Samstag, 13. Dezember 2025

Indisches Gemüsecurry Freestyle


Ganz oft, wenn ich ein Thema verfolge, beiße ich mich fest und bleibe dann längerer Zeit auf der Spur. Ich nenne das gerne konsequentes Kochen, aber vermutlich hat mich nur der Algorithmus im Schlafittchen und schlägt mir vermehrt Videos derselben Kategorie vor, wenn ich ausgiebig nach Quellen und Rezepten für ein Gericht  recherchiere. Oft ist aber so, dass ich ein fleischlastiges Gericht plane, dann aber auch irgend etwas mit Gemüse brauche, damit die Gattin an Bord bleibt. Dann werde ich oft kreativ und bastele mir selbst Rezepte zusammen, so wie dieses Gemüsecurry heute. Das ist kein festes indisches Rezept, sondern tatsächlich Freestyle. Die Zutaten und die Art der Zubereitung würden sicherlich auch in Indien verstanden werden, wenn das Gericht sicher auch viel schärfer wäre - ich muss da oft Rücksicht nehmen. Aber reden wir nicht so viel, legen wir einfach los.
  

Alles so schön bunt hier! Für vier Portionen mit Reis und anderen Komponenten:
  • 200 g Kürbis, hier Hokkaido
  • 1 mittelgroßer Zucchino 
  • 3 Schalotten
  • 2 Tomaten
  • 1,5 EL Ingwer-Knoblauchpaste
  • 3 cm Zimtrinde
  • 1 EL Kreuzkümmelpulver
  • 1 EL Koriandersaatpulver
  • 1,5 TL Kurkumapulver
  • 1 EL Garam Masala
  • 1,5 EL Kashmiri-Chilipulver (Kashmiri Mirch)
  • Saft einer Limette
  • 200 g Joghurt (10% Fett)
  • Salz
  • Pfeffer
  • Öl, Ghee oder Butterschmalz
Die Wahl der Gemüse ist Geschmackssache. Ihr nehmt, was ihr da habt oder mögt. Hokkaido hat den Vorteil, dass man bei diesem Kürbis die Schale mitessen kann.

Ingwer-Knoblauchpaste - gibt es auch im Asialaden. Sehr praktisch für indische Gerichte. Man kann aber natürlich auch Ingwer und Knoblauch fein reiben und pürieren.

Garam Masala ist eine typisch indische Gewürzmischung, die meist am Ende des Kochprozesses hinzugefügt wird. Kann man im Asialaden oder in gut sortierten Supermärkten kaufen (schmeckt da meist aber eher weniger Original). Wenn man die Gewürze alle hat, kann man aber auch meinem Link folgen und da selbst machen.

Kashmir-Chilipulver ist recht mild und wird hauptsächlich wegen der Farbe genommen. Wer das im Asialaden nicht bekommt, nimmt ein andere, nicht zu scharfe Arten gemahlener Chili, wie zum Beispiel koreanisches Gochugaru oder türkisches Pul Biber (Aleppo-Pfeffer). Hat  man nur scharfes Chilipulver, kann man das mit edelsüßem Paprika strecken.

Kürbis und Zucchini in kleine Happen schneiden, Schalotten abziehen und klein hacken, Tomaten würfeln.


Bratfett in einem Topf erhitzen und die Zwiebeln langsam auf mittlerer Flamme goldgelb schmoren lassen.


Tomaten dazugeben und mitschmoren, bis sie fast geschmolzen sind.


Ingwer-Knoblauchpaste und Gewürze hinzufügen.


Gemüsewürfel dazu und mit etwas Wasser aufgießen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Köcheln lassen, bis die Gemüse den gewünschten Gargrad erreicht haben.


Joghurt einrühren und noch mal abschmecken.


Servieren. Dazu passen Reis und indisches Brot, zum Beispiel Naan. Starke Aromen, toller Duft, alles sehr lecker, schnell und vegetarisch. Natürlich lässt sich das auch ganz einfach auch vegan kochen.
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Flashback:



Gestern vor zwei Jahren: Chuan Wei Liang Mian - Sichuan Cold Noodles

2 Kommentare:

  1. Letzten Sonntag bereitete ich das Essen bis auf Kleinigkeiten genau so zu. Die Indische Küche ist mit ihren Gewürzen so reich, dass für mich das Fleisch entfallen darf. Mein Mann sieht das immer anders, ist etwas vegetarisch befürchtet er fast schon einen Anschlag auf seine Gesundheit.

    Ich mag Kürbis sehr und habe ihn mir wiedererobert. Als Kind kannte ich nur den eingelegten Kürbis, der mir dadurch verleidet wurde.
    Das Ergebnis ist gut gelungen, durch die strukturierte Anleitung war es einfach umzusetzen. Ich gab noch drei kleine, grüne, böse Chilis zusätzlich aus dem Indischen Supermarkt hinzu. Sie habe ich eingefroren stets griffbereit.

    Bei der Zutatenliste stutzte ich bei dem Wort „Zucchino“. Da ich kein Italienisch gelernt habe, kenne ich die maskuline Mehrzahlbildung erst durch die „Big Bang Theory“, wo Sheldon Cooper nach der Einzahl von „Konfetti“ fragt. Das ist bei mir hängen geblieben. Wobei „confetto“ heute für gezuckerte Mandeln steht. So sieht bei mir Erwachsenenbildung aus, kann´s aber zugeben und darüber lachen, bleibe jedoch lernbereit.

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    1. Das ist doch auf mehrfache Art schön. Du hast etwas Leckeres gekocht, hats dir irgendwann den Kürbis zurückerobert (ging meiner Frau ähnlich, ich bin da aus der Kindheit nicht vorbelastet) und du hast etwas dazugelernt. Was will man mehr? Vielleicht noch eine guten Rutsch und ein tolles 2026. Danke fürs Lesen und Feedback geben.

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