Auf meiner allabendlichen Kontrolle des gesamten Internets bin ich neulich auf eine interessante Reportage über Jean-Georges Vongerichten gestoßen. Nein, das ist kein Vampirjäger aus dem Marvel-Universum oder der neue Gegenspieler von James Bond, sondern ein hochdekorierter, ursprünglich aus dem Elsass stammender Koch, der seit 35 Jahren die USA seine Heimat nennt. Von dort aus kontrolliert er ein mittlerweile weltweites Gastronomieimperium. Sein Flaggschiff, das Jean-Georges, direkt am New Yorker Centralpark gelegen, hatte jahrzehntelang 3 Michelin-Sterne vorzuweisen. Seit 2017 sind es zwar "nur" noch zwei Sterne, trotzdem ist der Erfolg beeindruckend. In besagter Dokumentation war eine wunderschöne Vorspeise zu sehen, nämlich marinierte Thunfischstreifen auf Avocadomus mit würziger Vinaigrette. Ein Rezept (auf Englisch) ließ sich auch finden. Der Fall war klar: das musste bei nächster Gelegenheit nachgebastelt werden.
Sonntag, 31. Januar 2021
Samstag, 30. Januar 2021
Kaffir-Limetten-Sirup
Hier mal ein leckere Kleinigkeit so nebenbei: Kaffir-Limetten-Sirup. Kann man vielseitig verwenden, zum Beispiel in Dressings, zum Backen, als Limonadenbasis, für Drinks - passt zum Beispiel super in einen Daiquiri, - oder für alles, was eine zitrusartige Süße braucht. Ich werde den Sirup morgen für eine spannende Vorspeise verwenden, aber dazu mehr, wenn es soweit ist.
Freitag, 29. Januar 2021
Penne all'arrabbiata alla Ponte Alto
Auch wenn ich gemeinhin als passionierter Fleischesser bekannt bin, steht die vegetarische Pasta all'arrabbiata sehr oft auf bei uns auf dem dem Speisplan. Egal ob mit Spaghetti, Tortiglioni, Rigatoni oder klassisch mit Penne, diese Kombination aus fruchtiger Tomatensäure und leichter Schärfe der Peperoncini ist genial einfach, einfach genial und hat es uns angetan. Da verwundert es nicht, wenn auch dieses Gericht schon häufiger im Blog zu finden ist. Man kann hieran übrigens sehr gut sehen, wie auch ich jedes mal dazulerne. Die erste Version - sogar mit selbstgemachter Pasta - war, so muss ich heute sagen, weit vom Original entfernt. Ich habe damals Zwiebel und Knoblauch zusammen verwendet - in Italien eher unüblich, da nimmt man meist das eine oder das andere - und Pancetta. Das war also mehr eine Mischung aus Amatriciana und Arrabbiata. Das zweite Version erschien da schon deutlich authentischer. Nun bin ich aber auf ein Rezept gestoßen, das direkt aus der Heimat des Gerichts, Ponte Alto (Gemeinde Castel Sant'Angelo, Provinz Rieti, im Hinterland der Region Latium) stammt. Und es ist anders, als alle anderen Arrabbiata-Rezepte, die ich kenne. Das schreit ja geradezu danach, ausprobiert zu werden.
Samstag, 23. Januar 2021
Insalata di cedro - Zedratsalat
Mein liebstes italienisches Restaurant in Hameln, das Italo hat momentan natürlich nur "Außer- Haus-Verkauf", die dazugehörige Feinkostabteilung ist allerdings geöffnet. Dort fiel mir neulich eine Cedro, also Zedrat-Zitrone ins Auge (das kann richtig weh tun!) die ich dann gleich käuflich erwarb, allerdings ohne zu wissen, was ich daraus machen würde. Zuhause habe ich dann ein wenig nach passenden Rezepten gestöbert und bin bei einem Zedratzitronen-Salat auf einem der bekanntesten und kompetentesten deutschsprachigen Foodblogs - lamiacucina - hängengeblieben. Ich wusste sofort: das musst ausprobieren. Gesagt, getan, hier ist das Resultat.
Freitag, 22. Januar 2021
Sylter Dressing 2021
Heute bin ich mal ein Projekt angegangen, das ich schon lange auf meiner Liste hatte, aber irgendwie nie dazu gekommen, es zu verwirklichen. Dabei ist das eigentliche eine ganz einfache Sache, die nur etwas Zeit braucht. Dafür aber nicht viel Aufmerksamkeit und man kann sich während des Wartens getrost anderen Dingen widmen. Die Rede ist von einem Salatdressing "Sylter Art". Das gibt es ja fertig zu kaufen und ist scheinbar auch gewissermaßen der Renner. Diese Beliebtheit spiegelt sich auch in den Klickzahlen meines ersten Versuchs aus dem Jahre 2017 wieder. Das Dressing war damals schon nicht schlecht, heute gehen wir aber anders, fast schon "molekular" vor. Das Rezept habe ich übrigens von Jutta Schrage, die nicht nur eine gute Internetbekannte ist, sondern eben auch Foodie durch und durch. Dazu richtet sie fantastisch an und macht auch noch wahnsinnig tolle Bilder. Schaut mal auf ihrem Blog Hexenkessel vorbei oder seht euch ihre Facebookseite Feines aus der Villa Kunterbunt an. Ich danke Jutta und entschuldige mich jetzt schon für meine weniger elegante Präsentation
Mittwoch, 20. Januar 2021
Yangnyeom-chikin - Korean Fried Chicken
Rezepte für Knusperhuhn gibt es aus allen Herren Ländern. Sei es Fried Chicken, Backhendl, Lemon Chicken oder Karaage, Beispiele gibt es wie Sand am Meer. Überall mag man das Zusammenspiel von knuspriger Kruste und zartem Inneren. Dabei ist es recht kostengünstig und, wenn alle Vorbereitungen getroffen sind, recht schnell und simpel auf den Teller zu bringen. Ein Umstand, der es besonders für Anbieter von Streetfood zum idealen Kandidaten macht. So auch in Korea, wo Chikin (치킨) seit den frühen 80ern des letzten Jahrhunderts zu einem beliebten Gericht wurde, besonders bei Gelegenheiten, in denen man Alkohol konsumiert. Es wird deshalb der Kategorie Anju (안주) zugeordnet: Essen, dass das Trinken begleitet oder auch "Snacks". Ich habe heute eine der beliebtesten Varianten aus dem "Land der Morgenstille" im Angebot: Yangnyeom-chikin (양념치킨) oder "gewürztes Huhn", laut New York Times die "Gottwerdung des Korean Fried Chickens".
Baechu-Geotjeori - koranischer Turbo-Kimchi
Und hier die "Eine-Millionen-Euro-Frage": "Was darf bei keiner koreanischen Mahlzeit fehlen?" Nein, da braucht man keinen Telefonjoker oder eine Umfrage im Publikum, die Antwort ist klar: Kimchi. Ob zum Frühstück, Abendessen oder auch zwischendurch, ohne geht nicht. Gerüchteweise essen Koreaner sogar Kimchi als Beilage zu Kimchi. Das erscheint fast wichtiger als Reis. Nun ist es mit dieser pikanten Kohlspeise aber ähnlich wie mit Sauerkraut. Das Gemüse möchte fermentieren und in wochenlanger Reife Milchsäurebakterien entwickeln. Diese Methode habe ich natürlich auch erfolgreich erprobt, das ist aber nichts für Kurzentschlossende. Es geht aber auch schneller, dann heißt das Ganze Baechu Geotjeori (배추겉절이). Normalerweise ist Maangchi (YouTube) meine erste Referenz für koreanische Gerichte, in diesem Fall habe ich mich aber an Seonkyoung Longest orientiert, deren YT-Kanal "Asian at Home" mir in Zeiten des Lockdowns namentlich irgendwie passender erschien.
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