Montag, 29. Dezember 2025

Zum 12. Blog-Geburtstag: Meine kulinarische Weltreise im Kochtopf

Zum zwölften Bloggeburtstag gibt es - neben dem obligatorischen Rückblick - mal eine andere Betrachtung. Ich bin irgendwann mit dem Anspruch angetreten, mich einmal um die ganze Welt zu kochen. Wie weit ich dabei gekommen bin, kann man hier auf dieser Karte ganz gut erkennen. Grün markiert sind die Länder, an deren Küche ich im Laufe der Zeit hier schon versucht habe. Bis auf Österreicher, die scheinbar spaßbefreit mit dem Lineal am Bildschirm die Größe der Gulaschstücke nachmessen oder bemängeln, dass das Schnitzel 0,005 Mikrometer zu dick ist, habe ich, auch in den sozialen Medien, nur positive Rückmeldungen von Einheimischen bekommen, die sich immer freuen, dass ich ihren Gerichten absoluten Respekt entgegen bringe und immer versuche, sie so authentisch wie möglich zuzubereiten. Bisher habe ich es auf knapp über 60 Länder gebracht, dass wären ungefähr 30% aller Staaten. Gut, wenn ich mich nur auf diese Weltreise konzentriert hätte, wären im Blog nur 195 statt der 2800 Einträge, aber ich "reise" ja nicht non-stop, sondern nehme auch mache auch gern mal Umwege, verweile länger oder kehre immer wieder an einen Ort zurück. Wie auch immer, wenn das in diesem Tempo so weiter geht, bleibe ich euch wohl noch weitere 24 Jahre erhalten. In diesem Sinne, danke fürs Lesen und Kommentieren. 
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Flashback:


Heute vor zwei Jahren Zum 10. Blog-Geburtstag: Ein kurzes Best Of

6 Kommentare:

  1. Zu den 12 Jahren des Bestehens Deines Koch-Blogs möchte ich gerne gratulieren. Die darin enthaltene Mühe und Hingabe ist beachtlich.

    Ich würde gerne dazu einen Isländischen Lavakuchen kredenzen, denn ich sah auf Deiner Weltkarte, dass diese Insel nicht grün gekennzeichnet ist, bzw. noch nicht kulinarisch besucht.

    Derzeit lese ich Island-Krimis. Die Provence, Australien, Schweden, Portugal etc. sind kriminalistisch erlesen, teilweise auch bereist. Toll ist, wenn man neben der Spannung mitbekommt, was und wo die Kommissare speisen.
    So kam ich auf den Lava-Kuchen, suchte ein Rezept heraus und machte ihn. Er hat eine ganz spezielle Zutat, von der ich nicht gedacht hätte, dass sie stimmig zum Ganzen passt. Weit gefehlt!

    In Ermangelung der Möglichkeiten ist hier das Rezept, welches ich nutzte: https://www.island-besuchen.de/de/20/04/island-schokoladenkuchen-rezept.html

    Ja, ich las, dass backen und süß nicht Deins ist, aber vielleicht läßt sich bei Interesse Deine Sous-Chefin hinreißen um einen Fuß auf Island zu setzten. Wie auch immer, in erster Linie ist es ein fröhlicher Gruß von mir, ich trinke gerade einen Kaffee auf Dich.

    Erst seit kurzem habe ich Freude am Kochen. Zuvor war es eine leidige Alltags-Pflicht wie Duschen. Ich werde hier öfter reinschauen und habe mir einige Rezepte gemerkt, die umgesetzt werden sollen.
    Schön finde ich die klare Struktur hier und dass es keine Werbung gibt. Auch die Offenheit gefällt mir, so dass ich mich trauen werde, Fragen zu stellen.

    Wenn das Gericht dann auch noch gelingt und nicht zum Jüngsten mutiert - von einem Koch-Honk wie mir - ist es fair, sich mit einen Posting zu revanchieren.

    Lars, ich wünsche Dir viel Freude in allem, was Du anpackst und dass Dir die Neugier und Kreativität erhalten bleiben.

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    1. Liebe Esther, was soll ich sagen außer "Danke"? Wenn ich solche Kommentare lese, habe ich immer ein wenig Pipi in den Augen. Vom Lavakuchen habe ich schon gehört. Ich werde mich der Sache annehmen. Und was Fragen angeht, immer raus damit. Ich wünsche Dir einen guten Rutsch.

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  2. Venezuela ist noch nicht auf Deiner Weltkarte „erkannt“, Lars. ;-) Weil das Land momentan im Fokus der Weltpresse ist, erinnerte ich mich daran, eine leckere Spezialität von Venezuela gegessen zu haben.

    Auf der Kanarischen Insel La Palma betreiben Einwanderer aus Venezuela ein bezauberndes Restaurant in Los Llanos de Aridane, mit Namen „Arepera El Jable“. Hier ein Link, um die Atmosphäre zu vermitteln: https://de.la-palma.travel/restaurant/arepera-el-jable/

    Die süßen Mais-Fladen sind gefüllt und nennen sich „Cachapas“. Für uns war das eine Erfahrung der Sonderklasse. Wir gingen oft dort essen.

    In Venezuela backt kaum jemand die Cachapas selber, weil man sie an jeder Ecke bekommen kann. Der dortigen Küche stehen verschiedene Maissorten zur Verfügung, je nach Art der Verarbeitung. Darum ist es in Deutschland nicht so einfach, die Cachapas zuzubereiten, weil man meist nur eine Sorte bekommt.

    Auf La Palma sind viele der alten Damen „Venezuela Witwen“, ihre Männer gingen zum Arbeiten fort und kamen nicht wieder. Umgekehrt schwappte die Zigarren-Kultur auf die Kanaren. Mein Mann und ich besuchten die familienbetriebenen Stätten, wo der Tabak gerollt wird und das nahegelegene Zigarren Museum.

    Mit die besten Zigarren erzielten wir in einer kleinen Tapas Bar. Das Preis-Leistungs-Verhältnis war phänomenal. Es war eine Robusto, Maduro ( wie der Staatspräsident von Venezuela, Maduro bezeichnet hier eine Zigarre mit einem tief dunklen Deckblatt, das Aroma geht in Richtung Schokolade ). Wir rauchen seit 2010 in Maßen Zigarre. Da sie gepafft wird, bekommt man keine Nikotinsucht, dazu müsste man schon vier am Tag rauchen, dann hat man Eine. Mein Mann genießt einen Rum dazu, ich einen Single-Malt aus Schottland. Richtig gut paßt auch ein heißer Kakao zur Zigarre.

    Ich werde mich mit der Küche von Venezuela noch beschäftigen ( der erste Versuch war nicht übel, allerdings auch nicht umwerfend ) und wollte gleichzeitig für Inspiration sorgen, damit Deine Weltkarte noch mehr begrünt wird. Die Cachapas sind es wert.

    Herzliche Grüße aus Köln!

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    1. Meine Schwiegereltern waren Ende der 90er auf La Palma und haben bis an ihr Lebensende 24/25 davon geschwärmt. Bananenhaine, schwarzer Sand, leckeres Essen ... Ich schaue mir die Cachapas mal an. Leider muss ich wegen Sorbitunverträglichkeit in der Familie mit Mais vorsichtig sein.

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  3. Deine Weltkarte habe ich im Hinterkopf.
    Heute las ich, dass eine Suppe aus Paraguay namens „Vori Vori“ zu einer der leckersten Gerichte der Welt gekürt wurde. Nur, wer bestimmt das, wie kommt man zu dem Ergebnis?

    Da ich derzeit auf Knödel und Bällchen stehe, außerdem einige kenne, die in Paraguay lebten, setze ich das einmal hier als Idee herein. Denn diese Stelle ist auf Deiner Karte nicht grün. Es ist nicht meine Absicht, Druck auszuüben oder bestimmen zu wollen, sondern ich bin begeistert von Deiner kulinarischen Weltreise.

    Unser Lieblingswirt, der die Gastwirtschaft in unserer Nähe leider nicht mehr führt, hat auf der Fete zum 50. Geburtstag meines Mannes ein Buffet mit Gerichten aus Paraguay gezaubert. Das bot sich an, er lebte dort als Jugendlicher mit seinem Vater und war in einer Fußballmannschaft ein junges Talent. Für die Ausbildung zum Koch kehrte er zurück, lernte in der Küche seine Frau kennen und blieb in Deutschland kleben. Das Buffet war klasse, alle waren zufrieden, mein Mann und ich begeistert.

    Auch Freundinnen aus jungen Jahren lebten eine handvoll Jahre in Paraguay, kamen aber mit Parasiten im Darm zurück. Sie wurden im Hamburger Tropenkrankenhaus behandelt. Außerdem muß man beispielsweise Schuhe etc. immer nach Taranteln abchecken. Wo eine ist, ist meist eine Zweite. Toilettenbrillen werden vor Gebrauch mittels Besenstiel hochgeklappt – Schlangen. Das halte ich nicht aus. Ab da war es mit meinem Traum, sich in dem südamerikanischen Binnenstaat zuzuschauen, vorbei.

    Ich werde „Vori Vori“ausprobieren, allerdings nicht vegan, wie manche es offerieren, Hähnchenfleisch muß für eine gute Brühe hinein.

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    1. ....entschuldige Lars, die Suppenbällchen werden u. a. aus Maismehl gemacht. Ich hatte vergessen, daß in Deiner Familie Unverträglichkeiten bestehen.

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