Montag, 27. September 2021

Bohneneintopf Texas-Style


Das hier ist mal so ein richtig herzhaftes Essen für echte Cowboys and Cowgirls oder solche, die es werden wollen. Dämmerung am Lagerfeuer mit Mundharmonika und Gitarre - meinetwegen auch Maultrommel und Banjo - die Grillen zirpen noch ein wenig im Steppengras, hier und da quakt ein Ochsenfrosch am Wasserloch, die Pferde schnauben vor sich hin, während in der Ferne ein einsamer Kojote den aufgehenden Mond anheult. Was fehlt noch? Natürlich eine Flasche Selbstgebrannter und auf dem Feuer ein Topf mit Bohnen und Fleisch. Kann es mehr Wildwestromantik geben? Vermutlich nicht, aber ihr müsst euch heute mit den Bohnen zufriedengeben und den Rest einfach dazudenken. Ich zeige euch hier nämlich einen Bohneneintopf, so wie man ihn auch in Texas machen würde. 

Samstag, 25. September 2021

Restaurant "Schaumburger Ritter" in Rinteln

Heute waren wir mal wieder auswärts essen. Diesmal durfte es aber mehr sein, als eine Pizza beim Stammitaliener oder ein Sirloin im Steakhaus. Die Wahl fiel auf den Schaumburger Ritter in Rinteln. Der ist in etwa 25 Minuten von uns entfernt, liegt wunderschön an der Höhenburg Schaumburg und ist über die B83 gut erreichbar. Geboten wird deutsche Küche mit einem gewissen Anspruch und weitgehend regionalen Produkten. Man kann à la carte zwischen 5 Hauptgerichten wählen (eins davon vegetarisch) oder auch 3 bis 8-Gang Menüs bestellen, zu denen es dann auch auf Wunsch das perfekte Weinpairing gibt. Der Schaumburger Ritter hat neulich an der Fernsehsendung "Mein Lokal, Dein Lokal" teilgenommen und mit Leichtigkeit den ersten Platz gemacht. Die Erwartungen waren also hoch. Ach ja, ganz spontan war die Restaurantwahl nicht. Wir haben schon vor gut vier Wochen reserviert und tatsächlich war das Restaurant heute auch ausgebucht.

Dienstag, 21. September 2021

Mafé de Poulet - Hühnchen in Erdnusssauce


Es ist mitunter schon seltsam. Da sehe ich neulich ein leckeres Gericht aus Westafrika und denke mir so: „Das würde mir schmecken“. Und wie ich dann nach einem brauchbaren Rezept suche, auf was stoße ich da? Auf einen meiner eigenen Blogeinträge aus dem Jahr 2016. Ist das schon berdenklich? Muss ich mir Sorgen um meinen Geisteszustand machen? Ich denke nicht, denn nach fast 2300 Rezepoten in über sieben Jahren kann man schon mal kurzfristig den Überblick verlieren. Aber besser ich kopiere mich selbst, als andere. Dieses als Mafé bekannte Gericht stammt ursprünglich aus Mali, wo es streng genommen eigentlich nur die Erdnussssauce bezeichnet und auch tiga dèguè na genannt wird. In anderen westafrikanischen Ländern südlich der Sahara, zum Beispiel im Senegal, aber auch Gambia, Burkina Faso und Nigeria heißt das ganze Gericht so. (EDIT: Das dachte ich zumindest bisher immer. In den Kommentaren wird es dann differenzierter dargestellt, also unbedingt lesen). Mafé zeichnet sich durch ein äußerst sättigende, cremige Sauce und einen eher milden Geschmack aus. Es passt hervorragend zu Reis. Hähnchenfleisch ist gängig, aber auch andere Fleischsortern und sogar Fisch kommen zum Einsatz.

Freitag, 17. September 2021

"Born to be Wild" Beer Can Chicken

Irgendwann wird wohl mal irgendein Naturbursche am Lagerfeuer gesessen, ein Hähnchen gegrillt und dazu Bier getrunken haben. Und wie er so da sitzt, vor sich hin kontempliert, mit Gott, der Welt und seinem Werk zufrieden ist, fällt sein Blick erst auf die runde Bierdose und dann auf die ebenso passend runde Öffnung im Flattermann und er denkt sich: „Hmm - datt passt“ und schwupps! steckt das blecherne Ding im Federvieh und das legendäre Beer Can Chicken erblickte das Licht der Welt. Normalerweise reichen die Bierdose und die beiden Schlegel für einen relativ kippfesten Stand - so wie eine Art Dreibein - aber um wie viel cooler ist denn bitteschön ein Huhn auf einem Chopper? Ich habe zwar keine Oma mehr, die im Hühnerstall Motorrad fahren könnte, dafür aber einen Gummiadler, der ganz Peter Fonda-like durch den Backofen cruised.

Sonntag, 12. September 2021

Spareribs Kansas City Style


Gestern waren unsere Nachbarn bei uns zum Grillen, weil wir ihnen für ihre Hilfe beim Transport von Kühlschränken danken wollten. Ich hatte noch ein paar schöne Spareribs von Kalieber.de auf Lager - ich bekomme für die Nennung des Unternehmens nichts, ich erwähne den Namen aus purer Überzeugung - und die wollte ich diesmal im Kansas City Style zubereiten. Das bedeutet, wir glasieren die Stücke zum Ende der Garzeit mit einer pikant-süß-sauren Barbecuesauce, so dass sie klebrig und saftig an den Tisch kommen. Das ergibt beim Essen eine herrlich archaische Sauerei, führt aber zu einem tollen Geschmackserlebnis, weil wir hier so viele verschiedene Geschmacksebenen haben.

Mittwoch, 8. September 2021

Der Tag, an dem ich sieben Kühlschränke besaß …


Wer hier gelegentlich mitliest, hat vielleicht schon mal am Rande mitbekommnen, dass ich mir den Luxus zweier Küchen leiste. Das bedeutet zwangsläufig, dass ich auch viele Sachen doppelt habe. Kühlschränke habe ich sogar drei - zwei in den jeweiligen Kochbereichen und ein kleiner, den wir immer zum Camping benutzt haben. Nun kennen wir alle Murphys Law und wenn ein Gerät den Geist aufgibt, folgt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit alsbald das nächste. So auch hier. Kühlgerät 1 - nun auch schon dreizehn Jahre alt - ließ sich nicht mehr richtig abtauen und vereiste ständig. Zeitgleich brach aus Nummer 2 (neun Jahre) das letzte Seitenfach aus und der Tiefkühlkompressor verweigerte völlig den Dienst. Klare Sache, da musste schnell Ersatz her.

Dienstag, 7. September 2021

Pastrami und Sandwich à la Katz's Delicatessen


Nach dem fantastischen Reuben Sandwich vor zwei Wochen habe ich jetzt, was das Fleisch betrifft noch mal einen drauf zu setzen. Damals brauchten wir American Corned Beef, also gepökelte und gekochte Rinderbrust. Heute nehmen wir hausgemachte Pastrami, die ist nämlich zusätzlich auch noch geräuchert. Ich bin ehrlich, auf das Resultat dieses Langezeitprojekt habe ich mich schon seit langer Zeit gefreut. Und auch bei Katz's, dem Wohl berühmtesten Delicatessen (kurz Deli) der Welt aus New York City, nimmt man sich für die Zubereitung viel, viel Zeit - eine echte Ausnahme in dieser schnelllebigen Welt.