Mittwoch, 29. April 2026

Rigatoni con Asparagi bianchi arrostiti, Pomodorini e Aglio selvatico - Rigatoni mit gebratenem weißen Spargel, Kirschtomaten und Bärlauch


Wie oft habe das jetzt schon hier erwähnt? Ich würde im Leben nicht der Hybris verfallen und ein Restaurant aufmachen, es sei denn ich wäre Multi-Milliardär und es käme mir auf den Euro nicht an. Oft sitze ich aber da, besonders wenn ich irgendwo durch schlechtes Essen in einem Lokal enttäuscht wurde, und überlege, was ich anböte, wenn ich zum Beispiel jetzt zufällig eine italienische Trattoria erben würde und, um Kündigungen zu vermeiden, den Laden kurzzeitig weiterführen müsste, bis eine bessere Lösung gefunden wäre (Ende des Schachtelsatzes). Da stünde bei mir vermutlich so was wie dies hier, ganz oben auf der Liste: eine leckere Pasta mit lokalen und saisonalen Zutaten nämlich. Weißer Spargel hat ja gerade Saison und der bei uns "um die Ecke" (Nienburg) ist hervorragend. Bärlauch wächst bei uns zuhauf im Garten. Das mit ein paar "italienischen" Verdächtigen kombiniert, gibt ein wunderbares Terrassen-Essen, das wieder einmal unterstreicht: weniger ist oftmals mehr.
 

Für zwei Portionen :
  • 250 ungekochte Rigatoni
  • 4 Stangen Spargel
  • 12 Roma-Kirschtomaten
  • 1 Handvoll Bärlauch
  • 50 ml Weißwein
  • Salz
  • Pfeffer
  • Parmesan
  • Olivenöl
Nicht im Bild, weil ich mich beim Kochen spontan dazu entschieden habe:
  • 100 ml Tomatenpulp (stückig)
Natürlich kann man statt Rigatoni auch ähnliche Sorten wie Tortiglioni oder Penne rigate nehmen.

Das Gericht funktioniert natürlich auch sehr gut mit grünem Spargel.

Für ein strikt vegetarische oder gar vegane Version nehmen wir natürlich ein Ersatzprodukt für Parmesan


Spargel schälen, etwaig holzige Enden abschneiden. Daraus kann man noch gut ein Spargelsüppchen kochen. Diagonal in Scheiben schneiden. Tomaten halbieren, Bärlauch grob hacken, Parmesan reiben.


Spargel in Olivenöl anbraten, bis er rundherum etwa Farbe angenommen hat, dabei schon  al etwas salzen. Mit dem Weißwein ablöschen und Tomaten hinzugeben.


Tomatenpulp angießen.


Zwei Esslöffel frisch geriebenen Parmesan dazugeben. 


Parallel dazu haben wir unsere Pasta nach Packungsanweisung aufgesetzt. Sie sollte jetzt al dente sein. Wie immer gilt der Grundsatz: "Die Sauce kann auf die Pasta warten, aber die Pasta nie auf die Sauce." Einen Schuss Nudelkochwasser angießen und die Rigatoni in die Pfanne geben. Alles gut vermischen und noch mal abschmecken. Bei guten Tomaten eigentlich nicht nötig, aber manchmal kann eine kleine Prise Zucker Wunder wirken.


Sofort mit mehr Parmesan bestreut servieren. Ja, das hätte man auch so anrichten können, dass der Spargel zu sehen ist, aber ich kann es jetzt nicht mehr ändern. Es war auf jeden Fall lecker, die Gattin war zufrieden und dann bin ich es auch. 
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Flashback:



Heute vor fünf Jahren: Lammspieß vom Grill

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