
So langsam komme ich in das Alter, in dem man beginnt zurückzuschauen und Stein und Bein schwören möchte, dass früher vieles anders war. So geht es mir mit chinesischer Restaurantküche. Ich weiß nicht, was es ist, aber damals - ich rede hier von den späten 70ern/80ern des vorherigen Jahrtausends - hat mir das besser geschmeckt. Ja, meine Asnprüche sichd gestiegen und auch mein Geschmack wird sich (hoffentlich!) verbessert haben, aber ich bin der festen Überzeugung, dass die Fixierung vieler Chinarestaurants auf alll-you-can-eat-Büffets der Qualität des Essens einen Bärendienst erwiesen hat. Ausnahmen sind natürlich zum Beispiel die ganzen recht authentischen Spezialrestaurants (Sichuanküche, etc.), die es früher hier so nicht gab. Ich rede von der "normalen" chinesischen Restaurantküche in diesem Land. Bei "unserem" Stammchinesen damals - und er kam tatsächlich aus dem Reich der Mitte - war das Hühnerfleisch immer so wunderbar zart, fast wolkenartig. Fleisch hingegen, das über längerer Zeit in einem Charfing-Dish in Sauce schwimmt, kann ja gar nicht mehr auf der Zunge schmelzen. Aber dazu kommt noch mal ein Blogbeitrag in nicht allzu ferner Zukunft. Ich habe hier jedenfalls ein Gericht, das ich füher immer gerne gegessen habe und das ich aus Ermangelung eines chinesischen Namens einfach mal "Gebratenes Schweinefleisch" (Zhà zhūròu - 炸猪肉) mit Zwiebeln (Yángcōng - 洋葱) und Mu-Err-Pilze (Mù'ěr - 木耳) nenne. Ich möchte behaupten, dass es chinesischer Restaurantküche zu einer Zeit nahekommt, als sie noch gut war.