Das ist auch wieder eins der Gerichte, die man eigentlich nicht nicht mögen kann. Ich wette, dass so gut wie jeder schon mal im chinesischen Restaurant irgendwas mit süß-saurer Sauce gegessen hat, sei Huhn, Schwein, Fisch, Garnelen, Tofu oder einfach nur als Dip zu Frühlingstrollen oder ähnlichem. Dabei können die Unterschiede riesig sein. Von gut ausbalancierten selbst gemachten Saucen bis hin zu gezuckertem Ketchup mit billigem Brandweinessig versetzt, kann man alles bekommen. Da ist es vielleicht ganz hilfreich, ein eigenes Rezept zu haben, das gewissermaßen als Benchmark gilt und hilft, das im Restaurant Gegessene einzuordnen. Es gehrt hier also gar nicht mal unbedingt um authentische chinesische Küche - obwohl das im Land der Mitte auch oft so gegessen wird -, sondern eher um Restaurantküche, wie man sie hier im Westen findet.

Wir brauchen:
- 500 g Hähnchenbrustfilet
- 1 EL chinesischen Reiswein (Shaoxing)
- Salz
- weißer Pfeffer
- 2 TL Backpulver
- 2 Ei
- Öl zum Fritieren
Ich habe gerne etwas knackiges Gemüse in der Sauce, wer das nicht möchte lässt alles bis auf Knoblauch, Frühlingszwiebeln und Ingwer weg.
- 1/2 Monoknoblauch (oder zwei normale Zehen)
- 3 cm Ingwer
- 4 Frühlingszwiebeln
- 2 EL Bambussprossen in Scheiben (Dose)
- 4 Stängel Pak Choi (ohne Blätter)
- 1 Zwiebel
- 1 Karotte
- 1 Handvoll Bohnensprossen
- Salz
- weißer Pfeffer
- 4 Scheiben Ananas mit Saft (Dose)
- 1 Schuss chinesischer Reiswein (Shaoxing)
- 3 EL dunkler chinesischer Reisessig (Chinkiang)
- Sauce
- 2 EL helle chinesische Sojasauce
- 1 EL dunkle chinesische Sojasauce
- 6 EL Hühnerbrühe
- 2 EL Zucker
- 1 Schuss Ananasaft
- 2 TL Speisestärke
Ich nehme ungezuckerte Ananas im eigenen Saft. Man kann natürlich auch frische Ananas nehmen und einen Teil davon auspressen. In der Sauce macht das aber keinen nennenswerten Unterschied, also erlaube ich mir diese Abkürzung.
Dunklen chinesischen Reisessig bekommt man im Asialaden. Als Ersatz ist Balssamico ganz gut, im Notfall geht aber auch jeder andere Essig (auch heller).
Knoblauch und Ingwer schälen, dan fein hacken. Frühlingszwiebeln in vier Zentimeter groß stückeln. Karotte ebenfalls schälen, Zwiebeln abziehen und mit dem Pak Choi in Rauten schneiden. Bambussprossen mit einem schrägen Schnitt halbieren. Die Stücke sollten in Form und Größe alle ähnlich sein.
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Huhn in dünne Streifen schneiden. Mit Salz, Pfeffer und Reiswein vermengt dreißig Minuten ziehen lassen. Dann das Stärke, Backpulver, Ei und so viel Wasser untermischen, bis ein klebriger Teig entsteht, der das Fleisch ummantelt.
Für den nächsten Schritt empfiehlt es sich, in zwei Fuhren vorzugehen. Öl in einem Wok oder Topf auf 170 °C erhitzen, die Hälfte der Hühnerstücke einzeln hineingeben, dabei aufpassen, dass sie nicht aneinander oder am Topf kleben. Sechs Minuten frittieren, dann in einem Sieb abtropfen lassen.
Das Öl auf 200 °C erhitzen und die Fleischstücke darin goldbraun und knusprig weiterbacken, dann in einem Sieb abtropfen lassen. Mit der anderen Hälfte des Hühnerfleisches ebenso verfahren.
Wer partout nicht Frittieren will, brät die Stücke nach der Marinade einfach in der Pfanne mit einem Esslöffel Öl an .
Öl bis auf zwei Esslöffel abgießen und rauchheiß werden lassen. Knoblauch, Ingwer und Frühlingszwiebeln
Karoten hinzufügen und eine halbe Minute pfannenrühren. Dann kommen die Zwiebeln hinzu und werden auch 30 Sekunden im Wok geschwenkt.
Bambus und Pak Choi hinzufügen, wieder ein halbe Minute bei hoher Hitze und Rühren garen. Salzen und pfeffern.
Bohnensprossen hinzufügen, weitere 30 Sekunden braten, dann mit Reiswein ablöschen. Sauce noch mal gut durchrühren und angießen.
Ananas hinzufügen und abschmecken. Je nach persönlichem Geschmack können Süße und Säure angepasst werde.
Das Huhn unterrühren und sofort servieren.
Mit Reis servieren. Das ist extrem lecker. Durch das Frittieren bleibt das Huhn sehr zart und saftig, auch wenn es Brust ist. Obwohl es mit Sauce überzogen ist, bleibt es einige Zeit außen knusprig. Man sollte es aber schnell servieren. Prädikat: 太好吃 了 (tài hǎo chī le) - sehr lecker!
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Flashback:












Lars, das hab ich grade gemacht.
AntwortenLöschenNahezu identisch.
Sooo lecker, so schnell gemacht.
Und es stimmt absolut,
wenn man das einmal selber gemacht hat,
dann kann man das Zeug beim Asiaten nicht mehr (fr)essen.
In einem anderen Blog hat eine Dame angemerkt,
seitdem sie die Rezepte nachkoche,
schmecke ihr es im Restaurant nicht mehr.
Dem kann ich nur zustimmen.
Das ist echt eine Krux,
und der Fluch der Heimköche/-innen.
Jeder andere genießt im Lokal.
Dier HeimkochIn merkt,
das ist einmal durch den
Metro / Citti gefallen und aufgewärmt.
Bei Asia ist das inzwischen wirklich schlimm geworden.
Süß-sauer: Fertigpanierte Formfleischdinger in Fertigsoße,
mit genau abgemessener Menge Reis.
Das säuerlich-angespannte Lächeln gibts umsonst dazu.
Das schmeckt wie Verarschung pur.
Sorry für die offnen Worte.
Bei den anderen Gerichten ist es genauso.
Besonders geärgert habe ich mich
als ich zum Geburtstag zum Essen eingeladen war,
und extra zum Asiaten geschleppt wurde,
(weil ich das doch so gern esse..)
und dort besagtes Fertigfutter (ja, schmeckt super..)
und dann eine gebackne Banane (jaja, schmeckt auch super)
bestellt habe. Ich hatte Mühe, das jaja super auszusprechen.
Aber der Schenkende freute sich doch so...
Die gebacknen Bananen war die Oberfrechheit.
Drei 2.5cm-Stücke Banane, Fertigfutter, fertig paniert,
nur noch in die Fritteuse und dann mit Trara auf den fettigen Tisch.
Gebackne Banane an Eis und Vanillesauce.
Das war Fertigfraß mit Fertigfraß.
Den Preis verrate ich nicht.
Nur soviel sei gesagt: Es war NICHT billig.
Rein des anekdotischen Werts noch eine Petitesse:
In einem anderen Lokal bestellte ich Zander.
Ich bekam: Rotbarsch mit Trara.
Es war einfach nur eine Frechheit.
Ich beschwerte mich:
"Das kommt aus der TK (Tiefkühl),
wir können nichts dafür."
Ich glaube, das wäre eigentlich ein Fall für den Anwalt,
weil eiskalter Betrug, aber - die machen das ja trotzdem weiter.
wenn nicht dieser Wirt, dann der nächste...
Ich muss jetzt TexMex
für morgen vorbereiten,
das macht Spaß..
Manchmal ist die Inspiration
aus dem Netz einfach super..
Du sprichst mir aus der Seele. Jedesmal, wenn ich zum auswärts Essengehen geschleppt werde und alle um mich sagen, wie lecker das doch sei und auch mal was anderes, weil man sich zu Hause so was ja nicht macht, denke ich "SItzen wir im selbern Restaurant? Ist das überhaupt dasselbe Universum?"
LöschenStimmt absolut:
LöschenIns Restaurant zu gehen schenke ich mir schon seitJahren; aber nicht nur wegen des Rauchverbots....
Aus so vielen Gründen hat sich die gastro in der letzten Zeit richtig arg zum schlechteren entwickelt, dass man sie gar nicht aufzählen kann. Und wenn mal Besuch da ist und ins Resto mag, krieg ich schon Schnapp-
atmung, weil ich gar nicht mehr weiß wohin; die guten alten Läden sind verschwunden und das. was noch
da ist muss man auch bei kleinen Klitschen weit im Voraus bestellen. Total gaga...
Also sollen se halt zu mir kommen und gut is...
Gestern gerade - und darauf will ich eigentlich hinaus hab ich mit einem sehr engen freund unser 42 Freundes
-Jubiläum gefeiert; sehr schön nur wir zwei und es gab etwas , das ich euch hiermit ganz feste empfehlen
möchte : Mille Feuille Nabe > das ist ein total simples nach dem Krieg entstandeness Japanisches Gericht
das ganz schlicht gehalten ist.
Zutaten: Dashi nach Westerhausen, Chinakohl, Bacon oder ( Luxuriös ) hauchdünne Rindfleischstreifen ,
Bissele so Sauce ( Soja, Mirin, Shaoxing oder Sushi Su ) vllt noch Ingwerscheibchen ,Frühlingszwiebel.
Ein sauleckerer Herbsteintopf, schön geschichtet Kohl Bacon in mehreren lagen ( Daher Mille Feuille ).
Hier mal ne supereasy version , damit man sich was vorstellen kann :
https://www.youtube.com/watch?v=MDDCiMYHTFU
Geht natürlich besser; Tütendashi schmeckt mir scheisse und soweiter.
Da stellt sich mir eh die Frage:
Kann man wohl selbergemachtes Dashi so richtig runterreduzieren um konzentrierten Vorrat zu machen ?
sollte doch klappen, oder ...