Ich freue mich ja grundsätzlich, wenn das Wetter und Zeit es erlauben, e tagsüber mal in den Pool zu springen und abends noch auf der Terrasse zu sitzen. Insofern habe ich nichts gegen höhere Temperaturen, wenn sie nicht gerade die an drer 40 °C-Grenze kratzen. Was ich nicht mag und was mich kreislauftechnisch aus der Bahn wirft, ist schwüle Luft. Bei solchen Witterungsbedingungen habe ich meist auch keine Lust, stunden lang am heißen Herd zu stehen. Da wird dann entweder gegrillt, was ja eigentlich auch nicht kälter ist, aber immerhin an der frischen Luft stattfindet), es gibt Sandwiches oder eine schnelle Pasta. Pesto ist da immer gut und ich liebe das originale Pesto alla Genovese, aber auch Varianten in rot oder mit Bärlauch sind großartig. Nun hatte ich neulich Radieschen gekauft und mir gedacht, das Grün davon ist doch eigentlich zu schade, um weggeschmissen zu werden. Also habe ich daraus ein Pesto gemacht. Einfache Sache, aber tatsächlich lecker.
Wir brauchen:
- Radieschengrün (von einem Bund)
- 100 g Pinienkerne
- 2 Knoblauchzehen
- 3 EL geriebenen Pecorino oder Parmesan
- grobes Salz
- Pfefferkörner
- Olivenöl
Pinienkerne trocken anrösten, bis sie duften und etwas Farbe bekommen.
Radieschengrün mit Knoblauch, Pfeffer und Salz zu einer Paste zerstampfen.
Abgekühlte Pinienkerne dazugeben.
Käse unterheben.
Olivenöl einrühren und abschmecken. Dabei nicht zimperlich sein, das Pesto muss jetzt deutlich kräftiger sein, als man es nachher haben möchte. Man kann auch eine Küchenmaschine nehmen, aber ich mag mein Pesto eher grob und möchte die einzelnen Komponenten noch erkennen können. Das ist der Mörser besser.
Spaghetti in ordentlich gesalzenem Wasser al dente kochen, einen großen Kaffeebecher Kochwasser dabei abschöpfen. Pasta mit Pesto und soviel Salzwasser vermengen, dass sich die Sauce cremig um die Nudeln legt.
Mit mehr Pecorino oder Parmesan servieren.
Neulich gab es bei uns Burger und aus dem restlichen Hackfleisch habe ich dann eine klassisches Ragù alla Bolognes gemacht. Auch immer wieder gut.
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Flashback:Heute vor fünf Jahren: Pullum Parthicum - Parthisches Hähnchen aus dem Alten Rom









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Was für eine Idee ...
AntwortenLöschenRadieschengrün ..
Dürfte eine leichte Schärfe haben,
aber weniger intensiv wie Rucola.
Das mache ich garantiert nach!
Musst du.
LöschenEine mir leidlich gut bekannte " Kräuterhexe" behauptete mal:
AntwortenLöschen" Du kannst aus jedem Grünkraut, das deine Kaninchen oder Meerschweinchen mögen ein astreines Pesto machen."
Glaub ich sofort; Radieschengrün hatte ich mal als Topping aufm Salat - seehr lecker...
Leider hängt mir aber mittlerweise Pesto wegen seiner Dauerpräsenz in Supermärkten und abartigen Foodblogs >
Bayrischer Leberkäse mit Seppls top secret Pestomischung 😝 --- zum Hals raus.
Genauso ists mit dem lieblos so genannten " TomateMozzarellaBasilikum" der einem auch genauso auf den Teller geklatscht wird. Italien nennt das Insalata Caprese > jaa, das hat Stil.....Und es gibt hier natürlich auch Leute, die das genauso machen.
Und was wir hier so abartig "Schniposa" nennen entspricht in etwa einem "Cotoletta con patatine e insalata".
Ha! >> erkennen Sie den Unterschied?
Ob's dann besser schmeckt weißinet; aaber - ja, auch das Ohr ißt mit ( Bsp: knackiger Salat ( Krschkknrsch )
oder Karotte ( Gnschprkräcks) usw.) und geile korrekt japanisch / chinesisch geschlürfte Suppe .
Das klingt übrigens m,E. ganz anders als das ordinäre Spaghettischlotzen, das ich so gar nicht schätze.
Man müste mal genauer ergründen, WIE elementar Essen im Grunde wirklich ist > das gäbe nen Prachtexemplar
von einem Buch. E. ist multisensorisch, hat wichtige soziale Fuktionen, verrät viel über die Menschen und deren
Kulturelle Gepflogenheiten. Mitsamt Politisch / historischen Effekten usw usf.....
Schluswort des Werkes : Essen ist Leben. ( Tadaaa und Tusch ! )
Ich habe es schon öfter gesagt. Ein Land, dessen Sprache beim Thema Essen keine Poetik kennt, sondern nur nackte Sachbeschreibungen, wie zum Beispiel "Sättigungsbeilage" oder "Frühstück" (Wann? Früh. Was? Irgendein Stück) macht sich nicht gerade verdächtig, kulinarisch leidenschaftlich zu sein.
LöschenIm Grundsatz wollte ich dir erst vollumfänglich zustimmen und ne Runde " Deutsche Küche bashing " raushauen, aber dann klopfte es im Oberstübschen und es polterten so Beriffe da drin rum:
LöschenArme Ritter - Tote Oma - Himmel un Ääd - Bienenstich - Falscher Hase - Kirscheplotzer - Salzweck -
Bullette - Labskaus - und mein TOP Favorit Pumpernickel ( die Theorien zur Namensgenese sind arg
divers und ungenau - es gibt deren mehrere. Ich bevorzuge diejenige volkstümliche mit dem Verweis auf
das altdt Verp pumpern für furzen ( wg der angeblichen Wirkung des Teiges) und Nickel als derbe
Abkürzung für Nikolaus.
Ohje, der arme Knecht Ruprecht- der musste ja immer hinterherlaufen. Na prima....und das im Winter, wo ja eh alles schlimmer stinkt als sonst - z.B Zigarettenrauch oder Abgase.
Ist "Tote Oma" Posie? Ich denke nicht. Auch Bienenstich ist kein positiv belegter Begriff. Hier stimmt was nicht.
LöschenDein Ernst ?
LöschenIn der Literaturwissenschaft bezeichnet der Begriff Poesie lediglich sämtliche " künstlerischen" Texte in
Abgrenzung zur Sachliteratur.
Poetik ist primär eine Sammlung von Unterscheidungsmerkmalen wie Lyrik, Epik und Dramatik, sowie
gebundene ( verse) und freie Sprache. Zudem Metrik, Versarten, Reimformen und Gedichtstrukturen.
Zudem Rhethorische Figuren und Stilmittel wie Symbol, Allegorie, Metapher usw. Und mehr ist da nicht
zu holen außer vielleicht noch Dramentheorie.
Das " Wesen" oder gar die "Bedeutung" ( auch im wertenden Sinn) wird davon nicht erfasst. da braucht es andere Instrumentarien und gelingen tut's eh nie endgültig.
Insofern gibt es auch keinerlei abschließende Listen o.Ä. die klären würden welche Formulierungen, Themen
oder Wasauchimmer poetisch sind oder eben nicht. So ein Versuch wäre ja schon nach einer Generation
in großen Teilen ein Fall für die Tonne.
Die irrige Annahme Poesie sei etwas "schönes", das einem positive Gefühle oder Assoziationen vermittelt
läuft falsch.
Der wohl früheste und wichtigteste Dichter des Abendlandes ist Homer und dessen Ilias und Odysse sind in
Versform gelesen ( und nicht als art nacherzählung ) sind voll ungeheurer Grausamkeit und expliziten
wort- und bildreichen teils mehrseitigen Beschreibungen, da ist ein Bienenstisch und ne einzelne tote Oma
die irgendwo rumliegt ein kleiner Pups gegen nen tobenden Starkwind. Und Homer ist ja wohl zweifelsfrei
Poetik.
Poesie handelt im Wesentlichen vom Menschen und seinem Leben und letzteres ist nun mal kein
Zuckerschlecken.
Ich meinte eher die alltagssprachliche Auffassung des Begriffs, der irgendwie einer gefühlsmäßigen Aufassung von Ästhettik entspricht und nicht die literaturwissenschaftliche.
LöschenAlles klar, ich dachte schon nanü?
LöschenWenn man das " gefühlte" Empfinden erfragt wird's einem allerdings bestimmt domelig in Kopf vor lauter
unterschiedlicher Antworten. Ich mag z.B. gern Jandls Kotzenden Mops.
Andere bevorzugen Eichendorffs " Mondnacht" usw usf. Was ein Durcheinander....
Und die Ästhetik erst...😉
Einigen wir uns darauf, dass die deutsche Sprache beim Thema Kulinarik eher auf nackte Formalität, als auf kreative Ästehtik setzt.
LöschenEin weises Schlusswort !
LöschenÜbrigens: ich wollte dich nicht irgendwie anblaffen oder so auch wenn ich wohl etwas klugscheisserisch rüberkam. Sorry, aber die Sache mit der Literatur ist mir halt schon immer ein echtes Herzensanliegen,
das mir mittlerweile allerdings leider abhanden gekommen ist - mitsamt der Fähigkeit mich beim Lesen
komplett auszuklinken und mich irgendwohin mitnehmen zu lassen. Ein sehr bedauerlicher Verlust,
der sich auch durch gekegentliches Binge Watching nicht kompensieren lässt. Schluchtz,, ( Ja, ich bin
großer Freund der Donaldisten, aber ohne profunde Kenntnisse )
Themenwechsel: Gestern bekam ich ein Schälchen Schwarze Knoblauchknollen als Dankeschön für was anderes geschenkt. Hinterher gekostet und ZacK bin ich aus den Latschen gekippt. Das Zeug hat einen
Geschmack wie aus einer anderen Welt. Die Knollen werden über mindestens 4 bis zu 12 Wochen bei
konstant um die 61 Grad und kontrollierter Luftfeuchtig komplett sich selber überlassen um sich dabei
in etwas vollständig anderes zu verwandeln, Die Form bleibt erhalten, die Konsistenz ist aber weich und fast cremig. Es schmeckt karamellig mit Unmengen Umami und wird sowohl als " Praline zu Süßspeisen als auch
als Zutat in gekochten Gerichten verwendet z.B. schlicht zu Pasta.
Wenn du das mal siehst - kaufe es auch wenn es ganz schön teuer ist. Alleine der Moment beim Probieren
ist's wert.
Der hiesige Name ist natürlich mal wieder schnöde, aber da entsteht die wahre Poesie in Mund und Gaumen.
Alles gut. Schwarzen Knoblauch habe ich hier auch noch rumliegen. Das Zeug kann was und da lohnt sich kaufen (oder geschenkt bvekommen) auf jeden Fall, da selber machen extrem aufwendig ist.
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