Nach einem schönen Urlaub versucht man ja immer ein wenig vom Ferien-Feeling in den Alltag zu retten. Heute hole ich mir la dolce vita nach Hause und probiere eine Spezialität, für die die Venedig bekannt ist: den Bellini. Wer den nur fertig aus der Flasche kennt, wird sich zunächst fragen, warum die Farbe bei mir so ungewohnt anders aussieht und nicht bonbon-orange ist. Die Antwort gibt der Pfirsich. Das Original verlangt nämlich nach dem den weißfleischigen Weinbergpfirsich. Für die industrielle Produktion wird aber wohl aus Kostengründen die günstigere gelbfleischige Frucht verwendet. Auch darf man hier nicht die oft schon pekige Süße erwarten, die das Fertigprodukt meist mit sich bringt. Süße ja, aber auch eine erfrischende herbe Note ist zu verzeichnen. Der Grad der Säure hängt natürlich vom verwendeten Schaumwein ab. Traditionell nimmt man hier einen Prosecco Frizzante oder Champagner. Ein guter deutscher Sekt tut es aber auch.
Montag, 30. Juli 2018
Sonntag, 29. Juli 2018
Finale in Austria - Italia 2018
Die Sommerurlaubsreise 2018 ist vorbei und wir sind wieder zurück im heimischen Weserbergland und das mit einer Reihe von Eindrücken, vielen Fotos, Inspirationen für neue Kücheneskapaden und komplett platten Vorderbremsen. Samstag morgen haben wir unsere Ferienwohnung in Vicenza, Veneto besenrein verlassen und sind Richtung Heimat aufgebrochen. Durchfahren wollte ich nicht, also haben wir unterwegs Station gemacht. Bei dem zeitgleichen Ferienanfang in Bayern und Badem-Württemberg ist das spontane Finden einer Übernachtungsmöglichkeit nicht einfach, also mussten wir nehmen, was wir bekommen konnten und das war ein Apartment In Vomperberg bei Schwaz, Tirol. Ich wäre gerne weiter nach Norden gekommen, aber halb so schlimm, die Zimmer waren super ausgestattet und es hätte nicht besser sein können. Auf der Durchfahrt durch das Dorf Vomperberg - ich lese erst jetzt, dass es sich dabei um eine Gralssiedlung handelt, Sachen gibts - sahen wir den Gasthof Klausen. Ich hatte mich schon die ganze Zeit auf deftige Tiroler Kost gefreut, also haben wir da einfach gehalten und gegessen. Warum auch nicht, ich kenne mich in der Gegend eh nicht aus und da ist ein Landgasthof vermutlich so gut, wie der andere.
Mittwoch, 25. Juli 2018
Schüttelbier und schnelle Pasta - Italia 2018
Der Urlaub neigt sich seinem Ende entgegen - wo ist die Zeit geblieben? - und so langsam muss man sich daran machen, die verderblichen Vorräte in der Ferienwohnung aufzubrauchen. Da traf es sich gut, dass mir heute mal wieder der Sinn nach Pasta stand. Die muss bei mir simpel sein. Wenn ich eins im Urlaub gelernt habe, oder besser gesagt, wenn mir eine Sache deutlicher denn je geworden ist, dann dass die italienische Küche in erster Linie das Prinzip der Schlichtheit verfolgt. "Keep it simple" ist die Devise, aber wahre ein gewisses Maß an Eleganz. Zwei, drei gute Zutaten, etwas Pasta und fertig ist ein Essen, dass man auch den Capulets und Montagues hätte servieren können, dazu aber später.
Dienstag, 24. Juli 2018
Spaghetteria da Titano in Limone - Italia 2018
Vor fast genau acht Jahren, im September 2010, bin ich im Rahmen einer Klassenfahrt in eine kleine Pizzeria in Limone am Gardasee gestolpert. Ich hatte bisher nur Urlaube an Nord- und Ostseeküste verbracht und zuletzt italienischen Boden im Jahre 1980 betreten und da war ich auch nur in Bozen. Pizza hatte ich da nicht, weil ich zu dieser Zeit - ich war zehn Jahre alt - keine Tomaten und keinen Käse mochte. Danach habe ich viele Pizzen in Deutschland gegessen, aber eben noch nie in Italien. 2010 war also meine Pizzapremiere im Stiefelland und ich habe seitdem keine besseren Teigfladen gefunden. 2016, bei der nächsten Abschlussfahrt, kamen wir so ungünstig in Limone an, dass die Küche dort geschlossen hatte, heute habe ich es aber geschafft, mal wieder dort zu essen. Die Rede ist von der Spaghetteria da Titano in Limone. Kann man eine gute Erinnerung wieder beleben?
Sonntag, 22. Juli 2018
Duck and Duce - Italia 2018
Bigoli con l'anatra (manchmal auch all'anitra) ist das Gericht, dass man im Veneto, besonders in Vicenza, gegessen haben muss. Das ist keine feine Küche, sondern bodenständig, wie es nur geht, aber vielleicht gerade deshalb so lecker. Anatra ist die Ente und früher wurde für dieses einfache Ragù alles von dem Federtier verwendet, was man sonst nicht anders servieren konnte, hauptsächlich Innereien und die Haut. Heute wird es meist aus Entenbrust zubereitet, obwohl einige Rezepte noch den Magen der Ente unter das Fleisch gemengt vorschreiben. Bei der Pasta handelt es sich um Bigoli, das sind dickere, runde Langnudeln, die aus Ei und Mehl frisch hergestellt und à la minute durch eine Spezialpresse gedrückt werden.
Samstag, 21. Juli 2018
Spaghetti Scampi e Vongole - Italia 2018
Es ist ja schon atemberaubend, wie sich das Warenangebot in Italien von dem in Deutschland unterscheidet. Auf die Pastavielfalt muss wohl nicht erst hingewiesen werden, aber auch bei Gemüse ist die Auswahl riesig. Aubergine? Klar, aber was für eine? Schwarz, lila, gescheckt, rund, lang, dick, wie hätten sie es denn gerne? Ich habe zu Hause auch noch nie sedano bianco, also weißen Staudensellerie, gesehen. Dann kommen wir zu Wurst- und Schinkenwaren. Luftgetrocknet muss ich mir Pancetta und Co sonst über das Internet bestellen, hier gibt es den natürlich in jedem noch so kleinen Tante Emma-Laden. Käse ebenso. Burata, Scarmorzo, Provola, Asiago (eine lokale Spezialität aus Vicenza) - ein Paradies für Käseliebhaber. Ebenso Wein. Ich würde mal behaupten, dass man hier selbst in Supermärkten bessere Weine für sein Geld bekommt, als bei uns. Klar, es gibt da nur italienische Tropfen, aber wer will es den Italienern verdenken? Zu guter Letzt dann Fisch und Meeresfrüchte. Auch da übertrifft jeder Supermercato die meisten Fischgeschäfte bei uns. Wenn ich zu Hause spontan Lust auf Muscheln oder kleine Tintenfische bekomme, habe ich meist ein Problem. Hier nicht, da kann man das überall kaufen und das zu vernünftigen Preisen,
Freitag, 20. Juli 2018
Casareccia al Gorgonzola dolce - Italia 2018
Nach einem schönen, aber heißen Tag an der Adria, hatten wir alle keine Lust mehr, uns für einen Restaurantbesuch stadtfein zu machen. Also gab es heute mal wieder eine schnelle Pasta, die so einfach und trotzdem lecker ist, dass man sich fragt, warum andere für so was ein Fix brauchen: Pasta, genauer gesagt casareccia (auch casereccia) in Gorgonzolasauce. Ausgangspunkt ist ein Käse-Sahneverhältnis von 1:1, man kann es aber auch nach Belieben sahniger oder käsiger machen.
Abonnieren
Posts (Atom)

