Wie lautet die uralte Küchenweisheit? "Wenn du nicht mehr weiter weißt, dann koche dir 'ne Schale Reis". Die Frage reduziert sich dann meist nur noch auf die Entscheidung "Risotto oder Paella?". Da ich heute aber fantastische Venusmuscheln (Vongole) bekommen habe und darüber hinaus noch Riesengarnelen und guten Thunfisch, schien mir die spanische Richtung vom Schicksal bestimmt. Paella sollte es werden und tatsächlich fand sich in meinen Beständen noch ein volles Säckchen mit Arroz Bomba, dem richtigen Reiskorn für dieses Gericht. Alles andere ist ohnehin immer vorrätig, also stand dem Unterfangen nichts im Wege.
Montag, 2. Oktober 2017
Sonntag, 1. Oktober 2017
The Best of September 2017
Auch wenn es diesen September hier stiller war als sonst, lohnt sich der Monatsrückblick. Das Essen wird deutlich herbstlicher. Schmorgerichte und Schnitzel standen hoch im Kurs und so überrascht es kaum, dass eine deftige Bohnensuppe klickmäßig als Gewinner durchs Ziel marschiert ist. Ich selber habe während einer Woche in der Ukraine viel Anregungen gesammelt und werde mich demnächst dem Thema "slawische Küche" vermutlich weiter annähern.
Donnerstag, 28. September 2017
Home again ...
Dobryj den! Nach sieben Tagen Schulaustausch in der West-Ukraine (Luzk), bin ich nun wieder in den eigenen vier Wänden. Genau wie die Schüler war auch das Lehrpersonal privat untergebracht und näher am Puls des Geschehens kann man nicht sein. Vorweg - und auch um diesen Eintrag auf einem Food Blog zu rechtfertigen - heute gab es Hühnersuppe, da wir alle erkältungstechnisch etwas kränkeln und Suppe nie schadet.
Donnerstag, 21. September 2017
Pryvit aus der Ukraine
Pryvit ist ukrainisch und heißt "Hallo". Eigentlich wird es in kyrillischer Schrift geschrieben, so wie fast alles hier in der Ukraine. Das führt zu einem Hauch von Exotik, verdeutlicht aber auch, wie wichtig gerade sprachliche Integration ist. Ich bin jetzt nur eine Woche hier, aber es ist schon sehr komisch, durch eine Stadt zu gehen (Luzk), wenn man nicht nur nicht versteht, was die Leute sagen, sondern auch nicht in der Lage ist, ein einziges Schild zu lesen.
Dienstag, 19. September 2017
Ich bin dann auch mal kurz weg ...
Heute waren wir bei der Hausbank, da die Zinsfestschreibung der Hauskauffinanzierung nach zehn Jahren ausläuft und wir neu verhandeln konnten. Aufgrund der Zinspreisentwicklung sind wir nun bei gleicher monatlicher Belastung schon deutlich ein paar Jahre früher fertig als geplant und werden so vielleicht doch noch die Gelegenheit haben, bis zur Pension etwas "auf die hohe Kante zu legen". Ich lebe ja sonst eher von der Hand in den Mund.
Montag, 18. September 2017
Hähnchengeschnetzeltes mit Gemüse und Pilzen in sahniger Sauce
Ich habe mich ja immer ein wenig darüber amüsiert, dass meine Altvorderen, Schwiegereltern inklusive, irgendwann damit begannen, auf Familienfeiern nur noch über Krankheiten oder "wer in der Zeitung gestanden hat" zu sprechen. Mittlerweile ist auch bei mir die 50 in Sichtweite und die Pharamindustrie verdient nicht schlecht an mir. Aber ich will nicht klagen, denn solange ich noch morgens mit Schmerzen aufwache, weiß ich, dass ich noch lebe. Gerade jetzt habe ich ein paar Magenprobleme auskuriert, nur um im Anschluss Schüttelfrost, Fieber und den Anflug einer Bronchitis zu bekommen. Kann ich nicht gebrauchen, denn Mittwoch muss ich auf Fälle topfit sein, es stehen dann spannende sieben Tage vor mir. Davon aber erst morgen.
Samstag, 16. September 2017
Kasslernacken auf Sauerkraut aus dem Römertopf
Zwei Dinge sind zu diese Jahreszeit zu bemerken. Zum einen ist es abends meist schon dunkel, wenn wie essen. Das heißt, Fotos können nicht kaum noch bei Tageslicht geschossen. Das merkt man an der grottigen Qualität.
Zum anderen kann man zur Zeit auch in Norddeutschland kein Geschäft mehr betreten, ohne sofort von dirndl- oder seppelhuttragenden Bayernimitatoren umringt zu sein. Weißwurst, Leberkäse, Laugenbrezel überall, so als ob es kein Morgen gebe. Durch meine kulturelle Sozilisatin im Weserbergland ist mir dieses Oktoberfestgehabe aber mindestens genauso fremd wie Karneval im Rheinland oder das Goroka Sing-Sing auf Papua-Neuguinea. Mit dem Blick aufs heutige Essen könnte man meinen, auch ich sei diesem Hype jetzt erlegen. Stimmt aber nicht. Mir stehen demnächst ein paar deftige Tage bevor und da muss ich schon mal trainieren. Mehr dazu, wenn es soweit ist.
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