Montag, 29. Juni 2026

New York Cheesecake


Ich hatte ja vor kurzem beschlossen, auf diesem Planeten, auf dem ich nun schon vor einiger Zeit gestrandet bin, zu verbleiben und meinen Friedensvertrag mit der Menschheit um ein Jahr verlängern. Zu diesem Anlass hatten wir ein paar Vertreter eurer Spezies zu Besuch und die essen bei solchen Festivitäten gerne Kuchen. Nun gehört Backen ja bekanntlich nicht zu meinen Kernkompetenzen, eine Lücke, die die Sous-Chefin aber aufs vortrefflichste füllt. Ich bin ja nicht so der Süß-Esser, aber vir die Wahl gestellt, wünsche ich mir meist eine New York Cheesecake. Diesmal habe ich der Bäckerin über die Schulter geschaut und den Prozess für den Blog dokumentiert. Das möchte ich heute mit euch teilen.


Für den Boden:
  • 160 g Butter
  • 280 g Butterkekse
Klassisch wären Graham Cracker, aber die bekomme ich hier nicht. Also nehme ich Butterkekse, vorzugsweise aus Hafer.


Butterkekse fein zerbröseln. Das geht in einem Gefrierbeutel mit einem Nudelholz recht zügig.


Butter schmelzen lassen  ...


... und mit den Keksbröseln vermischen.



Den Boden einer Springform (hier 36 Zentimeter Durchmesser) mit Backpapier auslegen. Hier ist es in die Firm eingeklemmt, damit nichts verrutschen kann.


Die Form mit den Butterbröseln auskleiden und das Ganze eine halbe Stunde im Kühlschrank kalt stellen.


Für die Käsecreme:
  • 900 g Frischkäse
  • 6 Eier (Größe L)
  • 250 g Schmand
  • 250 ml flüssige Sahne
  • 1 Zitrone
  • 30 g Zucker
  • 1 EL Vanilleextrakt
  • 2 große Esslöffel Mehl (405er)
Es ist schwer abzuschätzen, aber je nach Höhe der Form bleibt etwas von der Creme über. Das kann man dann separat abbacken oder für das nächste Mal einfrieren.


Alles gut verrühren.


Masse auf dem Boden verteilen.  Wenn man sie über eine Löffelrücken laufen lässt, verhindert man Luftblasen.


Um die restliche Luft aus der Masse zu bekommen, lassen wir die Form ein paar mal aus zehn Zentimeter Höhe auf die Arbeitsfläche fallen.


Der Kuchen braucht beim Backen viel Feuchtigkeit, damit er nicht reißt. Früher haben wir die Form mit Alufolie umwickelt und das dann ins Wasserbad gestellt. Dabei saugt sich aber leider oft der Boden mit Wasser voll. Diesmal haben wir den Grillrost genommen und darunter die tiefe Fettpfanne mit kochendem H2O gefüllt gestellt. Wer einen Ofen mit Dampffunktion hat, nutzt die auf kleinster Stufe.


Wir backen mit Ober- und Unterhitze eine Viertelstunde bei 220 °C, dann eine weitere Stunde bei 135 °C.


Nach dem Backen lassen wir den Kuchen mindestens eine Stunde (besser länger) im Ofen auskühlen. Die Tür sollte währenddessen nicht geöffnet werden, damit keine Feuchtigkeit entweicht.

Hier haben wir ein leckeres, saftiges Stück Cheescake New York-Style. Ich bin ja sonst nicht so der Kuchenesser, aber den hier mag ich sehr. Danke, Sous-Chefin.

2 Kommentare:

  1. Meine Güte, was für ein Prachtstück !
    Alleine schon diese irre Schnittkannte sagt alles in Sachen Konsistenz im Gesamten.
    Großes Kino mit der Tochter als Regisseurin... Hut ab.
    Die Tips sind für mich so klar und einleuchtend, dass ich mich da echt mal selber dranwage; bin bei Kuchen schisser...
    Außerdem mag ich das auch nicht so gerne, aber Cheesecake und sowas passt mit gut.

    PS: Dein Schweigen zum letzten Post ist nicht zu überhören....😑

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    1. Ich habe bereits im Post alles gesagt, was es von meine Seite dazu zu sagen gibt. Einordnen müssen das andere.

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