Toskana wird aber auch gerne eine deftige Pastete aus Hähnchenleber, Rotwein und Sahne darauf gestrichen. Lecker, keine Frage, aber auch sehr, sehr gehaltvoll. Hier eine leichtere Variante, die ich in ähnlicher Form schon einmal hier vorgestellt habe. Diesmal habe ich aber auf den Calvados verzichtet und statt dessen Apfelessig und etwas Honig genommen. Ein Zutatenfoto erübrigt sich also.