Dienstag, 4. Oktober 2022

Shudu - chinesisches Restaurant mit authentischer Sichuanküche in Hamburg

Wir haben also, wie gestern bereits erwähnt, das Wochenende in Hamburg verbracht. Für mich ist die Stadt immer ein Stück Heimat. Mein Großeltern haben da Jahrzehnte gewohnt, mein Vater ist dort aufgewachsen und meine Tanten leben da immer noch, beziehungswiese wieder. Nun lebt der Mensch nicht nur von Nostalgie allein, gegessen werden muss auch. Da traf es sich hervorragend, dass ich bei der Suche nach Restaurants zufällig auf das Shudu am Steintorwall in direkter Bahnhofsnähe.stieß. Als Liebhaber der Sichuanküche gab es da für mich kein zurück mehr.  


Die Betreiber stammen aus Hong Kong und sind sehr nett und zuvorkommend. Die Köche kommen direkt aus Sichuan und verstehen ihr Handwerk absolut. In dem schlicht, aber stilvoll eingerichteten Restaurant bekommt man eine "normale" Speisekarte, die eher an den europäischen Geschmack angepasste Gerichte enthält und zusätzlich ein chinesische Version, die aber zum einen mit "Untertiteln" daherkommt und zum anderen vom aufmerksamen Personal gerne erklärt wird, wenn man höflich nachfragt. Ich würde empfehlen, sich an die authentische Karte heranzuwagen. Man muss ja nicht mit geschmorter Rindersehne oder Schweineinnereien beginnen, es geht auch einfacher. Zum Beispiel mit Xīhóngshì Chǎo Dàn oder gebratenen Tomaten mit Rührei (西红柿炒蛋). Man glaubt es kaum, aber das wird in China tatsächlich gerne gegessen.


Ein für Sichuan eher mildes Gericht mit Tofu und Pilzen. Den Namen habe ich vergessen.


Wontonsuppe scharf.


Der Burner: Jiaozi (von den Japanern als Gyoza übernommen) in aromatischen Chiliöl. Absolut zum Daniederknien. Aber es zeigt mir auch, dass meine eigenen kulinarischen Ausflüge nach Sichuan tatsächlich mitspielen können, Auch mal wichtig so was zu wissen. Von meinem Hauptgericht Huí Guō Ròu - doppelt gegartes Schweinefleisch (回鍋肉) existiert irgendwie leider kein Foto, aber es ist im Prinzip wie meine Version, nur mit Murr Err-Pizen statt Paprika. Fazit: absolut empfehlenswert und ab jetzt meine erste Adresse, wenn ich mal in Hamburg essen gehen möchte.


Ich bin gerne in der Elb- und Alsterstadt und gehe dann da auch shoppen. Wer mich kennt, weiß, dass es weniger die Designer- oder Schmuckläden sind, die mich interessieren, sondern eher asiatische Supermärkte, wo ich Dinge entdecken kann, die ich sonst nirgends finde. Hier durfte ich mich einem einem vierstöckigen Markt austoben und habe erst einmal ordentlich Vorräte aufgestockt.
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Flashback:



Heute vor zwei Jahren: Spaghetti alla San Gennaro

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