Montag, 29. Februar 2016

Tortilla mit spanischer Fuet, Gemüse und Manchego


Mir steht es mal wieder etwas vor dem Magen und auch die Familie wünschte etwas Leichtes, da ist ein Eiergericht oft eine gute Wahl. Was dem Franzosen seine Omelette (ist im Französischen feminin) und dem Italiener seine Frittata, ist dem Spanier die Tortilla. Die darf man natürlich nicht mit dem mexikanischen Gericht gleichen Namens verwechseln. Hier wird nichts in Fladen einwickelt, sondern eine Art würziger Pfannkuchen gebacken. Die Verwendung von spanischer Fuet-Wurst - die ich der Chorizo jederzeit vorziehe - und Queso Manchego legen eine Einsortierung unter dem Begriff "Spanisch" nahe. Mit einer harten Salsiccia und Pecorino wäre es aber genausogut italienisch, aber irgendwas muss ich ja als Label angeben.

Sonntag, 28. Februar 2016

Aus Jugend und Kindheit (Teil XI): Pizza Funghi


Wir schreiben das Jahr 1992. Zwei junge Männer, beide Anfang Zwanzig, sitzen im Wohnzimmer einer Altbauwohnung. An den Wänden hängen Heavy Metal Poster und Plakate von Horrorfilmen. Die Aschenbecher sind voll und die einzige Zimmerpflanze ist welk. "Die musst du mal gießen" - "Nee, hat lange genug gedauert, bis das Vieh endlich verreckt ist". Die beiden Kerle, jeder mit Haaren bis zur Taille, haben die Welt um sich herum vergessen. Nein, hier sind keine Drogen im Spiel und was da über den Bildschirm des Fernsehers flimmert ist auch kein FSK18 Film. Es ist ein Videospiel, dass die beiden fesselt. Nicht irgendeins, sondern DAS Videospiel: The Legend of Zelda - A Link to the Past. Absoluter Kult.

Samstag, 27. Februar 2016

Frittierte Wantans


Gestern gab es ja Wan-Tan-Suppe, aber das war nicht alles. Ich habe nämlich auch noch ein paar Wan-Tans frittiert. Bei uns gibt es das meist als Vorspeise oder Snack, in China, wo man kaum feste Menüfolgen kennt, laufen die frittierten Teigtaschen am ehesten unter dem Label dim sum, kleinen Gaumenkitzlern, die man gern zum Frühstück, zum Mittag oder zum Nachmittagstee isst.

Freitag, 26. Februar 2016

Wan-Tan-Suppe


Es ist schon erstaunlich, wie so manche Gerichte scheinbar unabhängig voneinander an völlig verschiedenen Orten der Welt entstanden sind. Lange ging man davon aus, das Marco Polo die Nudel aus China nach Italien brachte. Das ist aber mittlerweile widerlegt, da man weiß, dass bereits in der Antike Nudeln auf dem Speiseplan der Europäer standen. Trotzdem mögen sie ein Import aus dem fernen Ostens sein, denn es gab, zumeist indirekte Kontakte zwischen den Staaten der Antike und dem fernen Reich der Mitte. Und wenn ein kultureller, philosophischer (viele griechische Denker hatten eindeutig Kenntnis fernöstlicher Philosophie) oder wirtschaftlicher Austausch herrschte - römisches Glas gegen chinesische Seide - warum da nicht auch ein kulinarischer? Die ungeheuer leckeren Tortellini in brodo alla Bolognese waren bisher immer eine meiner Lieblingssuppen. Ich sage es ja nicht gerne, aber die haben hier eine ernsthafte Konkurrenz (oder Vorbild?) gefunden. Mehr noch. Man soll ja mit Superlativen vorsichtig sein, aber das hier ist geschmacklich eine der besten Suppen, die ich je gegessen habe. 

Donnerstag, 25. Februar 2016

Spaghetti mit Tomaten-Olivensauce à la Griechenland


Das süß-saure Knusperhuhn gab es schon gestern, ich bin bloß abends nicht mehr zum Schreiben gekommen. Heute gab es dann eine schnelle, recht würzige Pasta, bei der ich mir erlaube, sie auf Grund der verwendeten Zutaten als "griechisch" zu klassifizieren. Ich hätte das auch Spaggéti Mikonos nennen oder sonst einen Fantasienamen erfinden können, aber ich bin ja weder Clemens Wilmenrod noch Loriot. Da fällt mir ein, auch die "Kalbshaxe Florida" fehlt noch in der Rubrik Aus Film, Funk und Fernsehen.

Knuspriges Huhn süß-sauer


Es ist schon erstaunlich. Da koche ich so oft chinesische Sachen, aber habe ich hier den (Restaurant-) Klassiker "Hühnchen süß-sauer"? Man sollte meinen ja, aber denkste, Puppe! Dieser Zustand bedarf sofortiger Intervention, also ran an den Wok.

Dienstag, 23. Februar 2016

Hähnchenfleisch mit Gemüse


Ich habe festgestellt, dass ich zwischen den Mahlzeiten völlig vegetarisch lebe. Wenn ich die Buffalo Biker Boots ausziehe und Hosenträger statt Ledergürtel trage, sogar vegan. Das wären dann gut 95% Prozent des Tages. Das beruhigt mein Gewissen ungemein und auch für das heutige Gericht mussten keine Delfine sterben.