Dienstag, 31. Januar 2023

Rigatoni alla Norcina


Trüffel sind nicht das Günstigste aller Lebensmittel, aber man kommt mit einem kleinen, bezahlbaren Stück schon recht weit oder wie es auf Englisch heißt: a little goes a long way. Ich habe von meinen bescheidenen 50 Gramm noch einiges über, also gibt es jetzt (beziehungsweise gab es vor zwei Tagen) noch mal einen Klassiker aus der italienischen Region Umbrien: Pasta alla Norcina. Das hatten wir hier auch schon mal, damals aber eben auch "nur" mit eingelegtem Trüffel aus dem Glas. Heute dann frisch und mit einem weiteren Unterschied, der das Gericht so noch authentischer macht.

Montag, 30. Januar 2023

Risotto ai Tartufo Bianco - Trüffelrisotto


Ich kann es gar nichg oft genug sagen: die italienische Küche besticht durch ihre einfache Eleganz. Es bedarf nur weniger Zutaten, die, wenn von guter Qualität, sinnvoll kombiniert etwas ergeben, was mehr ist, als nur die Summe der Ingredenzien. Nehmen wir mal ein Risotto. Da brauchen wir im Prinzip nur Reis, Brühe, etwas Butter und Käse und die Geschichte ist im Großen und Ganzen fertig erzählt. Ein einfaches ubd einfach geniales Gericht, dass eigentlich gar keinen weiteren Schmuck braucht, obwohl etwas Safran oder, wie hier Trüffel das Gericht doch noch mal in eine andere Liga katapultiert.

Sonntag, 29. Januar 2023

Trüffel-Time - Tartufo Bianchetto


Neulich hatte ich hier ja ein Pastagericht mit Trüffeln. Das war schon lecker, obwohl ich auf eingelegte Ware zurückgreifen musste. Diesmal habe ich eine Schippe draufgelegt und mir echten Trüffel besorgt. Nein, keine weißen Albatrüffel aus dem Piemont - da liegt der Kilopreis bei 6.000 Euro und mehr - sondern dessen kleinen Bruder, den Bianchetto oder Marzuolo ("Märzling"). Diesem Namen entsprechend liegt die Erntezeit auch zwichen Januar und April. Wissenschaftlich trägt die edle Knolle die Bezeichnung Tuber Borchii Vittandini. Wir reden hier zwar immer noch über einen Kilopreis von 700 bis 1000 Euro, aber das ist wie beim Safran - wer kauft da schon ein ganzes Kilo? Ich habe insgesamt 50 Gramm bestellt und damit komme ich ein paar Tage hin. Das ist auch wichtig, denn die Haltbarkeit frischer Trüffel ist begrenzt.

Mittwoch, 25. Januar 2023

Maishähnchen auf Kartoffeln


Es gibt so Tage, da weiß ich eigentlich genau, was ich kochen möchte und dann läuft mir eine schöne Maispoularde über den Weg. Da kann ich gar anders als einfach zuzugreifen und alle meine Essenspläne spontan über den Haufen zu werfen. So auch gestern. Dazu muss man wissen, dass Dienstags bei uns schon mittags Schluss ist, es sei denn, wir haben Konferenzen. und so habe ich dann auch die Zeit, in der Woche etwas Schönes auf den Teller zu bekommen, wobei sich dieses Gericht eigentlich von selbst kocht und nicht der ständigen Aufmerksamkeit des Kochs bedarf. Auch gut, dann lassen wir den Vogel halt vor sich hin schmoren und widmen uns anderen Dingen. Man könnte ja zum Beispiel mal wieder À la recherche du temps perdu lesen …

Montag, 23. Januar 2023

Tagliatelle Parmigiano e Tartufo - Pasta mit Parmesan und Trüffel


Sonntag einig Bratentag? Nicht unbedingt, obwohl da natürlich per se nichts gegen einzuwenden ist. Traditionen sind wichtig, aber manchmal gehe ich auch andere Wege und folge meinem Instinkt. Vorgestern - also Samstag - habe ich nämlich mal wieder in einer Kochshow gesehen, wie in einem italienische Restaurant pasta parmigiano stilecht im ganzen Käselaib bei Tisch zubereitet wurden. Dann wurden da noch Trüffel darüber gehobelt. Im Grunde ist das ja zu 99,99% Show, aber irgendwie hat es gereicht, um in mir den Hunger auf Pasta mit Parmesan zu wecken. Nun habe ich hier keine ganzen Parmesanlaibe herumliegen, also habe ich eine eher alltagsfreundliche Version zubereitet.

Freitag, 20. Januar 2023

Schwiegermutterkäse


Irgendwie habe das Gefühl, mal wieder zwei oder drei fleischlose Tagen einlegen zu müssen. Nein, man muss sich keine Sorgen machen, ich bin nicht konvertiert, aber ich folge kochtechnisch immer meinem Gusto oder dem der Familie. Und die mag gerne Kleinigkeiten, die wie ein kleines Büffet aufgebaut werden, von dem man sich nimmt, was gefällt. Oliven, Peperoni, frisches  Fladenbrot, Dips und Aufstriche - mehr braucht es dabei nicht. Besonders beliebt ist der tomatige, leicht scharfe Frischkäse Dip, den vermutlich jeder vom "mediterranen" Stand auf dem Wochenmarkt oder dem Supermarktparkplatz kennt. Ich will den Menschen dort natürlich ihr Geschäft vermiesen, aber dort einzukaufen kann ganz schön ins Geld gehen. Deshalb mache sowas lieber selbst. Das ist ist ganz einfach und kostet nur einen Bruchteil.

Donnerstag, 19. Januar 2023

Leckere Bohnenbällchen - fleischfreies Fingerfood


Momentan ist ja der Veganuary - ein „lustiges“ Kofferwort aus vegan und January - wieder mal wortwörtlich in aller Munde. Zumindest in Regionen dieser Welt, in denen man sich den Luxus leisten kann, sich über solche Dinge Gedanken zu machen. Im Grunde geht es darum, das neue Jahr nach den fetten Festtagen etwas leichter zu beginnen, den Fleischkonsum allgemein zu reduzieren, vielleicht ein paar Pfunde zu verlieren und das wohlige Gefühl zu haben, sich in die Liste potentieller Weltretter eintragen zu dürfen. Nun ist gegen fleischlose Kost grundsätzlich nichts einzuwenden und auch ich esse auch lieber vegetarisch, als mir minderwertige tierische Proteine fragwürdiger Herkunft in den Wanst zu stopfen, aber ich brauche dazu kein spezielles Datum oder irgendeinen trendigen Anlass. Ich esse grundsätzlich, worauf ich Lust habe und das kann durchaus auch vegetarisch oder gar vegan sein. So wie heute. Da war mir irgendwie nach Fladenbrot mit Hummus und Co.. Dazu dachte ich, würde gut etwas in Richtung von Gemüsebratlingen passen. Falafel wären natürlich perfekt, aber dafür fehlte die Zeit, also habe ich mich für knusprige Bällchen aus Kidneybohnen entschieden. Ganz vegan, natürlich.