Freitag, 14. Februar 2020

Giouvetsi - griechischer Nudelauflauf


Es gibt Gerichte, auf die kommt man immer wieder zurück. Mir geht das so mit Giouvetsi, dem  berühmten griechischen Nudelauflauf. Er begleitet mich, seit ich vor nun 30 Jahren zum ersten Mal am Herd den Kochlöffel schwang und er gehörte auch zu den ersten Rezepten, die ich auf diesem Blog vor nunmehr sechseinhalb Jahren veröffentlicht habe. Ich habe natürlich schon verschiedene Versionen gekocht - mit Rind, Schwein, Lamm, ja sogar mit Pute. Auch an der Würzung habe ich immer wieder geschraubt. Egal wie, es immer lecker und wird auch in Zukunft immer lecker sein. Heute gibt es jedenfalls eine Version mit Rind.

Dienstag, 11. Februar 2020

Murgir Jhol - bengalisches Huhn mit Kartoffeln


Momentan habe ich einen Heißhunger auf Currys und auch die Sous-Chefin hat ihren Geschmack dafür entwickelt. Mein malaiisches Nyonya Huhn neulich kam scheinbar so gut an, dass für heute etwas ähnliches gewünscht wurde. Der erste Dienstag im Monat ist bei mir meist kurz, perfekt also, um ein derartiges, vergleichsweise zeitaufwendiges Unterfangen in Angriff zu nehmen. Currys sind in ganz Südostasien beliebt und in gewisser Weise ähneln sie sich alle, trotzdem ist die Vielfalt groß und es gibt immer etwas neues zu entdecken. Diesmal hat es mich nach Bengalien verschlagen, eine Region, die teilweise in Nordindien, zum anderen Teil im eigenen Staat, nämlich Bangaldesch liegt.

Samstag, 8. Februar 2020

Nyonya Chicken - Kari Kapitan


Die Geschichte der Menschheit ist auch schon immer eine Geschichte der Migration gewesen. Zu allen Zeiten haben Vertreter unserer Spezies ihre jeweilige Heimat verlassen, um in der Ferne ihr Glück zu versuchen. Sei es Forscherdrang, Eroberungswille oder die pure Not - was auch immer uns hier rastlos werden lässt, es ist so alt, wie der Mensch selbst. Dabei entstehen nicht zwangsläufig Konflikte, Auseinandersetzungen oder gar Kriege, oft genug führt Migration auch dazu, Wissen zu verbinden und dadurch neue Dinge zu kreieren. Das gilt in erster Linie für Kultur, Technik und Wissenschaft, aber auch - und hier wird es für uns interessant - Kulinarik. Dafür habe ich heute hier ein gutes Beispiel: Nyonya Chicken von den malaiischen Inseln.

Dienstag, 4. Februar 2020

Nur mal so ... (Teil 131)


Ich werde oft gefragt: "Warum muss ich das lernen? Wozu brauche ich das?" Dann kann ich immer nur antworten: "Wenn es danach ginge, braucht man nur zu wissen, wo die Futter- und Nistplätze sind." Schule soll aber Allgemeinbildung vermitteln und die ist nicht Mittel zum Zweck, sondern hat einen Zweck in sich selbst. Natürlich muss man wissen, wie man eine Schraube festdreht oder ein Brot schmiert, aber auch Noten lesen oder Impressionismus von Expressionismus unterscheiden zu können, beziehungsweise zu wissen, wer Alexander der Große war, gehört zur Bildung, auch wenn dies keinen unmittelbaren Nutzen bringt. Trotzdem soll bei uns auch Lebenspraxis nicht zu kurz kommen. Der 7.Jahrgang führt zum Beispiel ein Projekt mit Namen "Hauhaltspass" durch, indem die Kinderlein über mehrere Tage an verschiedenen Stationen Dinge wie Knopf annähen, Wäsche sortieren, Pakete verschicken, Überweisungsträger ausfüllen, Bügeln, Tisch decken, Fenster putzen und viel mehr lernen. Eine Station war Kochen mit Herrn Westerhausen. So haben wir unter anderem gelernt, wie man Kartoffeln schält, Zwiebeln schneidet ohne dabei mehr Finger als nötig zu verlieren und anschließend die perfekten Bratkartoffeln auf den Teller bekommt. Und das mit einfachsten Mitteln.

Sonntag, 2. Februar 2020

Burger Korea Style


Jetzt habe ich also meinen koreanischen Rettich (danmuji) und meinen ebenfalls koreanischen Sojadip (ssam-jang). Da ist ja wohl klar, was es geben wird. Burger natürlich. Aber eben mit einem Twist, der das hier zu echtem Seoul-Food werden lässt, wenn mir der Kalauer gestattet sei.

Das Schöne an Burgern ist ja, dass sie unglaublich variabel sind und sich vielfältig gestalten lassen. Pattys, also die Bratlinge, kann man ja aus fast allem, sogar vegan (auch ohne Chemie) herstellen und mit einer bestimmten Sauce oder einem speziellen Topping hat man plötzlich ein völlig anderes Gericht. Das ist auch der Grundgedanke hinter diesem Burger. Ich nehme Zutaten, die für Korea typisch sind und verbaue sie in diesem Sandwich. Das Ergebnis ist, so zwar keine authentische Küche, aber geschmacklich stimmig. Mehr noch, es ist absolut lecker. 

Ssam-Jang - koreanischer Würzdip


Das doppelte "s" zu Beginn ist kein Tippfehler, der meiner Schludrigkeit geschuldet wäre, sondern tatsächlich der Anfang des Namens der in Korea allseits beliebten Würzpaste Ssam-Jang (Ssamjang). Hauptzutaten sind fermentierte Sojabohnen und Chilis, so dass man hier schon von der Zutatenliste eine umami-Bombe erwarten kann. Und tatsächlich wird man hier diesbezüglich nicht enttäuscht. Leichte Schärfe, salzige Aromen, eine dezente Süße - das explodiert im Mund und verwandelt selbst ein an sich schon umwerfendes Bulgogi von saulecker zu saulecker.

Samstag, 1. Februar 2020

The Best of January 2020


Kaum hat 2020 begonnen, ist auch schon wieder ein Zwölftel des Jahres um. Der Februar hat begonnen, draußen fühlt es sich fast nach Frühling an und der Brexit ist traurige Wirklichkeit geworden. Insofern möchte ich meine Shepherd's Pie als kulinarisches Beispiel dafür gesehen haben, dass uns mit der Insel zumindest in Punkto Geschmack einiges verbindet, auch wenn das Schaf die Herde verlassen hat. Hier also die erste Top 5 der meist geklickten Rezepte des Jahres 2020, wie immer in umgekehrter Reihenfolge.