Manchmal kaufe ich einfach so ein Hühnchen, ohne einen genauen Plan, was damit geschehen soll. So auch diesmal. Ich überlegte zunächst, ob ich irgendwas chinesisches oder indisches damit zubereiten könnte, aber dann fiel mein Blick auf ein Glas mit weißen Bohnen und ich dachte mir: "Why not?" Also schnell noch die Phaseolen der Summe meiner irdischen Besitztümer hinzugefügt und mich zu Hause direkt ans Werk gemacht. Rezepte brauche ich für so etwas nicht, das entsteht ganz spontan. Ist ja auch kein Hexenwerk, sondern eher was für nebenbei, wenn man ein wenig Routine hat. Das Schöne hieran ist, dass das Ganze nach dem Anbraten im Backofen gart. Den Beilagenreis habe ich im Reiskocher zubereitet. Das spart massig Zeit und man kann schon mal den Herd sauber machen, während der Vogel in der Röhre schmort. Wochentags ist das sehr praktisch und auch an freien Tagen will man ja nicht noch abends nach dem Essen Abwasch- und Putzorgien starten.
Wir nehmen:
- 1 großes Glas weiße Bohnen (680 g)
- 1 Zwiebel
- 2 Knoblauchzehen
- 1 EL Kräuter nach Belieben (hier Oregano)
- 1 EL Mehl
- 60 ml Weißwein
- 400 ml Hühnerfond
- Salz
- Pfeffer
- Olivenöl
Ich habe hier gefriergetrockneten Oregano genommen. Der funktioniert bei solchen Gerichten genau wie frischer und schmeckt wesentlich besser, als der normal getrocknete. Ihr nehmt was ihr habt. Rosmarin, Thymian, Estragon, Kräuter der Provence - es geht alles.
Vorbereitung: Zwiebeln schälen und würfeln, Knoblauch abziehen und fein hacken.
Vorbereitung: Zwiebeln schälen und würfeln, Knoblauch abziehen und fein hacken.
Natürlich brauchen wir - welch Überraschung - auch ein Huhn. Das wog 1300 Gramm und ist hier bereits von mir wie üblich in
- 2 Rückenstücke
- 2 Flügel
- geviertelte Brust
- 2 Unterkeulen
- 2 Oberkeulen
zerteilt.
Hähnchenfleisch salzen und Pfeffer, dann rundum mit Mehl bestäuben.
Öl in einem Bräter oder großem Topf erhitzen. Ich habe hier noch eine wenig überschüssiges Hähnchenfett ausgelassen.
Hähnchenteile auf der Hautseite braten, bis sie etwas Farbe angenommen haben, wenden, kurz die Fleischseite anrösten, dann herausnehmen und beiseite stellen. Je nach Größe des Bräters sollte man das in zwei Chargen machen.
Zwiebeln im verbleibenden Bratfett glasig anschmoren.
Knoblauch kurz mitbraten, dann mit dem Wein ablöschen. Allen Bratensatz vom Boden des Bräters kratzen. Wein etwas reduzieren lassen.
Bohnen hinzufügen. Mit Salz, Pfeffer und Oregano würzen. Je nachdem, ob unsere Brühe bereits gesalzen ist, muss an hierbei vorsichtig sein.
Fond angießen, aufkochen lassen, Deckel auflegen und bei 180 °C für fünfundzwanzig Minuten im Backofen garen. Dann einmal prüfen, ob das Fleisch gar ist. Wenn nicht, dann weitergaren, bis es passt. Final abschmecken und servieren.
Dazu habe ich eine Art Djuvec-Reis gemacht. Insgesamt eine leckere Angelegenheit. Da die recht Hühnerfett-haltige Sauce nicht jedermanns Sache ist, reiche ich sie zum Dippen mit Baguette separat. Leckerer Reis, aromatische Bohnen und zartes Fleisch - was will man mehr? Na gut, Frühling und Terrassenwetter vielleicht.
____
Flashback:Heute vor vier Jahren: Baba Ganoush












Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen