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Montag, 14. Juli 2025

Lillet Spritz


Die Ferien sind ausgebrochen und man kann nun auch mal werktags abends auf der Terrasse sitzen und ein Glas Saftschorle zu sich nehmen. Ich bin in  der Cocktail- und Barszene nicht so bewandert, aber ich bekomme den Eindruck, dass so wie vor ein paar Jahren Hugo und Aperol Spritz momentan der Lillet Spitz angesagt ist. Er begegnet mir zumindest momentan gehäuft. Zeit also, dem von mir detektiertem Trend zu folgen und sich der Sache einmal anzunehmen.

Freitag, 14. Januar 2022

Spotchka


Zum zweiten Mal in der Geschichte dieses Blogs verlasse ich die irdischen Gefilde und blicke in die Töpfe, Teller oder Gläser fremder Lebensformen. Vor gut zwei Jahren war ich ja im Star Trek-Universum unterwegs habe ich das Rezept für eine Plomeeksuppe vom Planeten Vulkan auf die Erde geholt. Heute begebe ich in eine weit, weit entfernte Galaxie, in der vor langer Zeit auf dem Waldplaneten Sorgan aus blauem Krill ein alkoholisches Getränk gebraut wurde, das auch auf dem bekannten Wüstenplaneten Tatooine sehr beliebt war. Die Rede ist von Spotchka. Leider sind auch hier Lieferengpässe zu verzeichnen und komplizierte intergalaktische Handelsverträge erlauben es mir momentan nicht, Ware von Sorgan zu beziehen, zumal auch viel blauer Krill von klatooinianischen Banditen geraubt wird. Da muss man sich also behelfen.  

Samstag, 30. Januar 2021

Kaffir-Limetten-Sirup


Hier mal ein leckere Kleinigkeit so nebenbei: Kaffir-Limetten-Sirup. Kann man vielseitig verwenden, zum Beispiel in Dressings, zum Backen, als Limonadenbasis, für Drinks - passt zum Beispiel super in einen Daiquiri, - oder für alles, was eine zitrusartige Süße braucht. Ich werde den Sirup morgen für eine spannende Vorspeise verwenden, aber dazu mehr, wenn es soweit ist.

Donnerstag, 31. Dezember 2020

The Mandalorian


Zum Jahresausklang mal ein Drink, der genauso giftig aussieht, wie sich das Jahr 2020 präsentierte, bei uns zu Hause aber Rufe der Begeisterung, besonders von der Star Wars liebenden Sous-Chefin, hervorrief: the Mandalorian, benannt nach dem neusten Spin-Off der von George Lucas erfundenen Weltraumsaga. Fans werden den Star der Serie, Baby-Yoda, ohnehin schon erkannt haben.

Dienstag, 21. Juli 2020

Nur mal so ... (Teil 134)


Peter Handke brauchte 1991 für seinen "Versuch über einen geglückten Tag" rund 91 Seiten. Ich verspreche, ich werde mich deutlich kürzer fassen. Zum einen freue ich mich, dass ich nun die Authentizitätsschraube meiner chinesischen Gerichte noch weiter anziehen kann, denn endlich sind meine 二荆条 (Er Jing Tiao) angekommen. Das sind, neben Facing Heaven-Chili, die meist genutzte Sorte der Provinz Sichuan. Kräftig im Geschmack - jedoch nicht allzu scharf - und tiefrot in der Farbe ist diese Sorte zum Beispiel Grundlage von Toban Djan, der leckeren Chili-Bohnen-Sauce. Die Früchtchen werden getrocknet eingesetzt, aber auch frisch, gerne auch als grüne Schote.

Freitag, 29. Mai 2020

Rosato Tonic


Selten ist ein Sommermärchen schneller erzählt. Es war einmal ein Aperitivo Rosato, der traf sich in einem Glas mit Limettenscheiben, Eiswürfeln und Tonicwater. Manchmal ließ die Bande auch noch einen Schuss Limettensaft in ihr Glas. Und wenn sie noch nicht ausgetrunken sind, schmecken sie noch heute.

Samstag, 23. Mai 2020

The Vesper - shaken, not stirred


1953, ein charmanter Mann im Smoking tritt an die Bar des Casinos und bestellt lässig einen trockenen Martini: "Drei Maß Gordon's, ein Maß Wodka und ein halbes Maß Kina Lillet. Gut schütteln, bis es eiskalt ist und dann ein langes dünnes Stück Zitronenschale dazu. Mitbekommen?" Wer ist dieser Kerl? Ganz einfach, der Name ist Bond, James Bond, auch bekannt als 007, unterwegs für den MI6, um im Auftrag Ihrer Majestät die Welt von Superschurken zu befreien, natürlich mit der Lizenz zum Töten. Ian Flemming, der Schöpfer diese Figur, hat mit seinem Vorzeigeagenten auch diesen Drink unsterblich gemacht: eine Variante des Wodka-Martini, später nach Bonds Flamme Vesper Lynd benannt. Dieses ikonische Getränk möchte ich heute einmal genauer vorstellen, gerade weil diesbezüglich in Deutschland einige Missverständnisse herrschen. Ich bin aber ehrlich und warne vor: das ist kein süffiges Trinkerlebnis, sondern eine herb-bittere Angelegenheit, die sicher nicht jeden Geschmack treffen wird. Wer also nur die Lizenz zum Schubsen oder mit Sand werfen hat, wird hier keine Freude dran haben.  

Freitag, 24. April 2020

Moscow Mule


Willkommen in den Vierzigern des letzten Jahrhunderts. Der ehemals russische Wodkahersteller Smirnow, zwangsweise aus der UdSSR emigriert, muss sein Unternehmen verkaufen und der Firmensitz verlagert sich in die USA. Dort nennt man sich jetzt Smirnoff und beginnt eine Kooperation mit dem privaten Hersteller von Ingwerlimonade Jack Morgan. Zusammen kreiert man einen Drink aus beiden Produkten. Um dessen Wiedererkennungswert zu steigern, serviert man ihn im Kupferbecher. Der Moscow Mule, eine Legende unter den Drinks, ist geboren und Wodka beginnt seinen ungebrochenen Siegeszug als hippe Spirituose im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Über den Namen - "Moskauer Muli" - lässt sich allerdings nur spekulieren. Vermutlich heißt das so, weil die scharfe Limonade "kickt" wie ein auskeilendes Maultier.

Mittwoch, 15. April 2020

Gin Fizz


Hier mal eine kleine 18+ Erfrischung an lauen Sommerabenden: der klassische Gin Fizz. Habe ich in letzter Zeit wieder öfter in den sozialen Netzwerken herumgeistern sehen. Ansporn also, mich hier auch mal diesem spritzigen Mixgetränk anzunehmen.

Dienstag, 7. August 2018

Links Rum, rechts Rum - auf den Spuren Hemingways


Karibische Temperaturen in Norddeutschland? Viele meckern ja über die Hitzewelle, aber auch wenn ich selbst zerlaufe wie Gelatine im heißen Wasserbad, denke ich, wir werden uns noch früh genug über Regen, Nebel, Eis und Kälte beschweren. Bis dahin sollten wir die Zeit genießen und uns Urlaubsfeeling nach Hause holen. Das machen wir mit zwei kubanischen Spezialitäten, die vermutlich jeder kennt, viele allerdings entweder aus der Cocktailbar oder fertig gemixt in Flaschen abgefüllt. Wir mischen das heute aber mal von Grund auf selbst. Es wird alkoholisch, also alle Leser unter 18 Jahren bitte rechts ran fahren und diesen Beitrag überspringen.

Montag, 30. Juli 2018

Bellini


Nach einem schönen Urlaub versucht man ja immer ein wenig vom Ferien-Feeling in den Alltag zu retten. Heute hole ich mir la dolce vita nach Hause und probiere eine Spezialität, für die die Venedig bekannt ist: den Bellini. Wer den nur fertig aus der Flasche kennt, wird sich zunächst fragen, warum die Farbe bei mir so ungewohnt anders aussieht und nicht bonbon-orange ist. Die Antwort gibt der Pfirsich. Das Original verlangt nämlich nach dem den weißfleischigen Weinbergpfirsich. Für die industrielle Produktion wird aber wohl aus Kostengründen die günstigere gelbfleischige Frucht verwendet. Auch darf man hier nicht die oft schon pekige Süße erwarten, die das Fertigprodukt meist mit sich bringt. Süße ja, aber auch eine erfrischende herbe Note ist zu verzeichnen. Der Grad der Säure hängt natürlich vom verwendeten Schaumwein ab. Traditionell nimmt man hier einen Prosecco Frizzante oder Champagner. Ein guter deutscher Sekt tut es aber auch.

Samstag, 9. Juni 2018

Mika Häkkinen


Heute müssen alle Minderjährigen mal ganz tapfer den Blog umfahren, denn es gibt einen launigen Longdrink, der recht gut zum heißen Wetter passt. Wer mich kennt weiß, dass ich großer Motorsportfan bin und insbesondere die Formel 1 - auch wenn sie nicht mehr das ist, was sie mal war - eifrig verfolge. Ich war schon immer ein großer Freund des britischen McLaren Teams und das nicht nur, weil deren Fabrik in Woking liegt und ich immer spontan Lust auf chinesisches Essen bekomme, wenn ich den Namen lese.

Freitag, 16. Dezember 2016

Cosmopolitan


Hoch die Hände, Wochenende! Heute mal ganz kurz und knapp ein feucht-fröhliches Statement zum Weltbürgertum ohne Grenzen: der Cosmopolitan. Erstmals erwähnt in den Dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts (das klingt immer irgendwie komisch), gelangte er jedoch erst zur Yuppie-Zeit in den Neunzigern zu Weltruhm. Hier die Basisversion, die durch dezente Süße, feine Säure und eine leicht bittere Note besticht.

Samstag, 8. Oktober 2016

Gin Tonic


Keine Angst, dass wird hier nicht zum Alki-Blog, aber Doros Kommentar gestern und der zeitgleiche Beitrag auf ihrem Blog haben mich inspiriert. Außerdem spielten gesundheitliche Bedenken bei der Wahl des heutigen Getränks eine Rolle. Ich habe, beziehungsweise hatte ja gerade mit einer Erkältung zu kämpfen. Was das mit Gin zu tun hat? Nun, erst einmal ist das ein sehr britisches Getränk. Zur Zeit des Kolonialismus waren die Truppen des Empires auch in tropischen Gegenden unterwegs. Dort wurden sie hin und wieder Opfer einer Malaria-Erkrankung. Um die damit einhergehenden Fieberschübe zu bekämpfen - auch um einer Infektion erst einmal vorzubeugen - verabreichte man den Soldaten chininhaltige Getränke, wie zum Beispiel Tonic Water. Das war früher extrem bitter und unverdünnt nicht genießbar. Was nimmt man nun also zum Mixen? Wasser in den Tropen ist oft kontaminiert und macht erst recht krank. Alkohol hingegen desinfiziert, also hat man das Tonicwasser in Gin gekippt, weil man den ohnehin getrunken hat. Das Mischgetränk war ursprünglich also medizinischer Art. Nun ist Malaria in Deutschland noch nicht verbreitet, aber bei der globalen Erwärmung ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Anopheles-Mücke auch bei uns den Erreger verbreitet. Wenn ich heute also Gin Tonic trinke, dann nicht, weil ich Alkohol konsumieren möchte, sondern aus Gründen der Prophylaxe. Vorsorge ist alles und meine Gesundheit ist mir sehr wichtig. Deshalb Prost.

Freitag, 7. Oktober 2016

Aperol Spritz (Spritz Veneziana)


Wenn es weiter so regnet, ist es nur eine Frage der Zeit, bevor bei uns in den Straßen Gondeln fahren. Bevor das der Fall ist, hier noch mal etwas aus sonnigeren Tagen, Spritz Veneziano oder, wenn man Werbung machen möchte Aperol Spritz. Der Name kommt vermutlich vom "Gespritzten", einem mit Saft, Wasser oder anderer Flüssigkeit versetzen alkoholischen Getränk, also im Prinzip einer Schorle. Im Veneto wird dieser Drink gerne mit Weißwein und Sodawasser zubereitet. Dazu nimmt man beispielsweise:

Freitag, 30. September 2016

Russian Spritz


So, alle Minderjährigen verlassen jetzt bitte das Boot, heute ist erst ab 18. Ich war ja bekanntlich Mitte September eine Woche in Südtirol und habe unter anderem auch einen Ausflug nach Venedig gemacht. Überall, wo man sich hinsetzt, um zum Beispiel eine Tasse Kaffee zu trinken (*hüstel*) ist er allgegenwärtig: der Aperol Spritz, manchmal nach seiner Herkunft auch Spritz Veneziano genannt. Dieser aus Venedig stammende und zum Sommerkultdrink avancierte Cocktail - siehe Hugo - wird klassisch aus Weißwein, vornehmlich aus dem Veneto, Sodawasser, Eiswürfeln und Orangen-, bzw. Zitronenscheiben und eben Aperol (seltener Campari) gemacht. Ich mag ihn aber lieber in der Variante mit Prosseco, aber das ist Geschmackssache. Heute mache ich aus dem schorleartigen Getränk etwas, das nicht für Espandrilles beschuhte Hobbysegler mit Brillenkette und dum die Schultern geknotetem Pullover ist, sondern auch für Lemmy trinkbar gewesen wäre. Ende des Schachtelsatzes.

Samstag, 17. September 2016

Hugo


Wir wollen ja nicht den Genuss von Alkohol propagieren, aber irgendwie hatte ich das Bedürfnis, gestern Abend, nachdem die Koffer ausgepackt waren und ich auch mental zu Hause angekommen war, ganz spontan den südtiroler Kultdrink nachzubasteln. Dieser Longdrink wurde anfangs des Jahrtausends (das kling erschreckend, oder?) von Barkeeper Roland Gruber entwickelt. Im Grunde handelt es sich um eine Mischung aus Mojito und Spritz. Bei schönem Wetter in einem Straßencafé oder auf der Terrasse genossen, erfrischt dieser nur leicht alkoholische Drink ungemein.

Freitag, 26. August 2016

Italian Dressing


In der englischen Sprache bezeichnet der Begriff "salad days" die Zeit der unbeschwerten und noch unschuldigen Jugend. In wie weit das auf diesen, immerhin auch noch jugendlichen Blog oder dessen Verursacher zutrift, sei in das spekulative Belieben der geneigten Leserschaft gestellt und wird seitens des alten Mannes an diesem Ende des Netzes keinesfalls kommentiert. Fakt ist, wir haben laut Thermometer über 30°C. Gefühlt sind das aber mindestens 220°C Umluft bei 4.000% Luftfeuchtigkeit. Da habe ich ehrlich gesagt keine Lust zum Kochen und ein Salat kommt da gerade richtig. Nur gut, dass Dressings hier gerade "Thema der Woche" zu sein scheinen. Also gibt es heute nach American und French ein Italian Dressing.