Ich weiß nicht, wie das bei euch ist, aber bei uns stellt sich, wenn ein Essenswunsch geäußert wird oder irgendein Lebensmittel verbraucht werden will, die Frage "Was essen wir dazu?" Ich hatte noch etwas Rinderhack und Feta im Kühlschrank und da war zumindest eins Fall klar: das läuft auf Bifteki hinaus. Dazu passen natürlich Pommes und die essen wir alle gerne (wer nicht?), aber ich wollte diesmal etwas Abwechselung. Also entschied ich mich für griechische Patátes lemonátes (Πατάτες λεμονάτες). Die haben manchmal noch ellinikósi (eελληνικός) für "griechisch" vorne weg und weil sie im Backofen zubereitet werden, noch den sto foúrno (στο φούρνο) , also "im Ofen", hintendran. Aber genug Sprachen für heute, legen wir los.
Für drei satte Portionen als Beilage habe ich hier:
- 800 g Kartoffeln (festkochend)
- paar Zweige Oregano
- 2 Zitronen
- 3 Knoblauchzehen
- 1 TL milde Chiliflocken(optional)
- Salz
- Pfeffer
- 100 ml Olivenöl
Kartoffeln schälen und in Spalten oder gut drei Zentimeter große Stücke schneiden. Knoblauch abziehen und leicht andrücken. Oreganoblätter von den Zweigen zupfen. Zitronen auspressen.
Ich habe auch Rezepte gesehen, in denen noch Senf ins Öl gerührt wurde. Bis zu meiner originalen Gyrosmarinade vor fast einem Jahr, hätte ich diese Zutat in griechischen Rezepten nicht unbedingt erwartet.
Ich habe auch Rezepte gesehen, in denen noch Senf ins Öl gerührt wurde. Bis zu meiner originalen Gyrosmarinade vor fast einem Jahr, hätte ich diese Zutat in griechischen Rezepten nicht unbedingt erwartet.
Alles in eine Schüssel geben, gut vermengen und - wenn Zeit ist - eine Stunde marinieren lassen. Man kann aber auch sofort loslegen.
Kräftig salzen, dann alles - inklusive Öl und Flüssigkeit - auf ein Backblech oder in eine Auflaufform geben und abdecken. Dazu nimmt man entweder ein zweites, umgedrehtes Backblech oder einen Deckel. Mit Alufolie muss man bei säurehaltigen Lebensmitteln aufpassen, die sollten nicht in direkten Kontakt kommen. Egal wie, das wandert jetzt so bei 160°C für etwas eine Stunde in den Ofen. Durch die Abdeckung und die Flüssigkeit dämpfen die Knollen nun erst mal mehr als dass sie backen. Ich habe auch Varianten gefunden, bei denen zu diesem Zwecke auch noch Brühe angegossen wurde.
Dann den Ofen auf volle Power stellen, die Abdeckung entfernen und weitere zwanzig bis dreißig Minuten (hängt vom Ofen und den Kartoffeln ab) backen, bis die Patatis außen goldgelb und knusprig, innen aber schön weich sind. Hier sollte man nach Augenmaß vorgehen und öfter mal nachschauen, wie es aussieht.
Eine leckere Angelegenheit
Bifteki, Tstatsiki und die umwerfend leckeren Zitronenkartoffeln. Ein Hauch von Sommerurlaub an der Ägäis im Winter. So und jetzt habe ich Lust zu grillen.
____
Flashback:Heute vor sechs Jahren: Burger Korea Style







Da ich ja für ne gescheite Ofenkartoffel sämtliche Pommes der Welt links liegen lasse ( Ich mache mir sowas
AntwortenLöschenzuhause praktisch nie...) gebe ich hiermit zu, dass ich es mir bei sowas maximal einfach mache :
ich schnibble die Knollen hübsch in passende Form, koche sie für gut 10 Minuten schon mal vor bis leicht
weich, dann gründlich abtrocknen lassen und ab da Rest wie gehabt.
So werden sie immer grad genau recht: außen hübsch knusprig und innen butterezart. So mag ich das.
Und das nach nur nach rund ner haben Stunde. Draufstreichen darf natürlich jeder nach belieben und bedarf,
hauptsache am Öl und dessen Qualität wird nicht gespart.
Der Dreh durch die Abdeckung ne Art Garraum zu schaffen ist natürlich zielführend, aber das kann man sich
getrost auch schenken. Und was die Brühe angeht - ja, das ist lecker wenn man es so richtig würzig haben mag,
aber da behelfe ich mir indem die Kartoffeln eben in Brühe vorgegart werden.
Allerdinga muss ich auch zugeben, dass ich mittlerweile zu meinem beginnenden Altersstarrsinn stehe,
denn ich halte meine bevorzugte -regelmäßig gelieferte Kartoffelsorte konsequent vorrätig. Die passt absolut
für alles , ist hübsch rotschalig und innen sonnig gelb und hört auf den Namen Laura.
In Brühe garen und rösten kennt man auch von Fondant-Kartoffeln. Die abgedeckte Phase dient vor allem dazu, dass die Kartoffeln den Zitronengeschmack aufnehmen.
LöschenZitrone soll in die Kartoffel, ach so.
AntwortenLöschenAlso kann ich die Kartoffeln auch schälen,
schneiden und dann mit Zitrone ein bisschen stehen lassen.
Hat den netten Nebeneffekt, dass die nicht braun werden.
Marinieren ist nicht zwinegend notwendig, gibt aber meines Erachtens mehr Geschmack.
Löschenok, dann nehme ich das mal auf.
AntwortenLöschenSchnitzel mit Zitrone
aus dem Backofen ist ja köstlich
(steckt eine lustige Ski-Geschichte dahinter)
Wieso dann nicht auch Kartoffel mit Zitrone.
Hab ich so noch nie gemacht.
Wie gesagt, die blöde Zitrone an Schnitzel, an Fisch
das mach ich ohne Nachdenken,
und sauge den Rest mit Kartoffeln auf.
Jetzt mal das ganze ohne Fisch oder Fleisch.
Und die Fischköppe machen das mit Essig,
schon lang. Ist nur in Vergessenheit geraten.
Kartoffeln mit Essig als Salat ist doch eher was für Knödelgermanen. Hier im Norden ist es doch eher mit Mayo.
LöschenDie Zitrone zum Fisch habe ich noch nie verstanden, ich drücke die immer ins begleitende Getränk. Den Geschmack vom Fisch versaut die Zitrone doch. Okay, früüüüher, als der Fisch nicht so frisch war, machte das Säuern bei den berühmten 3S der Fischzubereitung noch Sinn, aber heute???
LöschenEs kommt daraufan. Bei paniertem Fisch finde ich etwas Zitrone gar nicht verkehrt. Sonststört mich das auch nicht. Man muss den Fisch ja nicht in Zitronesaft ertränken, aber ein Spritzer hebtmeines Erachtens den Geschmack.
Löschen@Lars: Gibts Kartoffelsalat mit Majonäse überhaupt noch? Das ist doch alles nur noch Salatcremè. Und: komme mir jetzt nicht mit "selbstgemacht"! Selbstgemacht ist, wenn man 3 verschiedene fertige Salate kauft und die dann mischt. ;-)
AntwortenLöschenMit Vinaigrette hab ich Kartoffelsalat auch schon fabriziert, pur ganz schön heftig, aber mit Brühe verdünnt geht's. Liegt auch nicht ganz so schwer im Magen. Die hier im Norden kaufbaren mit der Grundidee kannste aber vergessen, das ist meist nur gesäuerter stückiger Kartoffelbrei.
Wenn ich die Mayo nicht selbst mache kaufe ich gute Fertigware, aber keine Salatcreme. Ich mache meinen Kartoffelsalat immer noch mit Mayo, etwas Senf, einem Schuss Essig, gehackten Cornichons, Schaotten und machmal hartgekochten Eiern. Die süddeutsche Variante geht zur Not, ist für mich aber nicht wirklich Kartoffelsalat.
Löschen