Was wissen wir hierzulande eigentlich über Bhutan? Ich habe das Land das erste Mal bewusst auf der Expo 2000 in Hannover kennengelernt, es dann aber wieder aus den Augen verloren. Nun bin ich auf der Suche nach für mich neuen Gerichten wieder über dieses Land gestolpert und bin fasziniert. Gelegen im Himalaya zwischen Indien und dem zur Zeit "autonomen chinesischen Gebiet" Tibet. Der Staat erhebt sich von 150 Meter über Normalnull bis auf satte 7500 Meter, wobei der meiste Teil eher in den höheren Regionen zu finden ist. Bhutan ist kein reiches Land, aber es verfolgt eine interessante Politik. Wirtschaftliches Wachstum ist nicht das Ziel und statt nach einem hohen Bruttosozialprodukt wird hier nach etwas gestrebt, das Bruttonationalglück heißt. Das Wohlbefinden der Menschen, auch wenn das Leben einfach und sicher auch oft hart ist, steht nominell an höchster Stelle. Bhutan - in der Landessprache "Dzongklha" འབྲུག་ཡུལ (druk yul - Land des Donnerdrachens) - ist zudem der einzige Staat der Welt, der mehr CO² der Luft entnimmt, als er emittiert. König Jigme Khesar Namgyel Wangchuck - Bhutan ist eine konstitutionelle Monarchie mit Parlamenten - fördert außerdem ambitionierte Klimaprojekte. Das klingt doch irgendwie sympathisch. Aber das hier ist kein Politikblock, also lasst uns über das Essen sprechen.
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Dienstag, 18. November 2025
Montag, 24. Oktober 2022
Frankfurt - Main Bericht
Was habe ich mit ziegenliebenden Mädchen aus entlegenen Schweizer Bergdörfern gemeinsam? Jawohl, den Aufenthalt in Frankfurt - am Main, natürlich. Nun bin ich natürlich nicht bei den Sesemanns gelandet und habe didaktische Kniffe mit Fräulein Rottenmeier diskutiert. Der Grund meiner, oder besser gesagt unseres Aufenthalt war die Frankfurter Buchmesse und die Tatsache, dass der Lieblingsautor der Sous-Chefin, Jay Kristoff, eigens zu einer Lesung mit Signierstunde aus Australien angereist war und die junge Dame dies natürlich nicht verpassen wollte. Ich war auf Grund von Corona bedingter Nachwehen noch bis Freitag krankgeschrieben, also am Wochenende theoretisch wieder einsatzbereit - dazu später aber mehr. Also auf nach Mainhatten, ein Ort, an dem moderne Giganten aus Glas und Edelstahl eine seltsame Symbiose mit altehrwürdigen, historischen Gebäuden eingehen. Goethe und Geldadel, Bettler und Banker, Bourgeoisie und Börse - eine Stadt des inneren Widerspruchs, nachgerade dialektisch, aber trotzdem scheint sie zu funktionieren.
Sonntag, 21. Februar 2021
Grits & Shrimps
"Amerikaner essen nur Junkfood" ist ein gängiges Vorurteil, auf das man hierzulande leider noch oft trifft. Nun steckt in jedem Ressentiment sicher auch ein Körnchen Wahrheit, aber solch pauschalen Aussagen entsprechen selten ganz den Tatsachen. Ich persönlich bin ja ein bekennender Freund der Südstaatenküche und freue mich jedes Mal, wenn ich aus diesem Bereich etwas auf die Teller bringen kann. Heute gibt es grits und die sind wohl neben fried chicken das Gericht, das am lautesten "south of Mason-Dixon" ruft. Grits sind zum Frühstück allgegenwärtig, besonders gern in dieser Version hier mit Shrimps.
Donnerstag, 11. Februar 2021
Pho Bo Hanoi
Ich bin ja ein bekennender Freund kräftiger Suppen, insbesondere klarer Brühen. Gerade bei den momentanen Minusgraden sind die natürlich ein Wohltat sondergleichen. Da ist es auch kein Wunder, dass ich seit Tagen an Boullion denken musste. Als dann die Sous-Chefin mir erzählte, sie habe auf YouTube so eine tolle vietnamesische Suppe gesehen, die sie auch mal unbedingt kochen und vor allem essen wolle, wusste ich sofort, sie meint Pho Bo. Habe ich natürlich schon im Programm, aber ich meine, das damals mal probiert zu haben, als ich "sturmfreie Bude" hatte. Egal wie, ein besserer Vorschlag hätte nicht kommen können. Fürsorgender Vater der ich bin, habe ich auch sofort alle nötigen Zutaten zusammengetragen und heute Mittag konnten wir das Projekt Phở bò (sprich: phö baou mit kurzem "ö") gemeinsam angehen.
Sonntag, 19. Februar 2017
Schnelle Schokocroissants
Diese leckeren Röllchen sind tatsächlich im Handumdrehen gemacht, wenn man meinen Quiche-Teig zur Hand hat. Der lässt sich portionsweise und flach (so taut er schneller auf) gut einfrieren und kann so immer vorrätig sein. Im Prinzip ist dieser Teig ja auch ein Blätterteig, der natürlich auch verwendet werden kann. Im Bild oben auch noch ein Rührei, dass die Sous-Chefin uns heute Morgen kredenzt hat.
Dienstag, 11. Oktober 2016
Nur mal so ... (Teil 87)
Wenn man Urlaub hat, kann jeder Tag ein Sonntag sein, zumindest beim Frühstück. Kann ein Tag besser beginnen, als mit Eggs Benedict? Ein perfekt pochiertes Ei auf einem selbstgebackenen "English Muffin" und einer wunderbar frisch gemachten Hollandaise? Und dann dazu noch knuspriger Bacon ...
Sonntag, 9. Oktober 2016
Teriyaki Huhn
Wünsch dir was bei Westerhausens. Die Sous-Chefin wollte dringend Sushi essen und die Gattin stimmte unter der Bedingung zu, dass es auch Teriyaki Huhn geben würde. Ich widerspreche meinen Damen nur ungern, also habe ich mich gleich an die Arbeit gemacht. Die Zutaten hatte ich natürlich schon gestern besorgt, denn obwohl ich Stammkunde im Lebensmittelgeschäft meines Vertrauens bin, weigert man sich standhaft, den Laden sonntags für mich zu öffnen.
Sonntag, 27. März 2016
Freitag, 1. Januar 2016
Frohes neues Jahr!
So, ich hoffe, ihr seid alle gesund und munter in 2016 angekommen. Möge dieses Jahr euer Jahr werden. Wir hatten hier einen vergleichsweise ruhigen Jahreswechsel, obwohl dieses Mal anscheinend viel mehr als in den letzten Jahren geböllert wurde und zeitweilig eine Dunstglocke über der Straße hing, die an aktuelle Bilder aus Peking erinnerte. Da möchte man über Feinstaubbelastung und Klimaschutz gar nicht nachdenken. Aber so ist es halt und in 365 Tagen - Achtung Schaltjahr! - ist es schon wieder Silvester. Vielleicht ist da dieser Krabbencocktail etwas fürs nächste Jahresabschluß-Dinner. Nein, dieser hier wird natürlich kein Jahr halten, denn bei Meeresgetier ist es anders als zum Beispiel bei Wein und Käse. Eine tote Garnele altert nur mit wenig Würde.
Freitag, 18. Dezember 2015
Nur mal so ... (Teil 60)
"Haben Sie schon all Weihnachtsgeschenke, Herr Westerhausen?"
"Nein, wieso? Die bekomme ich doch erst Heiligabend!"
Es ist geschafft, das Schuljahr ist beendet, zumindest kalendarisch. Eigentlich erst am nächsten Dienstag, aber die Schulleitung hat gnädigerweise zwei der uns gegebenen "beweglichen Ferientage" auf nächste Woche gelegt. Die letzten zwei Wochen waren noch einmal ein Ritt, mit mündlichen Prüfungen in den modernen Fremdsprachen in den Jahrgängen 9 und 13 (wir haben den G8 Wahnsinn nie mitgemacht). Die Neuner wurden nur in Englisch, die Oberstufe aber auch in Russisch, beziehungsweise Französisch geprüft. Das ersetzt bei uns eine Klassenarbeit oder Klausur und wird als Paar- oder Kleingruppenprüfungen durchgeführt. Das ist wie ein kleines Abitur mal so mittendrin und als Fremdsprachenkoordinator oblag es mir, das Ganze zu organisieren und überschneidungsfreie Prüfungspläne zu erstellen. Direkt nach den Ferien ist dann Jahrgang 12 und später noch 10 und 11 dran. Aber jetzt weiß ich ja, wie es geht ...
Montag, 23. November 2015
Dulce de membrillo
Schwesterherz war neulich für ein paar Tage in Barcelona und brachte uns ein leckeres Quittengelee mit, das dort unter dem Namen Dulce (oder: carne) de membrillo bekannt ist. Im Grunde handelt es sich hier um ein stark geliertes Mus, dass in Spanien gerne zu kräftigem Käse, zum Beispiel Manchego, oder einfach auf Brot gegessen wird. Die Familie war begeistert, nur leider, wie das immer so ist, die guten Sachen sind auch meist schnell weg und der Ruf nach Nachschub wurde immer lauter. Quitten haben in meiner Küche bisher noch nicht stattgefunden, das hat mich aber nicht davon abgehalten, hier einen Versuch zu starten. Also schnell am Samstag zum Wochenmarkt gefahren und besagtes Obst aus heimischer Feld und Flur erworben. Dann ran an den Herd und: ¡Olé! Optisch sieht das Resultat nicht anders aus, als auf den Rezeptbildern, über die ich gestolpert bin und geschmacklich gab es zwei Daumen hoch von der kritischen Testesserbande zu Hause.
Mittwoch, 8. Juli 2015
Johannisbeergelee
Sommerzeit ist Einkochzeit, auch wenn mich das Wetter momentan eher den Bau einer Arche ernsthaft in Betracht ziehen lässt. Die Sträucher hängen trotzdem voll mit Johannisbeeren. Ich habe im Garten sogar Johannisbeersträucher entdeckt, wo bisher nie welche waren. Ob ich mich nun beim Wind, den Vögeln oder anonymen Johannisbeerkernverteilern bedanken darf, sei dahingestellt. Fakt ist, die Beeren sind da und wollen verbraucht werden. Und selbst wenn sie es nicht wollten, würde mich das kaum stören.
Sonntag, 5. April 2015
Montag, 16. März 2015
Nur mal so ... (Teil 29)
Es ist schön zu sehen, dass die Kleine sich auch für Kochen oder die Zubereitung von Lebensmitteln im Allgemeinen interessiert. Wir haben das von vornherein gefördert und ihr auch recht schnell den verantwortungsbewussten Umgang mit richtigen, scharfen Messern beigebracht.
Dienstag, 27. Januar 2015
Rührei-Brötchen
Bevor jetzt einer empört die Nase rümpft und schreit "Was soll das denn? Ist das dein Ernst?" - ja, es ist nicht gerade la haute cusine, aber es gibt auch bei mir Tage, wo es schnell gehen muss, wo ich später nach Hause komme, nach drei Stunden Zeugniskonferenzen in stickigen Räumen einfach nur durch bin und die Familie Hunger anmeldet. Ist dann - warum auch immer - nichts vorbereitet, kann ich nicht lange überlegen, sondern muss irgendein Kaninchen aus dem Hut zaubern, damit die Kleine nicht hungrig ins Bett muss.
Donnerstag, 25. Dezember 2014
Fischiges Bauernfrühstück
Es gibt ja vielfältige Möglichkeiten, gebratene Kartopffeln mit Ei als Frühstück zu kombinieren. Bekannt ist zum Beispiel das Bauernfrühstück, welches als Omelette (manchmal zerpflückt) mit Zwiebeln und Speck daherkommt. An der Küste beliebt (besonders bei Touristen) ist das Fischerfrühstück, bei dem sich Nordeseekrabben und Spiegelei zu den Bratkartoffeln gesellen. Beide Varianten werden gerne mit Gewürzgurken serviert.
Ich habe hier wohl eher ein Binnenfischerfrühstück gemacht oder mit anderen Worten: Bauer sucht Fisch.
Freitag, 3. Oktober 2014
Montag, 29. September 2014
Bauernfrühstück
Zunächst einmal möchte ich mich für die schlechte Bildqualität entschuldigen. Wie schon an anderer Stelle erwähnt, ist es jetzt, wenn ich abends koche, schon so dunkel, dass bei normaler Beleuchtung keine schönen Bilder mehr möglich sind. Künstliche Beleuchtung hingegen führt zu unschönen Schatten und Blitzlicht ist bei Bildern von Essen ein absolutes No-Go. Ich überlege gerade, wie ich dieses Problem ohne viel technischen Aufwand lösen kann.
Man muss kein Bauer sein, um dieses leckere Bauernfühstück zu genießen. Es muss auch nicht unbeding zum Frühstück gegessen werden. Bei uns gab es dies heute zum Abendbrot. Zum einen, weil es schnell zuzubereiten ist, zum anderen, weil ich noch gegarte Kartoffeln hatte, die ich nicht verkommen lassen wollte. Speck und Eier habe ich auch immer im Haus, also konnte es losgehen.
Freitag, 8. August 2014
Tag 7: Breakfast
Ob Frühstück nun wirklich die wichtigste Mahlzeit des Tages ist, darüber ließe sich trefflich streiten - so oder so, ein gutes Morgenmahl hat noch keinem geschadet. Auch in freier Natur lässt sich lecker frühstücken.
Spiegelei (eigentlich ein Setzei), Würstchen, Baked Beans und knusprig gebratener Bacon sind immer eine leckere Kombination. Da kann das Mitagessen auch mal ganz ausfallen.
Sonntag, 3. August 2014
Tag 1
Eigentlich sollte dies hier schon gestern raus, aber die Netzverbindung ist hier wie in Kapitän Nemos Blechbüchse, zwanzigtausend Meilen unter dem Meer. Also habe ich mir einen WLAN Zugang besorgt und jetzt müsste es gehen.
Gestern also um 5:30 den Anhänger ans Auto gehängt und aufgebrochen. Planmäßig um 8:00 Uhr haben wir dann ohne Staus die niederländische Grenze passiert. Erstes Frühstück kurz vor der Grenze:
Salami-Ei Sandwich.
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