Donnerstag, 11. Februar 2021

Pho Bo Hanoi


Ich bin ja ein bekennender Freund kräftiger Suppen, insbesondere klarer Brühen. Gerade bei den momentanen Minusgraden sind die natürlich ein Wohltat sondergleichen. Da ist es auch kein Wunder, dass ich seit Tagen an Boullion denken musste. Als dann die Sous-Chefin mir erzählte, sie habe auf YouTube so eine tolle vietnamesische Suppe gesehen, die sie auch mal unbedingt kochen und vor allem essen wolle, wusste ich sofort, sie meint Pho Bo. Habe ich natürlich schon im Programm, aber ich meine, das damals mal probiert zu haben, als ich "sturmfreie Bude" hatte. Egal wie, ein besserer Vorschlag hätte nicht kommen können. Fürsorgender Vater der ich bin, habe ich auch sofort alle nötigen Zutaten zusammengetragen und heute Mittag konnten wir das Projekt Phở bò (sprich: phö baou mit kurzem "ö") gemeinsam angehen.

Mittwoch, 10. Februar 2021

Rind mit Gemüse - Homestyle-Woking


Ich nehme es ja mit der chinesischen Küche sehr ernst und bin um die Authentizität der Rezepte und Zutaten sehr bemüht. Das ist ein Form von Respekt, die ich meine der großartigen und jahrhundertalten Küchentradition des Landes der Mitte schuldig zu sein. Manchmal aber greife ich mir auch nur den Wok, schaue nach, was ich an Lebensmitteln zur Hand habe und koche einfach darauf los, ohne vorher ein Rezept im Kopf zu haben. Das ist dann so eine Art "Hausmannskost", die man in China sicher auch finden wird. Da das Gericht eher mild ist, eine Art Sauce vorzuweisen hat und außerdem noch einen süßen Unterton hat, würde ich es am ehesten der kantonesischen Küche (Guangdong) Küche zuschreiben, zumal mal in dieser Provinz auch viel Rind isst. Aber das ist reine Spekulation. Ist letztlich auch egal. Es ist lecker und sicher auch besser, als Nummer 41 (Rindfleisch "Chop Suey" mit Gemüse) eures lokalen Peking Moon-Bringdienstes. Kleine Randnotiz: bestellt trotzdem weiter da, die wollen ja auch überleben.

Dienstag, 9. Februar 2021

Myeongdong Hamburger-Toast (myeongdong haembeogeo toseuteu)

Momentan habe ich mal wieder so eine ausgeprägte Burger- und Sandwichphase. Auf der Suche nach Inspiration bin ich dann auf diesen interessanten Streetfood-Klassiker aus Korea gestoßen. Mit "interessant" meine ich hier natürlich tatsächlich "mein Interesse weckend" und nicht etwa die "kleine Schwester" von schrecklich. Man könnte den Myeongdong Hamburger-Toast (명동 햄버거 토스트) als koreanischen Versuch ansehen, sich mit der Hamburgerkultur des Westens auseinanderzusetzen. Das stimmt sicher, tut dem Burger-Toast aber irgendwie auch Unrecht, denn eigentlich ist es schon etwas Eigenständiges. Aber wenn die Einheimischen das Burger nennen und damit glücklich sind, wer bin ich denn, dass ich ihnen widerspreche?

Montag, 8. Februar 2021

Yibin Chili Oil

Yibin ist eine Stadt im Südosten der chinesischen Provinz Sichuan, gelegen am Jangtsekiang (Jangtse), dem längsten Fluss Chinas und dem drittlängsten der Welt. Hier mag man es, wie überall in der Gegend scharf. Chiliöl ist in Sichuan allgegenwärtig, die Yibin-Version gefällt mir aber besonderes, da sie neben einer wohlig-warmen Schärfe auch einiges an Aroma zu bieten hat. Ich werde das Öl demnächst für Nudeln verwenden, die ich kochen werde, sobald eine spezielle Zutat bei mir eingetroffen ist. Wie lange das dauert, weiß ich nicht, aber da das Öl besser wird, je länger es ziehen kann, ist es keine schlechte Idee es jetzt schon anzusetzen. 

Sonntag, 7. Februar 2021

Deep Fried Memphis Burger


Die Geschichte des Burgers ist eine Geschichte voller Missverständnisse. Auch wenn Menschen schon seit Ewigkeiten Fleisch in Brot stecken, beginnt der Siegeszugs der amerikanischen Variante vor mehr als 120 Jahren. Anfangs ging es eigentlich nur darum, Hacksteaks Hamburger Art, die Migranten aus Deutschland mit nach Übersee brachten, im Stehen und Gehen bequem essen zu können. Da ist es naheliegend, das gegarte Fleischerzeugnis zwischen zwei Brotscheiben zu packen, so dass man es wie ein Sandwich ohne allzu große Sauerei aus der Hand essen kann. Je nach Ort und Laune wurden dann noch ein bisschen Zwiebel, etwas eingelegte Gurke oder Senf, später auch Käse dazu gegeben. Der Burger war geboren. Der Erfolg dieses Snacks blieb über kurz oder lang auch Restaurants nicht verborgen und so begannen auch Steakhäuser ihn auf die Karten zusetzen. Um sich von den Straßenbrutzelbuden abzusetzen wurde das Ganze aber größer, üppiger und war oft nur noch mit Messer und Gabel essbar. Für mich ist das die Stelle, an der der Burger das erste Mal falsch abgebogen ist.

Samstag, 6. Februar 2021

Cremige Zitronensauce, zum Beispiel zu Fisch

Auch wenn es das Foto anders vermuten lässt, es ist nicht der Fisch, der in diesem Eintrag die Hauptrolle spielt. Es geht heute vielmehr um das helle Sößchen auf dem Teller. Man hat ja bei Kurzgebratenem immer das Problem, dass kein wirklicher Saucenansatz entsteht, aber hiermit hat man etwas in der Hinterhand, das schnell gemacht ist und dann auch noch unverschämt gut zu Fisch passt. 

Montag, 1. Februar 2021

The Best of January 2021


Das war also der Auftakt des herbeigesehnten Jahres 2021. In kulinarischer Hinsicht gar nicht mal so unlecker und auch sehr international geprägt, was sich auch an der Rückschau erkennen unzweifelhaft lässt. Fünf Gerichte aus fünf Ländern mit einer koreanisches Spezialität deutlich an der Spitze unserer Top 5 der meistgeklickten Rezepte des Januars. Die präsentiere ich hier noch mal, wie immer als Countdown. Und jetzt kann der Februar kommen.