Mittwoch, 25. November 2015

Nur mal so ... (Teil 55)


Aufmerksame Leser des Blogs - Achtung! ich werde demnächst einen unangekündigten Test schreiben lassen - werden den Satz kennen: "Wenn du mal keine Idee hast, mach ein Sandwich oder überbacke irgendetwas. Zur Not auch beides." Wir haben noch Farce von gestern. Die streichen wir dünn auf Toast und überbacken dies dann mit würzigem Käse, hier mit Cheddar. Lecker, aber nichts, was einen eigenen Eintrag verdient. Den Rest Farce habe ich unbeschriftet eingefroren. Das ist wichtig, denn so kann ich in einem halben Jahr mal wieder Tiefkühlschrank-Bingo spielen.

Dienstag, 24. November 2015

Gefüllte Champignons


Champignons gefüllt - auch wieder so ein 70er Jahre Retro-Kram, den eigentlich keiner so richtig braucht. Mit einer guten Füllung jedoch, kann das der Kracher auf jedem Büffet werden. Wir nehmen hier Huhn, Kalb wäre jedoch noch besser, aber wie schon so oft gesagt: "Wir sind hier nicht bei Wünsch Dir Was, wir sind hier bei So isses".

Montag, 23. November 2015

Pasta alla siciliana


In Italien isst man Pasta meist als primo piatto, also erstes Hauptgericht, nach den antipasti (wörtlich: vor der Pasta) und vor dem secondo piatto - zweites Hauptgericht, emist irgendendetwas mit Fleisch oder Fisch (carne oder pesce). Wem das zu kompliziert ist, schlägt sich den Bauch allein mit einem Nudelgericht voll. Meist ist das so lecker, das man da eigentlich gar kein Fleisch braucht. Auch hier ist ein bekennender Carnivore wie Herr Westerhausen fleischlos glücklich. Das Gericht enthält nämlich auch Auberginen und die sind ein guter Fleischersatz.

Dulce de membrillo


Schwesterherz war neulich für ein paar Tage in Barcelona und brachte uns ein leckeres Quittengelee mit, das dort unter dem Namen Dulce (oder: carne) de membrillo bekannt ist. Im Grunde handelt es sich hier um ein stark geliertes Mus, dass in Spanien gerne zu kräftigem Käse, zum Beispiel Manchego, oder einfach auf Brot gegessen wird. Die Familie war begeistert, nur leider, wie das immer so ist, die guten Sachen sind auch meist schnell weg und der Ruf nach Nachschub wurde immer lauter. Quitten haben in meiner Küche bisher noch nicht stattgefunden, das hat mich aber nicht davon abgehalten, hier einen Versuch zu starten. Also schnell am Samstag zum Wochenmarkt gefahren und besagtes Obst aus heimischer Feld und Flur erworben. Dann ran an den Herd und: ¡Olé! Optisch sieht das Resultat nicht anders aus, als auf den Rezeptbildern, über die ich gestolpert bin und geschmacklich gab es zwei Daumen hoch von der kritischen Testesserbande zu Hause.

Sonntag, 22. November 2015

Entenbrust à l'orange - part deux


Entenbrust à l'orange hatten wir so ähnlich schon einmal, diesmal hat die Sauce aber etwas mehr Wumms. Eins gleich vorweg, das Gelbe in der Mitte ist nicht Orangensauce, sondern eine Hollandaise aus glücklichen Eigelben, die hervorragend zu den Herzoginkartoffeln und dem Erbsen und Möhren-Gemüse passt.

Herzoginkartoffeln - Pommes duchesse


König: Man hört ja in letzter Zeit furchtbare Geschichten. War das nicht entsetzlich mit der Herzogin von Elba? 

Hofnarr: Ja wirklich, wirklich furchtbar. 

König: Ich frage dich, wie konnte so etwas passieren? 

Hofnarr: Oh, Sire, ihr kennt ja den italienischen Hof, so macht man den Hof auf Italienisch. 

König: Italienischer Hof, Hof auf Italienisch? Aber ich muss sagen, mich hat die Sache mit der Herzogin empört. Was sagt der Herzog dazu? 

Hofnarr: Pardon? 

König: Der Herzog, was sagt der Herzog? 

Hofnarr: Ach so, der Herzog. 

König: Ja, und was war mit dem Dogen? 

Hofnarr: Oh, wisst ihr, der Doge. 

König: Was tat der Doge? 

Hofnarr: Der Doge? 

König: Ja doch, der Doge! 

Hofnarr: Ja, der Doge tat, was Dogen tun. Erwartet ihr, dass der Doge über den Herzog herzog? 

König: Was, was, was war das?? 

Hofnarr: Oh, ganz einfach, Sire! 

König: Ja!? 

Hofnarr: Wäre der Doge über den Herzog hergezogen, weil die Herzogin sich zu dem Dogen hingezogen fühlte. 

König: Wie, wer zog was? 

Hofnarr: Oh, alles zog, Sire! Der Doge den Dolch. Der Herzog, der die Herzogin hinter sich herzog, zog sich vor dem Dolch des Dogen zurück. 

König: Vor dem Dolch des Dogen? 

Hofnarr: Ja! Die Herzogin duckte sich vor dem drohenden Dolch des Dogen, doch der Doge bedrohte darauf den Herzog bedrohlich. Da sich das Duell zwischen Doge und Herzog hin und herzog, zog sich die Herzogin zurück.

Freitag, 20. November 2015

Ragout Fin vom Huhn mit Königinnenpasteten


Ragout Fin, so könnte man meinen, ist ein französisches Gericht. In Wirklichkeit ist der Name das einzig französische an diesem Mahl. Das "feine Ragout" ist ein urdeutsches Erzeugnis, das zwar die französische Küche imitiert, aber aus Berlin stammt. Einst als Vorspeise Teil der gehobenen Küche, ist der Klassiker heute ein Synonym für schlechtes Essen aus Dosen. Das ist schade, denn eigentlich kann das Ragout was. Nur eben nicht aus der Konserve. Klassisch wird übrigens Kalbsfleisch verwendet, da habe ich aber nichts vernünftiges bekommen, also habe ich auf Huhn zurückgegriffen. Schweinefilet wäre natürlich auch eine Alternative gewesen.