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Donnerstag, 7. März 2024

Hähnchenbrust in Champignonrahm


Es kommt selten vor, aber manchmal habe ich Lust auf das, was ich einen "Gasthausteller" nenne. Und genau wie in Gasthäusern, wo man Essen schnell und unkompliziert auf den Tisch bekommen muss, ist auch dieses Gericht pflegeleicht und im Handumdrehen zubereitet. Das Ergebnis ist dann in der Regel äußerst lecker, wenn auch retro as it gets und optisch auch nicht so, dass ich mir einen Preis dafür verleihen würde. Aber was muss,das muss und wenn man einen Jieper auf etwas hat, sollte man auf Verzicht ...  äh .. verzichten. Hier also meine Hähnchenbrust in Champignonrahm.

Mittwoch, 15. November 2023

Rahmgulasch vom Rind


Hier noch ein Nachtrag von neulich, den ich euch nach ein wenig Überlegung nun doch nicht vorenthalten möchte: ein bodenständiges Rahmgulasch vom mit leckerer, cremiger Sauce und zartem Fleisch. Ich weiß, die geschätzten Freunde aus Österreich werden nun wieder aufschreien, dass dies kein Gulasch sei und vermutlich wären Freunde aus Ungarn auch nicht glücklich damit, aber für mich ist das so gut und außerdem ein Stück weit Kindheitserinnerung, denn so (oder so ähnlich) gab es das bei uns früher so manchen Sonntag.

Mittwoch, 15. Februar 2023

Würtschen im Schlafrock


Manchmal bekomme ich Angst vor mir selbst, besonders wenn mich plötzlich seltsame Essensgelüste überkommen. So auch heute, wo ich ganz spontan "Würstchen in Blätterteig" im Kopf hatte. Ein hastig durchgeführter Schwangerschaftstest fiel negativ aus, also kann ich es nicht auf die Hormone schieben, ich bin vermutlich tatsächlich hin und wieder kulinarisch pervers. Nun, ja Würstchen im Schlafrock sind ja nicht unbekannt. Sie  hatten hierzulande irgendwann in den 50er bis 70ern ihre Hochzeit. In den USA und Großbritannien sind ähnliche Gerichte nach wie vor unter Namen wie sausage roll oder pigs in a blanket - je nach verwendetem Teig oder Wurstform - sehr beliebt. Meine Version hat einen kleinen Twist und ist dadurch besonders lecker, auch kalt. Also bitte anschnallen, die nächste Fahrt geht rückwärts. 

Samstag, 21. Mai 2022

Rumpsteak Strindberg


Es gibt klassische Gerichte, die zeitlos sind. Andere haben eindeutig ihre Epoche. Steak Diane ist so ein Beispiel. Das hat seine Zeit eindeutig in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und verschwand danach von den Speisekarten dieser Welt. So auch das Rumpsteak Strindberg. Das geht auf den deutschen Koch Alfred Walterspiel zurück, der in seiner Karriere international tätig war und eben auch in Skandinavien Station machte. Ob er da in der Namensgebung seines Gerichts durch den schwedischen Schriftsteller August Strindberg beeinflusst war, weiß der Geier und den frage ich heute nicht mehr, denn der hat auch mal irgendwann mal Feierabend - nicht wahr, Herr Petry?.

Montag, 16. Mai 2022

Münchner Schnitzel

Ich habe heute nicht viel Zeit zu schreiben, will euch aber trotzdem eine Kleinigkeit zeigen, die ich neulich gesehen habe und ausprobieren musste. Es ist eigentlich nicht mal richtig ein Rezept, sondern mehr eine Variation: Das Münchner Schnitzel oder, je nachdem, Schnitzel Münchner Art. Dabei handelt es sich im ersten Fall um ein Gericht aus Kalbsfleisch und im zweiten aus einem anderen Fleisch, meist Schwein oder auch Huhn.

Montag, 2. Mai 2022

Tartar

Nachdem ich nun ständig in Kochsendungen gesehen habe, wie Leute Tartar (englisch: steak tartare, respektive französisch: tartare de bœufessen, hatte ich jetzt mal wieder so richtig Lust auf diesen Vorspeisen-Klassiker. Ich habe das vor Jahren da letzte Mal gegessen und da war die Fleischqualität nicht so überzeugend und das Ergebnis somit nicht wirklich befriedigend. Ich selbst habe das noch nie zubereitet, aber das macht nichts. letztlich ist Tartar auch nur der edle Cousin des Mettbrötchens oder eine ungebratene Frikadelle. Das sollte ich wohl hinbekommen. Gute Zutaten kann ich mir immerhin mittlerweile leisten, also wir es daran auch nicht scheitern.

Dienstag, 26. April 2022

Cremiges Sekthuhn


Manchmal, wenn ich keine Ahnung habe, was ich kochen soll, lege ich Zeptern und Reichsapfel beiseite, richte die Krone und erhebe ich mich von meinem güldenen Thron. Dann durcheile mit wehenden Rockschößen festen Schrittes das heimische Schloss und begebe mich zur alten Bibliothek, steuere auf die Regalreihe mit Kochbüchern zu, erklimme die Leiter und ziehe mit geschlossen Augen zufällig einen der alten Folianten aus der ihm zugewiesenen Nische. Dann setze ich mich an einen der schweren Eichentische und schlage wahllos eine Seite auf. Das dort befindliche Rezept studiere ich dann im Licht der Kandelaber und lerne es auf der Stelle auswendig. Zurück in der Schlossküche kann das Kochen beginnen. Zufallswahl des Tages: "Prickelnde Hähnchenbrust" aus dem Buch Die gute Deutsche Küche (1983) des ehemaligen TV-Starkochs, per Haftbefehl gesuchtem Steuerflüchtlings und im Jahre 2021 an einem Herzinfarkt verstorbenen Max Inzinger. 

Donnerstag, 5. August 2021

Spätzle zu Zwiebelrostbraten


Heute habe ich einmal mehr die Gelegenheit, eine Landsmannschaft gegen mich aufzubringen: ich wildere im Land der Schwaben und mache Spätzle. Ich habe mir nämlich so eine praktische Reibe gekauft, mit denen die Dinger wie hanggeschabt aussehen - zumindest für einen Nicht-Schwaben wie mich. Natürlich habe ich auch schon mal versucht, mit der Hand zu schaben und so schlimm war das Ergebnis auch gar nicht, aber so geht das eindeutig komfortabler und ich habe mit einigem Stolz auf mein fertiges Produkt geschaut und gedacht: "Ha noi - des isch fei saumäßig guad!"

Mittwoch, 4. August 2021

Urlaub 2021


Dieser Urlaub war in mehrerer Hinsicht anders, als andere. Zum einen war auf Grund der aktuellen Pandemielage eine langfristige Planung nicht möglich, da man sich im Vorfeld natürlich nicht sicher sein konnte, welche Regeln für Hotels und Pensionen im Juli und August gelten würden. So mussten wir eher zeitnah buchen und dann eben das nehmen, was an Zimmern zur Verfügung stand. Dann kam auch noch das Hochwasser und mit ihr die Frage, ob man zu solchen Zeiten überhaupt in mehr oder weniger betroffene Gebiete fahren kann. Man möchte ja auch nicht als "Elendstourist" erscheinen. Eins vorweg, diese Befürchtung war grundlos, denn man empfing uns überall mit offenen Armen und drückte auch mehr als nur einmal den Dank aus, dass wir trotz aller Umstände dort hingefahren und die örtliche Gastronomie und das Hotel- und Pensionswesen unterstützen würden. Zwei Dinge habe ich in Süd-Westdeutschland gelernt: erstens, dass die Leute sehr freundlich sind - in Worms konnten wir zum Beispiel keine zwei Meter gehen, ohne das irgendein Rentner aus dem Gebüsch gesprungen kam, um zu fragen, ob wir Hilfe bräuchten - und zweitens: kleine Portionen können die nicht.

Sonntag, 16. Mai 2021

Schwenkbraten à la Idar-Oberstein - Yipikayee


Ich kann es ja nicht lassen und tanze gerne am Rand des Vulkans. Mit anderen Worte, ich wage einmal mehr in fremden Gefilden zu wildern und versuche mich an deutscher Länderküche. Dabei weiß ich doch genau, dass zwar jeder Polynesier, Peruaner oder Puerto Ricaner zumindest aus Höflichkeit so tut, als würde er sich freuen, dass andere Menschen Interesse an den kulinarischen Errungenschaften seiner Kultur zeigen, man im deutschsprachigen Kulturkreis (hallo nach Österreich!) jedoch mit dem Zentimetermaß am Bildschirm die Größe der Gulaschstücke nachmisst und man immer einen Grund zum Meckern findet. Trotzdem gehe ich das Risiko ein und begebe mich heute nach Rheinland-Pfalz, genauer gesagt nach Idar-Oberstein, und zwar dorthin, wo man, wie im Saarland, leckeren Schwenkbraten mag. Die Rede ist von Idar-Oberstein.

Mittwoch, 14. April 2021

Frankfurter grüne Sauce


Das sind so die Dinge, bei denen man sich als Blogger nur in die Nesseln setzen kann: deutsche Regionalküche ausprobieren. Während jeder andere Landsmann (oder Landsfrau)  erfreut ist, wenn man sich an der jeweiligen Länderküche versucht, weil das ja auch kulturelles Interesse bedeutet, ist der Deutsche - der Österreicher ist sogar noch schlimmer - völlig humorlos, wenn irgendetwas nicht haargenau so ist, wie es die Tradition erfordert. Selber verschandelt man schamlos jede Bolognese, Carbonara oder Pizza ("kann doch man doch machen, wie man will"), aber wehe, der Kartoffelkloß ist nicht rund genug, das Gulaschfleisch hat die falsche Größe oder im Hühnerfrikassee ist eine Erbse zu wenig und schon bricht ein Shitstorm los, der sich gewaschen hat. Ich lerne ja nicht dazu, also habe mich heute mal (wieder) an Frankfurter grüner Sauce versucht und kann es nicht erwarten, bis die "zu grün", "nicht grün genug", zu grob", "zu fein", zu dick", "zu dünn"-Kommentare über mir zusammenbrechen.

Montag, 23. November 2020

Bolles bombige Berliner Buletten


Zerkleinertes Fleisch zu würzen, in Kugelform zu bringen und dann zu garen ist sicher keine deutsche Eigenart, findet man diese Art der Zubereitung doch in fast allen Gesellschaften, in denen nicht ausschließlich vegetarisch gegessen wird. Aber gerade hierzulande erfreut sich dieser Bratling äußerster Beliebtheit und ist vielleicht sogar das Beispiel für deutsche Hausmannskost par excellence. Aber nicht nur am heimischen Esstisch, auch unterwegs, vom Imbiss oder in der Kneipe als schneller Snack zwischen zwei Bieren, ist der Bratklops zum Teil deutscher Esskultur geworden. Mit regionalen Unterschieden natürlich, was sich auch in der Namensgebung widerspiegelt. Was dem einen ganz vornehm das Hacksteak, ist dem anderen die Frikadelle, die Bulette, das Fleischpflanzerl, der Bremsklotz, Huller oder Karbonadel. Mit den Bezeichnungen divergieren auch die Zubereitungsarten. Bei uns zuhause hießen die Dinger übrigens ganz einfach Klopse oder eben Buletten. Das Rezept meiner Jugend ist diesem hier nicht ganz unähnlich. Lokal ist meine Frikadelle hier im Berliner Raum zu verorten. Die hat sicher auch der kultige Bolle, als er jüngst zu Pfingsten nach Pankow reiste, unterwegs verspeist und sich dabei prächtig amüsiert - daher mein launiger Titel für das Rezept.

Mittwoch, 25. September 2019

Obatzter (Ogmachter Kas)


Es gibt so Rezepte, da weiß man als Blogger, dass man eigentlich nur verlieren kann. Besonders wenn es um regionale Spezialitäten geht, sitzt man schneller in den Nesseln, als die Weißwurst im kochenden Wasser platzt. Ich mache heute nämlich eine "Obatzten", also einen "Angebatzten" oder "Vermengten", das ist eine bayrische Käsecreme auf Camembert-Basis. Ich gebe zu, von deutscher Regionalküche weniger Ahnung zu haben, als von chinesischer, thailändischer oder indischer. Wenn ich als Niedersachse also in bayrischen Gefilden wildere, weiß ich genau, welche Reaktionen mir in den sozialen Netzwerken entgegenschlagen wird.  "Das ist der falsche Käse", "der ist ist nicht weich genug", " da fehlt Kümmel", "Obatzter darf nur aus Bayern kommen", "der ist in falsche Richtung gerührt" oder "In Monaten mit 'p' darf das Donnerstags nur von 10:35 - 10:54 Uhr gemacht werden, es sei denn man heißt Xaver oder ein schwarzer Hahn kräht drei Mal eine reudige Katze an" ...

Dienstag, 23. April 2019

Frankfurter Grie Soß - grüne Sauce


"Entschuldigen Sie, könnten Sie mir bitte sagen, wie ich zum Schwimmbad in der Goethestraße komme?"

"Schwimmbad in der Goethestraße? Aber da ist doch gar keins. Das Schwimmbad ist doch in der Kupfergasse".

"Dankeschön. Sehen Sie, Ich verwechsele nämlich immer Goethe mit Schiller, Schiller mit Lessing, Lessing mit Messing und Messing mit Kupfer!"

Das hat jetzt zwar nichts mit der Frankfurter Sauce zu tun, aber immerhin haben wir Goethe erwähnt, der sie der Sage nach gerne gegessen haben soll. Vermutlich ist das aber auch nicht mehr als eine Legende. Der Hesse liebt sein "Grie Soß" trotzdem und jede Region hat ihre Variante. Die aus Frankfurt dürfte aber bundesweit die bekannteste sein.

Samstag, 27. Oktober 2018

Zwiebelrostbraten


Ich habe ja schon oft versucht, es mir mit Anhängern irgendwelcher indigenen Regionalküchen zu verscherzen. Heute habe ich die Gelegenheit, das sogar multikulturell zu schaffen, denn mit einem Zwiebelrostbraten kann man sowohl Österreicher, Bayern, Franken und natürlich Schwaben gegen sich aufbringen. Das ist praktisch, in etwa so, als wenn man mit einer abgesägten Schrotflinte feuert - breite Streuung, irgendwas trifft man immer. Ich bin mir ehrlich gesagt auch gar nicht sicher, in welcher regionalen Küche ich mich heute überhaupt bewege und ob es das vielleicht eher eine Melange (oder Travestie?) verschiedener Ansätze darstellt. Ist mir ehrlich gesagt auch schnuppe, denn es erscheint mir so, wie es ist, stimmig.

Samstag, 27. Januar 2018

Kohlrouladen aus Weißkohl


Heute vor genau 35 jahren ist mit Louis de Funès einer der ganz Großen zu früh von uns gegangen. Obwohl ich den Film "Louis und seine außerirdischen Kohlköpfe" nicht unbedingt zu seinen besten zähle, passt dieses Gericht heute sehr gut. Die Rede ist von Kohlrouladen. Als Kind habe ich die gehasst, heute esse ich sie schon mal gerne. Außerdem passt dieses klassische Wintergericht gut in die Jahreszeit. Bisher habe ich Kohlrouladen immer mit Wirsing gemacht, heute wollte ich mal Weißkohl versuchen. Das Ergebnis ist genauso lecker, wenn auch geschmacklich nicht ganz so fein, finde ich. Außerdem ist Weißkohl, da von der Blattstruktur härter und fester zusammensitzend, deutlich unkooperativer, als sein grüner Cousin. Deshalb gibt es einige Punkte zu beachten.

Dienstag, 5. Dezember 2017

Krabbenbrötchen


Weh mir, da ist mir doch gestern mehrfach von verschiedenen Personen das Fell über die Ohren gezogen worden und das nur, weil ich biologisch korrekt sein wollte. Was ist geschehen? Ich habe es gewagt, diese kleinen kutterkesselgekochten Krustenkerle aus Büsum NordesseGARNELEN zu nennen. Das tun aber scheinbar nur bayrische Touristen und es gibt Orte an der Küste, wo man sofort über die Planke gejagt und kielgeholt wird, wenn man nicht vorn NordseeKRABBEN spricht. Ich bitte also vielmals um Verzeihung, falls ich Hein, Hinnerk, Frauke, Jette oder sonst einen Küstenbewohner tödlich beleidigt haben sollte. Hier folgt ein KRABBENbrötchen mit Nordseegarnelenkrabben (crangon crangon) Jemand sollte mal Wikipedia verklagen oder sind das etwa auch nur alles Bayern, die da schreiben?

Dienstag, 7. November 2017

Die Piccata-Files


Wie das so ist, man sitzt da am Wochenende gemütlich und schaut sich Kochvideos auf den einschlägigen Plattformen an. Man folgt hier einem Link, klickt da auf ein Vorschaubild und lässt sich im Prinzip mit der Strömung treiben. So auch ich am Sonntag. Irgendwann bin ich dann bei einem Video eines italo-amerikanischen Kochs gelandet, der ein Gericht namens chicken piccata zubereitete. Dabei handelt es sich um dünne Hähnchenbrustfilets in einer zitronigen Buttersauce mit Kapern. Zugegebenermaßen war mir die piccata bisher unbekannt, mein Interesse aber geweckt.

Samstag, 16. September 2017

Kasslernacken auf Sauerkraut aus dem Römertopf


Zwei Dinge sind zu diese Jahreszeit zu bemerken. Zum einen ist es abends meist schon dunkel, wenn wie essen. Das heißt, Fotos können nicht kaum noch bei Tageslicht geschossen. Das merkt man an der grottigen Qualität.

Zum anderen kann man zur Zeit auch in Norddeutschland kein Geschäft mehr betreten, ohne sofort von dirndl- oder seppelhuttragenden Bayernimitatoren umringt zu sein. WeißwurstLeberkäseLaugenbrezel überall, so als ob es kein Morgen gebe. Durch meine kulturelle Sozilisatin im Weserbergland ist mir dieses Oktoberfestgehabe aber mindestens genauso fremd wie Karneval im Rheinland oder das Goroka Sing-Sing auf Papua-Neuguinea. Mit dem Blick aufs heutige Essen könnte man meinen, auch ich sei diesem Hype jetzt erlegen. Stimmt aber nicht. Mir stehen demnächst ein paar deftige Tage bevor und da muss ich schon mal trainieren. Mehr dazu, wenn es soweit ist.

Mittwoch, 3. Mai 2017

Grüner Hering gebraten


Es gibt Klassiker, die so lecker sind, dass man sich fragt, warum es die nicht öfter gibt. Gebratener Hering zum Beispiel ist eine Delikatesse. Das hat man aber nicht immer so gesehen. Zeitweilig war der Fisch als "Arme-Leute-Essen" verschrien und wäre nie auf einer "anständigen" Speisekarte aufgetaucht. Viele dieser einst verpönten Gerichte werden aber irgendwann wiederentdeckt und plötzlich findet man die Graupe auch in der gehobener Gastronomie. Ganz extrem zeigt sich diese Entwicklung momentan am unter Gourmets anhaltenden "nose-to-tail-eating" Trend und was einst als Abfall galt, füllt jetzt hippe Kochbücher.