Kennt ihr das auch? Da steht man den ganzen Tag in der Küche und bereitet Kram für das österliche Brunch mit Büffet am Ostersonntag vor und plötzlich ist es zehn Uhr und man stellt fest, dass man den ganzen Tag keine richtige Mahlzeit zu sich genommen hat. Trotzdem hat man keinen Hunger, den das hier mal abschmecken und da mal probieren machen am Ende auch satt. Also gab es eben gerade nur ein wenig von der fantastischen Auberginencreme, die ich bis morgen schon mal im Kühlschrank durchziehzen lassen möchte. Das Rezept ist vegan und stammt von Gordon Ramsay, der es in seinem ersten eigenen Restaurant - sinnigerweise Aubergine genannt" als Aubergine Caviar auf der Karte hatte. Aber keine Angst, auch wenn Ostern ist kommen da keine Eier und schon gar keine von Fischen rein. Ich denke, es sollte einfach vornehm klingen, also bleibe ich bei dem Namen.
Samstag, 31. März 2018
Freitag, 30. März 2018
Skrei auf Erbsenpüree und Roter Bete
Dass es heute bei mir Fisch gibt, hat weniger mit religiösen Bräuchen zu tun, sondern ist vornehmlich der Tatsache geschuldet, dass ich gestern beim Einkauf für das Osterbrunch auf zwei schöne Seiten Skrei gestoßen bin. Die konnte ich natürlich nicht einfach so daliegen lassen, sondern haben ihnen, tierlieb wie ich bin, zu einem neuen Heim bei mir im Kühlschrank verholfen. Dazu ein einfaches Erbsenpüree, dass wir auch schon öfter in Tateinheit mit Fisch im Programm hatten. Ich habe mal vor einiger Zeit, vermutlich auf der Suche nach authentisches Rezepten, auf irgendeiner norwegischen Seite ein Bild von Skrei mit Erbsen und roter Bete gesehen. Der Fisch, auch Winterkabeljau genannt, kommt ja ursprünglich aus just diesem nordischen Fjordland. An ein konkretes Rezept konnte ich mich nicht erinnern, aber man ist ja auch fähig zu improvisieren. So ist zumindest ein leckeres und, so finde ich, auch hübsches Gericht entstanden, getreu dem Motto: "wenn es draußen nicht so richtig Frühling werden will, hole ich mir die Farben eben auf den Teller".
Mittwoch, 28. März 2018
Mozzarella Chicken mit Conchiglioni
Chicken Mozzarrella ist ein Klassiker der italo-amerikaischen Küche. Dabei handelt es sich um ein meist paniertes und knusprig ausgebackenes Hühnerschintzel, das mit Käse und oft auch Tomatensauce überbacken wird. Mit Parmesan heißt das dann natürlich Chicken Parm. Habe ich der Vollständigkeit halber auch schon gemacht, jedoch finde ich Paniertes mit Sauce immer grenzwertig. Also habe ich auf knusprige Brothülle verzichtet und ein Pastagericht daraus gemacht und siehe da - es ist lecker. Nebenbei konnte ich so auch die Hähnchenbrustreste vom Grillen vorgestern verarbeiten. Halleluja.
Montag, 26. März 2018
Chicken Wings und Rippchen Thai Style
Wer jemals versucht hat, an einem rohen Hühnerflügel herumzukauen, wird mir Recht geben: die Kulturtechnik des Feuerentfachens ist eine der wichtigsten, die der Mensch auf dem Weg von den Bäumen in die urbane Welt erlernt hat. Seitdem wir die Flamme beherrschen kochen wir auch mit ihr und unsere diesbezügliche Fähigkeiten haben sich in den Jahrtausenden stets verbessert. Gut, sehen wir einmal von der seltsamen Angewohnheit einiger Mitbürger ab, allerlei geschredderte Schweinereien, oft mit Chemie versetzt, in Därme von Stirnwaffenträgern gepresst, zu grillen. Bin ich nicht so der Freund von, obwohl auch eine gut gemachte Bratwurst entzücken kann. Ich schaue immer gerne, was so in anderen Länder über Holzkohle zubereitet wird und diesmal habe ich mich thailändisch inspirieren lassen.
Samstag, 24. März 2018
Risotto mit Steinpilzen
"Ja Euer Ehren, ich bekenne mich schuldig im Sinne der Anklage." Dieser Satz aus meinem Mund eilte wie ein Donnerhall um die Welt. In den einschlägigen Redaktionen standen die Telefone nicht still und selbst die großen Fernsehsender überschlugen sich förmlich mit Eilmeldungen. Die Weltöffentlichkeit war gespalten und während die einen noch "Lügenpresse" skandierend durch die Straßen zogen, feierten die anderen bereits meinen tiefen Fall. Aber was war geschehen? Ich habe gegen das Gebot der Saisonalität verstoßen und auf Tiefkühlware zurückgegriffen. Mein Motiv? Eine glückliche Gattin, denn die wünschte sich ein Risotto. Das ist an sich nicht so verwerflich, aber sie liebt das Reisgericht mit Pilzen, besonders mit Steinpilzen. Genau wie man es in Italien macht, nehme ich die außerhalb der Saison immer getrocknet. Dummerweise habe ich heute aber keine bekommen, stattdessen aber tiefgefrorene gefunden. Um die habe ich bisher meist einen großen Bogen gemacht, weil ich befürchtete, die Pilze würden matschig und wässerig werden. Da ein Risotto ja aber ohnehin Flüssigkeit braucht, habe ich es gewagt und die tiefgekühlten Steinpilze gekauft.
Freitag, 23. März 2018
Penang Char Koay Teow - Malaysische Bratnudeln
Heute begeben wir uns, zumindest virtuell, in die Straßen von Malaysia. Ich war da selbst noch nie, aber anscheinend gibt es auch dort an allen Ecken und Enden Brutzelbuden. Natürlich wird weniger Currywurst, Döner und halbes Hähnchen mit Pommes angeboten, dafür sind Bratnudeln sehr beliebt. Char Koay Teow schient hier der Renner zu sein. Das sind breite Teigwaren aus Reismehl, die mit mit Chilipaste, Sojasaucen und oftmals verschiedenen Meeresfrüchten zubereitet werden. Offenbar besteht eine Verwandtschaft zum thailändischen Phat Thai, auch chinesische Einflüsse sind erkennbar. Aber egal wo Char Koay Teow seinen Ursprung hat, ich habe es schon länger auf meiner Liste und bin froh, es endlich probiert zu haben.
Donnerstag, 22. März 2018
Dicke Rippe à la Chinoise
Das war mal wieder einer dieser Tage, wo ich nicht richtig wusste, was es zu essen geben sollte und ich auf Verdacht gleich mehrere Dinge mitgenommen habe. Unter anderem lachte mich ein schönes Stück dicke Rippe an der Fleischtheke des Metzgers meines Vertrauens an. An sowas kann ich ja nicht einfach so vorbeigehen. Es entwickeln sich bei mir spontan Muttergefühle und ich stellte mir vor, wie das arme, verschmähte Stück Fleisch die Nacht allein in der Kühlkammer verbringen muss, um dann irgendwann gegen Ende seines tristen Daseins als "Gyros, gewürzt" in der Auslage zu landen. Nicht mit mir, ich bin tierlieb, egal in welchem Aggregatzustand sich ein Vieh befindet.
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