Samstag, 21. November 2020

Thousand Island Dressing


Heute biete ich mal mal nur einen "Quickie" an, bevor ich mich ins Wochenende verabschiede. Bei uns gab es einen schönen großen gemischten Salat zu dem ich mich für das berühmte Thousand (oder 1000) Island Dressings als Salatsauce entschieden haben. Auch zu diesem Dressing - das übrigens auch eine sehr gute Burgersauce ist - gibt es Geschichten zu erzählen. Der Name leitet sich natürlich von Thousand Islands, einer Gruppe von 1864 Inseln im Abflussgebiet des Ontariosees an der Grenze zwischen Kanada und den Vereinigten Staaten. Dort soll vor zu Beginn der 1900er eine Kapitänsgattin namens Sophia Lalonde diese Sauce anlässlich eines Dinners gereicht haben. Die zu der Zeit berühmte Schauspielerin und Sängerin May Irwin war begeistert und ließ sich das Rezept geben. Von da an begann der US-weite Siegeszug des Dressings.

Eine andere Geschichte verortet den Ursprung des Dressings zur selben Zeit im legendären Waldorf Astoria. Der damalige Besitzer George Boldt soll seinen Chefkoch Oscar Tschirky, der ebenfalls der Erfinder des legendären Waldorfsalats. angewiesen, schnell aus den vorhandenen Zutaten ein Dressing zu improvisieren, da dies vergessen worden war. Tschirkys Kreation, so heißt es, soll ein voller Erfolg gewesen sein und das Dressing wurde überall begeistert aufgenommen. Gegen diese Geschichte spricht allerdings, dass der geniale Koch die Salatsauce in seinem etwa in dieser Zeit entstandenen Kochbuch mit keinem Wort erwähnt.


Die Sauce ist in einigen Teilen variabel. Grundlage für gut 300 Gramm sind aber:
  • 220 g Mayonnaise
  • 2 EL Ketchup (ohne das Curry)
  • 1/2 TL Paprika edelsüß
  • 1 EL Zitronensaft (frisch)
  • 3  - 4 Cornichons
  • 1 - 2 Schalotten/milde Zwiebel
  • Salz
  • Prise Zucker
Die Links in der Zutatenliste sind nur Orientierung. Man kann die Sachen auch fertig kaufen, davon stirbt man auch nicht gleich. Es gibt ja mittlerweile auch gute Marken, die keine überzuckerten Chemiebomben sind.

Mayonnaise, Ketchup, Zitronensaft und Paprikapulver vermengen. In manchen Rezepten kommt hier auch noch ein bisschen Senf dazu.

Kleiner Tipp zum Zwiebelgewächs. Wenn man plant, das Dressing über längere Zeit im Kühlschrank zu lagern - was ich bei Verwendung von Frischei in der Mayonnaise ausdrücklich nicht empfehle - kann es sein, dass die Zwiebelchen gären oder oxidieren und das Ganze dann bitter wird. Dem kann man entgegenwirken indem man die Würfel ein paar Sekunden - bei dieser Größe maximal zehn Sekunden - in kochendem Wasser blanchiert und sofort eiskalt abschreckt. Man kann natürlich die Sauce auch ohne machen und die Schalotte erst fein gehackt kurz vor dem Servieren unterheben. 


Schalotten und Cornichons ganz fein hacken und zu der Masse geben. Auch hier könnte man noch Kapern, Knoblauch oder hartgekochte Eier, Petersilie oder sonst was fein gewiegt hinzufügen.


Alles gut verrühren und mit Salz abschmecken. Gegebenenfalls etwas Zucker hinzufügen.

Ich habe mir sagen lassen, dass diese Sauce mit etwas Senf und mehr Zucker vermischt dem sehr, sehr nahe kommt, was der Clown auf seine Doppelburger schmiert.  


Leckerer bunter Salat mit Thousand Island Dressing. Dazu frisches Baguette und alle sind glücklich. 
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Flashback:










Heute vor drei Jahren: Gattò di patate alla Napoletana

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