Freitag, 23. Januar 2015

Chinesische Nudeln mit Schweinefleisch und Gemüse


Man könnte jetzt Nieztsche zitieren und von der "ewigen Wiederkehr des Gleichen" schwadronieren, aber nachdem wir hier über ein Jahr lang fast jeden Tag etwas Neues - und manchmal sogar mehrere Dinge an einem Tag - gekocht haben, ist eine Wiederholung irgendwann unumgänglich. Die Familie wünschte sich Bratnudeln und obwohl wir dies schon einige Male hier hatten, lässt sich die Zusammensetzung ja beliebig ändern und das Gericht verändert sich, obwohl es sich selbst gleich bleibt. Womit wir bei der "Identität der Identität und der Nichtidentität" und damit bei einem anderen Philosophen, nämlich Hegel, wären.

Falls jetzt noch einer mitliest, dem sei versichert, chinesische Wokgerichte sind in Nullkommanichts fertig. Das Vorbereiten der Zutaten kostet Zeit, aber mit etwas Routine ist alles geschnippelt, während das Fleisch vor sich hin mariniert. Kommt die erste Zutat in den Wok ist eine Frage von Minuten, bis das Essen auf dem Tisch steht. Das geht so schnell, dass man dabei gar nicht richtig fotografieren kann, es sei denn, man hätte vier Arme. Habe ich aber nicht, deshalb sind einige Bilder etwas unscharf. Aber, wie heißt es so schön: "Wer nicht wokt, der nicht gewinnt".
  

Für 4 große Portionen:
  • 500 g Schweinefilet
Marinade:
  • 2 TL helle chinesische Sojasauce
  • 2 TL chinesischer Reiswein (Shaoxing)
  • 1,5 TL Speisestärke
  • 2 TL Sesamöl
  • Salz
  • Pfeffer
Für die Sauce:
  • 2 EL Austernsauce
  • 1 EL dunkle chinesische Sojasauce
  • 1 EL helle chinesische Sojasauce
  • 1 EL dunkler chinesischer Essig (Chinkiang)
  • 2 EL Zucker
  • 4 EL Wasser oder salzlose Hühnerbrühe
Für den Rest:
  • 2 - 3 Knoblauchzehen
  • 3 cm Ingwer
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 1 Paprikaschote
  • 1 Handvoll Zuckererbsen
  • 2 Zwiebeln
  • 3 Möhren
  • chinesischer Reiswein (Shaoxing)
  • Sesamöl
  • chinesische Nudeln
Das Fleisch von Fett und Sehnen befreien und gegen die Faser in dünne Streifen schneiden. Mit den Marinadezutaten, bis auf das Öl, gründlich vermischen und eine halbe Stunde marinieren lassen. Das Öl erst kurz vor dem Braten unterrühren. 

Möhre schälen und mit dem restlichen Gemüse in mundgerechte Stücke schneiden. Die Zwiebeln halbiere ich immer und scheide die Hälften dann längs in je vier Teile.

Knoblauch und Inger schälen und fein hacken, Frühlingszwiebeln diagonal in Ringe schneiden, weiße und grüne Teile dabei trennen.

Zutaten für die Sauce gut verrühren.

Nudeln nach Packungsanleitung kochen, abgießen und mit etwas Sesamöl verrühren.


Den Wok knall heiß werden lassen, Öl hinzufügen und gut herumschwenken. Beginnt das Öl zu rauchen, das Fleisch hineingeben und kontinuierlich rühren.


Nach gut einer Minute sollte das Fleisch dann so aussehen.Einen kleinen Schuss Reiswein dazugeben, nochmals kräftig durchrühren ...


... und das Fleisch in ein über einer Schüssel hängendes Sieb geben.


Wok leicht mit Küchenpapier auswischen, wieder heiß werden lassen und etwas Öl hinzugeben. Dann Knoblauch, weiße Frühlingszwiebeln und Ingwer kurz anbraten, bis sie duften.


Gemüse dazugeben und zwei Minuten unter ständigem Rühren braten. Auch hier kann etwas Reiswein angegossen werden.


Nudeln unter das Gemüse rühren.


Die Sauce noch einmal gut durchrühren und angießen. Gut durchrühren und das Fleisch dazugeben. Zum Schluss noch die grünen Frühlingszwiebeln und einen Esslöffel Sesamöl unterheben und fertig ist das Essen.


In Schälchen servieren und genießen. Bratzeit: unter vier Minuten.

Kommentare:

  1. Antworten
    1. Kochen nach Zahlen. :p

      Aber die besudelten Schalenränder! :o Warum sehe ich das erst immer, wenn es zu spät ist?

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    2. ja, fotos sind ein arschloch, wem sagst du das. ich weiß, du stehst total auf asiatische küche. die läuft bei mir eher so nebenher und auch nicht authentisch, weil ich da nicht so den zugang dazu haben. natürlich ist das total lecker und muss irgendwie gesund sein, sonst würden die in asien ja nicht alle so alt werden. richtig so, möglichst lange pension kassieren.

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    3. Die chinesische Küche hat mich anfangs der Neunziger des letzen Jahrtausends überhaupt erst zum Kochen gebracht. Ich fand das so lecker, konnte mir aber Restaurantbesuche nicht leisten, also habe ich versucht herauszufinden, wie man das selbst macht. Mit bescheidenem Erfolg damals. Heute geht es geringfügig besser. :p

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